Tolle Gesangseinlage oder billige «Made in Switzerland»-Kopie? ESC-Pausenshow polarisiert
Der erste Halbfinal des 70. Eurovision Song Contest in der österreichischen Hauptstadt Wien ist Geschichte. Neben den ersten 15 verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern mit ihren Auftritten gaben bei uns im watson-Liveticker vor allem auch das Rahmenprogramm und die Moderation von Victoria Swarovski und Michael Ostrowski zu reden. Das Urteil (übrigens auch anderer Medien): verbesserungsfähig – gelinde gesagt.
Zu diesem ernüchternden Verdikt beigetragen hat auch der sogenannte «Interval Act», eine Pausenshow, mit welcher die Zeit während des Publikumsvotings überbrückt wurde. Dabei hatten sich unsere Livetickerer hier auf der Redaktion zuerst noch gefreut, als plötzlich der australische Kandidat vom letztjährigen ESC, Go-Jo, aus dem Publikum auf die Bühne geholt wurde.
Es folgte eine rund 7-minütige Gesangs- und Tanzeinlage, welche die (angelsächsische) Verwechslungsgefahr des Gastgeberlandes Österreich mit Australien thematisierte. Die beiden Länder klingen auf Englisch ähnlich (Österreich ist Austria, Australien ist Australia). Wir haben euch den ganzen Auftritt hier untertitelt:
Die Showeinlage vermochte unsere Livetickerinnen in der Redaktion und auch die mittickernden Userinnen und User aus unserer Community nicht zu begeistern. Mehrmals wurde kommentiert, die Nummer wirke wie ein billiger Abklatsch von «Made in Switzerland», einem Interval Act vom letztjährigen ESC in Basel von den Moderatorinnen Sandra Studer und Hazel Brugger. Dies ist laut einem Artikel von 20 Minuten auch der Tenor auf Social Media.
Zur Erinnerung: Das war «Made in Switzerland»
Die Kritik scheint dabei aber hauptsächlich aus der Schweiz zu kommen. Die «Tiroler Tageszeitung» hingegen titelt etwa, die Einlage habe die Fans «begeistert». Die Australian Broadcasting Company (ABC) schreibt von einer «heiteren Zwischensequenz».
«Opposites» kommt als Single
Ursprünglich war die Einlage nur als TV-Gag gedacht. Warner Music hat jetzt aber angekündigt, «Opposites», was so viel heisst wie Gegenteile oder Gegensätze, als Single herauszubringen.
Im Pressetext heisst es dazu: «Augenzwinkernd zeigen im Interval Act ‹Opposites› Victoria Swarovski und Michael Ostrowski, wie sie spielerisch Witz und Glamour verbinden.»
(lzo)
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