Australien kämpft mit Rekordhitzewelle – die Solidarität mit Wildtieren ist 🥹❤️🩹
Eine Rekordhitzewelle hält seit acht Tagen in Folge den Südosten Australiens in Atem. Temperaturen von über 40 Grad Celsius tagsüber haben Buschbrände angefacht und das Stromnetz unter Druck gesetzt. Zeitweise waren bis zu 110'000 Haushalte ohne Strom.
Die Hitzewelle in Victoria, dem zweitbevölkerungsreichsten Bundesstaat Australiens, ist die schlimmste seit den Buschbränden vom sogenannten «Black Saturday» im Jahr 2009, bei denen 173 Menschen ums Leben kamen.
Inmitten der Buschbrände retteten einige Farmer in Gellibrand nicht nur ihr Vieh, sondern auch verschiedene Wildtiere. Die Videos davon kursieren jetzt auf Social Media. Vor allem die Geschichte von Koala «Kevin» hat das Internet im Sturm erobert:
Als er merkte, dass sich die Buschbrände seinem Heimatort Gellibrand näherte, machte sich Glenn Paton auf den Weg, um nach der Farm seines Nachbarn zu schauen. Auf dem Weg entdeckte er einen Koala, der lethargisch am Strassenrand sass – vermutlich überanstrengt von der Hitze. Kurzerhand setzte er ihn neben sich auf sein Quadbike und brachte ihn vor den herannahenden Flammen in Sicherheit, wie er in einem Interview mit der Australian Broadcasting Company (ABC) erzählte.
Zusammen mit ein paar Nachbarn wurde der Koala, der unterdessen Kevin getauft worden war, wieder aufgepäppelt. Koalas beziehen all ihre Flüssigkeit aus Eukalyptusblättern und trinken nur in äusserster Not Wasser. Bei Kevin war es laut Paton in diesem Fall noch nicht so prekär. Nach ein paar Stunden habe man das Tier in einigen Büschen wieder aussetzen können.
Notstand weiterhin verhängt
Die Temperaturen haben sich im Bundesstaat Victoria derweil noch nicht wieder abgekühlt. Laut Behördenangaben wird bis zum Wochenende keine Entspannung erwartet.
Die anhaltend hohen Temperaturen sind gefährlich und gesundheitsschädlich. Die Buschbrände sorgen bei den flüchtenden Tieren ausserdem oft für Verletzungen wie etwa verbrannte Füsse. Tierschutzorganisation berichten, dass ihre Auffangstellen überfüllt sind, schreibt ABC.
Auch in Gellibrand In einem Video, das erst heute auf Facebook hochgeladen wurde, ist zu sehen, wie Glenn Paton und seine Freunde auch weiterhin Wildtiere in Not antreffen – und ihnen helfen. In diesem konkreten Fall handelte es sich um ein Wallaby, das auf der Flucht vor den Buschbränden an einem Flussufer steckengeblieben war. Paton watete durch das Bauchnabel-hohe Wasser, um es in Sicherheit zu bringen, wie die Aufnahmen zeigen.
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