Video zeigt das Säbelrasseln zwischen China und Taiwan
Gemäss Angaben des chinesischen Militärs wurden diverse Einsätze nördlich und südlich von Taiwan geübt: Einsätze gegen Seeziele, Luft- und U-Boot-Abwehr. Zudem seien Schiessübungen mit scharfer Munition durchgeführt worden und Zerstörer, Fregatten und weitere Kampf- und Bomberflugzeuge im Einsatz gewesen. Auch ein simulierter gemeinsamer Langstreckenangriff von Heer, Marine, Luftwaffe und Raketentruppen seien geübt worden.
Taiwan reagiert auf Aggression
Gemäss Angaben des Verteidigungsministeriums in Taipeh handelt es sich bei der chinesischen Militärübung um die zweitgrösste, die China gegen Taiwan je durchgeführt hat – zumindest gemessen an der Anzahl der Einsätze chinesischer Militärflugzeuge und Drohnen über Taiwan.
Die taiwanesische Regierung bezeichnet das Manöver als «provokative und rücksichtslose Handlungen». Diese würden nicht nur den Frieden und die Stabilität in der Region schwer beeinträchtigen, sondern auch erhebliche Sicherheitsrisiken sowie Störungen für Flugrouten, Schifffahrt und Handelsrouten bedeuteten.
Das Militär von Taiwan reagiert auf die chinesische Provokation und bringt sich ebenfalls in Gefechtsstellung. Videos, die das taiwanesische Militär veröffentlicht hat sollen die Verteidigungsfähigkeit des Inselstaates demonstrieren.
Mögliche Reaktion auf Waffenlieferungen
China hatte das Manöver am Montag unter dem Codenamen «Mission Gerechtigkeit 2025» begonnen. Peking bezeichnete die Übungen als «ernste Warnung» an «separatistische Kräfte». Seit 2022 hat China immer wieder grosse Militärübungen in dieser Art rund um Taiwan durchgeführt. Gemäss Beobachtern kann das aktuelle Manöver Chinas auch als Reaktion auf die jüngst von den USA genehmigten Waffenlieferungen in der Höhe von mehreren Milliarden US-Dollar an Taiwan verstanden werden.
Obwohl Taiwan eine von China unabhängige und demokratische Regierung hat, sieht Peking die Insel als Teil seines Staatsgebietes an.
(sda/hde)
