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Forscherteam entdeckt grösste Schlangenart der Welt im Amazonas

Video: watson/lucas zollinger

Klick, wenn du dich traust – grösste Schlange im Amazonas entdeckt

22.02.2024, 14:0522.02.2024, 16:20
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Kennst du den Kult-Horrorfilm «Anacondas: Die Jagd nach der Blut-Orchidee»?

Famous last words:
«Da bewegt sich etwas!»

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Es geht darum, dass eine Expedition im Amazonas nach einer seltenen Orchideen-Art sucht, die unglaubliche medizinische Durchbrüche verspricht. Nur – und das finden sie erst vor Ort heraus – sie beschert den dort heimischen Schlangen auch ein längeres Leben, in dem sie wachsen und wachsen und wachsen …

Nun hat ein Forscherteam, ebenfalls im Amazonas, eine neue Schlangenart entdeckt. Und es ist ebenfalls eine Anakonda. Es ist die grösste Schlangenart, die je entdeckt wurde. Und dürfte die grösste überhaupt sein. Wir versprechen euch: Diese Szenen sind nicht aus dem Spielfilm. Es sind echte Aufnahmen, direkt aus dem Amazonas:

Video: watson/lucas zollinger

Bisher ging man davon aus, dass die grössten Schlangen der Welt alle zur Art der «grünen Anakonda» gehören, ihr Verbreitungsgebiet ist Südamerika. Während den Dreharbeiten zur neuen National-Geographic-Dokuserie «Pole to Pole: With Will Smith» hat nun ein Forscherteam entdeckt, dass es «die grüne Anakonda» so gar nicht gibt. Es handelt sich dabei um zwei verschiedene Arten, wie sie in einem wissenschaftlichen Artikel im Journal «Diversity» erklären.

DNA unterscheidet sich markant

Aus der grünen Anakonda haben sie jetzt zwei eigene Arten definiert, die «nördliche grüne Anakonda» – die neue, grösste bekannte Schlangenart der Welt – und die «südliche grüne Anakonda». Ihre DNA sind zu fünf Prozent verschieden – und das sei viel, schreibt der niederländische Biologe Freek Vonk, der das Video von der Entdeckung auf Instagram geladen hat. Zum Vergleich: Menschen und Schimpansen unterscheiden sich genetisch nur etwa zu zwei Prozent.

Der niederländische Biologe Freek Vonk mit einer Anakonda, Februar 2024
Prof. Dr. Freek Vonk mit einer Anakonda.Bild: freek vonk

Mit Ureinwohnern zusammengearbeitet

Das Forschungsteam hat auf seinen Expeditionen und für die Entdeckung mit dem indigenen Volk der Waorani zusammengearbeitet. So haben sie mehrere Exemplare der nördlichen grünen Anakonda in der Bameno-Region des Baihuaeri-Waorani-Territoriums im ecuadorianischen Amazonasgebiet gefangen und untersucht. Der wissenschaftliche Name, Eunectes akayima, leitet sich auch aus der Sprache der Waorani ab und heisst «grosse Schlange». Die grösste Schlange, die das Forschungsteam zu Gesicht bekam, sei rund 6,3 Meter lang und über 200 Kilogramm schwer. Anekdotische Berichte des Waorani-Volkes berichten jedoch von anderen Anakondas in diesem Gebiet, die mehr als 7,5 Meter lang sind und rund 500 Kilogramm wiegen. (lzo)

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Video: watson/lucas zollinger

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Video: watson/Lucas Zollinger
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quelle: catersnews / / 1053491
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24 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Roli_G
22.02.2024 14:38registriert Januar 2021
Der Forscher beeindruckt mich. Mitten im Amazonas am Tauchen mit WEISSEM Hemd. Ich bringe es nicht mal fertig am Mittag Spaghetti zu essen ohne mich vollzukleckern.
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✨garbage tank✨
22.02.2024 14:54registriert Dezember 2023
Vielleicht der wichtigste Satz im ganzen Text: "Das Forschungsteam hat (...) mit dem indigenen Volk der Waorani zusammengearbeitet."
Endlich.
Wenn ich daran denke, wie gewisse Inuit-Stämme hundert Jahre lang wussten, wo die verschollenen Schiffe waren, und man sie 100 Jahre lang nicht fand, weil keiner die ansässigen fragte, schwanke ich immer zwischen lachen und Kopf schütteln.
Endlich ändert sich das!
Wunderschöne Tiere, diese beiden Anakonda-Arten!
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mibster81
22.02.2024 14:20registriert April 2020
Mit diesem Namen hätte ich eine eigene Sendung und sie hiesse "Freek Show".

Danke, ich geh ja schon.
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