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Hammerschläge wie Rocky Balboa: Fangschreckenkrebs zertrümmert Beute

Video: watson/Alina Kilongan

Fangschreckenkrebs ist der «Rocky Balboa» der Meere

17.01.2024, 19:5718.01.2024, 10:55
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Nur maximal bis zu 30 Zentimeter lang wird er, doch wenn dieser Krebs seine Schlagbeine benutzt, hat die Beute keine Chance. Die «Schmetterer» in der Fangschreckenkrebs-Familie zertrümmern mit ihren keulenartigen Extremitäten die harte Schale ihrer Beutetiere, wie Schnecken, Muscheln, Krabben und andere Krebstiere. Die Schläge sind dabei laut dem Biologie-Onlinejournal «BI praktisch» vergleichbar mit dem Einschlag einer Kleinkaliberkugel.

Wenn sich die Arme des Fangschreckenkrebses mit hoher Geschwindigkeit durchs Wasser bewegen, erzeugen sie einen Unterdruck. Es bilden sich winzige Gasbläschen, die implodieren und dabei Energie freisetzen. Dies erzeugt einen Knall und manchmal sogar einen Lichtblitz.

Video: watson/Alina Kilongan

Der Grossteil der Fangschreckenkrebse lebt in der Bodenzone tropischer und subtropischer Meere, zum Beispiel vor Florida und Kalifornien oder um Thailand. Es gibt aber auch Arten in kälteren Gebieten, wie zum Beispiel dem Mittelmeer. Bis heute sind den Biologinnen und Biologen weltweit ungefähr 400 verschiedene Arten des Fangschreckenkrebses bekannt.

Die Haltung dieser Krebse im Aquarium bedarf besonderer Massnahmen, da durch die harten Schläge des Krebses nicht nur Muschelschalen zertrümmert werden, sondern auch das Glas des Aquariums zu Bruch gehen könnte.

Auch die Augen sind aussergewöhnlich

Der Fangschreckenkrebs verfügt über ausgezeichnete Sehfähigkeiten. Seine Augen arbeiten unabhängig voneinander und zusammen, um seine Beute besser anvisieren zu können. Er verfügt ausserdem über eines der ausgeklügeltesten Sehvermögen der Welt und der Krebs erkennt mehr Farben als jedes andere Lebewesen auf der Erde. In Kombination mit seinen aggressiven Jagdtechniken macht das Sehvermögen den Fangschreckenkrebs zu einem effektiven Jäger in der Unterwasserwelt. (aki)

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