Wirtschaft
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ARCHIV - ZUM ANGEKUENDIGTEN WELTWEITEN STELLENABBAU VON 30'000 JOBS BEI VW STELLEN WIR IHNEN DIESES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Construction work and a crane can be seen over the VW logo on the administrative building of the Volkswagen factory in Wolfsburg, Germany, 04 November 2015. Hundreds of thousands of VW diesel cars - but also gas engines - might have used more gas and therefore emitted more CO2 than stated by the manufacturer. The company will accrue billions of euros worth of losses.  EPA/PETER STEFFEN

VW-Logo in Wolfsburg. Die Autoindustrie ist das Zugpferd der deutschen Wirtschaft. Bild: EPA DPA

Analyse

Wegen verpasster Digitalisierung: Deutsche leiden unter neuer Wirtschafts-Panik

Seit Jahren boomt die deutsche Wirtschaft. Trotzdem ist wieder vom «Auslaufmodell Deutschland» die Rede. Ist es deutscher Masochismus oder berechtigte Angst?



Im Jahr 2003 veröffentlichte Hans-Werner Sinn eines der einflussreichsten Ökonomie-Bücher der jüngeren Vergangenheit. «Ist Deutschland noch zu retten», fragte der Mann, der nicht nur wie ein Jesuit aussieht. Er verkündete auch eine Botschaft von Askese und Verzicht.

epa04630222 (FILE) A file picture dated 03 June 2010 of German Economist Hans-Werner Sinn speaking on the occasion of the Swiss Economic Forum SEF in Interlaken, Switzerland. As a leading German critic of Berlin's handling of the eurozone financial crisis, Hans-Werner Sinn on 21 February 2015 called for Greece to leave the euro, arguing that the latest deal clinched by eurozone finance ministers will do little to solve the Mediterranean country's economic woes. Hans-Werner Sinn is the head of the influential Munich-based Ifo economic institute.  EPA/PETER SCHNEIDER *** Local Caption *** 02185467

Sieht wie ein Mönch aus und predigt Askese: Hans-Werner Sinn. Bild: EPA/KEYSTONE / EPA FILE

Sinn stellte «harte und unangenehme Reformen» in Aussicht, warnte vor einer «Vergreisung» und stellte klar: «Die Behandlung wird kein Vergnügen sein. Sie wird schmerzen.» Sinns Sparen-und-Leiden-Botschaft wurde in der Folge praktisch jeden Sonntagabend in der TV-Talksendung von Sabine Christiansen, der Vorgängerin von Anne Will, abgenudelt. Sie hat massgeblich dazu beigetragen, dass der damalige Kanzler Gerhard Schröder seine Sparagenda 2010 durchboxen konnte.

Wiederholt sich die Geschichte? «Die fetten Jahre sind vorbei» verkündet der «Spiegel» in seiner jüngsten Ausgabe auf dem Titel. Im Innern werden Sinns Thesen unter der Schlagzeile «Auslaufmodell Deutschland» praktisch identisch wiederholt.

«Wir Deutschen sind längst nicht mehr so gut, wie wir glauben, das deutsche Modell ist so nicht zukunftsfähig», wird gejammert. Es werden namhafte Topmanager zitiert, die erklären, dass «vieles verkehrt» laufe; und es wird gewarnt, dass das «Hochlohnland Deutschland» von den USA und China «zerquetscht» werde.

Bild

Der «Spiegel» warnt vor jähem Ende des deutschen Wirtschaftswunders.

Der «Spiegel» ist kein einsamer Rufer in der Wüste. In ihrem Buch «Titelverteidiger» kommen Frank Riemensperger und Svenja Falk von der Beratungsfirma Accenture zu ähnlichen Schlussfolgerungen:

«Deutschland schläft immer noch seinen Dornröschenschlaf im rosenumrankten Schloss seiner früheren Erfolge, während die Prinzen längst anderswo unterwegs sind», stellen die beiden fest und folgern, dass die «Erfolgsmodelle von gestern» ihre Gültigkeit verloren hätten und daher schnell «fundamental verändert» werden müssten.

Die Angst, die Digitalisierung verpasst zu haben, zieht sich wie ein roter Faden durch die neue deutsche Panik. Sie ist nicht ganz unbegründet. SAP, das letzte namhafte deutsche IT-Unternehmen, wurde Anfang der Siebzigerjahre gegründet. Deutschlands Wirtschaftsboom ist noch fest in der analogen Welt verankert.

epa07328797 A view of the company logo of SAP on a building of the software producer SAP SE in Walldorf in Walldorf, Germany, 29 January 2019. Software producer SAP SE released their preliminary business figures for the fourth quarter Q4 and the full year 2018.  EPA/RONALD WITTEK

Bereits in die Jahre gekommen: SAP, das deutsche IT-Vorzeigeunternehmen. Bild: EPA/EPA

Eine zentrale Rolle spielt dabei die Autoindustrie. «Bundesweit arbeiten mehr als 800’000 Menschen für einen Autohersteller oder Zulieferer», stellt der «Spiegel» fest. «Manche Region in Deutschland wäre ohne die Fahrzeugbranche kaum überlebensfähig.»

Das Klumpenrisiko Autoindustrie besteht tatsächlich. Ende der Woche muss Donald Trump entscheiden, ob er die Autoimporte in die USA mit einem Strafzoll von 25 Prozent belegen will. Sollte er dies tatsächlich tun, dann hätte dies schwerwiegende Folgen für die deutsche Wirtschaft.

Kommt dazu, dass VW, BMW und Mercedes derzeit nicht eben glänzen. Der Dieselskandal zieht immer weitere Kreise. Die Angst, dass man den Anschluss an das Elektroauto verschlafen hat, wächst. Eine Schwächeanfall hätte daher weitreichende Folgen. Accenture hat in einer Studie ermittelt, dass die Autoindustrie zwischen 2007 und 2017 für 60 Prozent des Wirtschaftswachstums verantwortlich war.

Bereits hat die Formkrise der Autoindustrie Spuren in der Buchhaltung der deutschen Volkswirtschaft hinterlassen. Im Sommer 2018 ist das Bruttoinlandprodukt (BIP) leicht geschrumpft, im vierten Quartal hat es stagniert.

epa07534370 A man cleans his car on display during the 1st Porsche Festival in Cannes, 28 April 2019. The event will take place from 27 to 28 April.  EPA/SEBASTIEN NOGIER

Ob Polieren reichen wird? Bild: EPA/EPA

Jetzt können die Deutschen ein bisschen aufatmen: Das Statistische Bundesamt meldet, dass das BIP im ersten Quartal 2019 um 0,4 Prozent zugelegt hat. Verantwortlich für den neuen Wachstumsschub ist jedoch nicht die Exportindustrie, sondern der Binnenkonsum und die Bauwirtschaft.

In den Nullerjahren haben Sparwut und die Geiz-ist-geil-Mentalität Deutschland zu einem Prekariat und Europa zu Jahren nutzloser Austeritätspolitik verholfen. Dieses masochistische Experiment verdient keine Fortsetzung. Deutschland rettet sich am besten, wenn sich die Deutschen selbst etwas gönnen.

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38Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • B-Arche 17.05.2019 15:14
    Highlight Highlight Mal ein paar Punkte von mir als Deutschem...

    - Deutschland suhlt sich gerne in diesem Selbstmitleid, und diese Dauerdepression macht sich die AfD mit ihrer Patriotismus-Simulation zu nutze
    - Die Infrastruktur auf Netzwerkseite ist katastrophal. Ganze Landstriche haben maximal 16 Mbit DSL, Tausende Kleinstädte oftmals nur 768kbit.
    - Der historische Vorteil Deutschlands - die Dezentralität - geht kaputt weil jede Firma in die Grossstädte zieht. Das zerwirft die Gesellschaft
    - Das Lohnniveau für Qualifizierte ist unterirdisch. Es funktioniert weil viele gebunden sind durch Familie oder Pflege.
  • Bangarang 17.05.2019 13:38
    Highlight Highlight Janis Joplin hats schon besungen und auch unsere Kinder werden sich um Deutsche Autos reissen.

    Keine Panikmache
  • dmark 17.05.2019 10:54
    Highlight Highlight Hans-Werner Sinn... Der Esoteriker unter den Ökonomen.
  • sephiran 17.05.2019 10:54
    Highlight Highlight Und was ist hier jetzt genau die "Analyse" des Artikels resp. das Fazit?
  • redneon 17.05.2019 09:37
    Highlight Highlight Ach he... Diese Schwarzmalerei! Analoge Industrie ist Überlebensnotwendig. Wir tun so als die Digitalisierung Autos Häuser Strassen Konsumgüter aller art per Knopfdruck produziert. Sorry. Die würden lieber aufschreien und Deutschlands Infrastruktur ins 2020 Hiefen.. Denn unter Merkel und Schröder wurde diesbezüglich eine Scheinwelt aufgebaut. Sehr gutes Beispiel hierfür die Deutsche Bahn Elektrifizierung Anbindung an die NEAT IT CH DE NL / Flughafen Berlin / Ganze Dörfer die Verlassen werden müssen ec. Die liste lasse sich ewig weiterschreiben. So fiel Kohle verdient das Land! Wo floss es hin
  • Brett-vorm-Kopf 17.05.2019 09:29
    Highlight Highlight Wie heisst es so schön in einem Zitat welches Einstein zugeschrieben wird: "Mit immer den gleichen Methoden andere Ergebnisse erzielen zu wollen, ist Wahnsinn"

    In diesem Sinne mag Angstmacherei und Spardruck (Askese) nach unten (wie im Mittelalter über die Religion) funktionieren für das oberste 1%. Der Rest schaut in die Röhre (Niedriglohnsektor, Harz4, Altersarmut).

    Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende... wobei ich auch keine Lösung parat habe (Anarchie oder Kommunismus sind ebenfalls nicht gerade erstrebenswert).
  • andrew1 17.05.2019 09:20
    Highlight Highlight 2/2 so hatte mein relativ neuer 5er g30 seit dem produktionsjahr 2/2017 noch kein update! Im neuen 3er gibt es zum beispiel den driving assistent pro. Im 5er nur plus. Der pro sei deutlich besser aber update fehlanzeige. Die musikfestplatte hat gerade mal 20 gb(!). Heute wo ein 64 gb usb-stick 30 fr kostet. Das display im auto kann zwar sms anzeigen aber nicht watsapp. Trotz SIM-Karte im auto muss man das naviupdate auf den stick laden und aufwändig updaten. Spotify funktioniert mässig. Jammern auf hohem niveau: ja. Aber von einem 114000 fr premiumauto kann man mehr erwarten.
  • andrew1 17.05.2019 09:15
    Highlight Highlight Derzeit ist bmw und die übrigen deutschen premium hersteller sehr gut unterwegs.
    https://www.bimmertoday.de/2019/05/06/april-2019-bmw-deutschland-steigert-absatz-um-174-prozent/

    Allerdings sehe ich 3 probleme: 1. Das man bei der elektromobilität nicht schritthalten kann und andere hersteller z.b aus china günstiger und besser sind.
    2. Bei der elektromobilität fehlen die emotionen und somit die positionierung. Wenn elektromobile viel nüchterer betrachtet werden als mittel zum zweck. Weshalb noch premiummarken kaufen?
    3 it rückstand bmw: bmw kann autos bauen aber ist it-mässig schwach 1/2.
  • mrguinness1759 17.05.2019 08:54
    Highlight Highlight hmm anschluss an das elektroauto verschlafen oder abgewartet bis die ersten versuche gemacht sind, dass man daraus lernen kann?
    https://www.volkswagen.ch/e-mobility/de/id-familie/id.html
    • pontian 17.05.2019 09:22
      Highlight Highlight Klar verschlafen. Tesla ist in der Batterietechnik 10 Jahre voraus. Der neue Audi e-tron kann den Tesla-Modellen einzig bei der Rekuperation das Wasser reichen. Ansonsten gibts zwar (wie ein Tester süffisant sagte) 12 Varianten an Lenkrädern zur Auswahl, aber was Verbrauch und Reichweite angeht hinkt er ganz weit hinterher.
    • Coffeetime 17.05.2019 09:50
      Highlight Highlight Nicht ganz das Thema aber ein Kollege der im Autoreparaturservice (alle Marken) unterwegs ist meinte, die deutschen Autos seien schon lange nicht mehr qualitativ so gut, sie würden vom früheren Namen leben... asiatische Autos seien viel besser verarbeitet, sind günstiger und hätten die besseren Garantiemodelle... 🤔
    • pontian 17.05.2019 10:33
      Highlight Highlight Auch nicht ganz das Thema, aber hier noch der Test Tesla X gegen Audi e-tron für die, welche das interessiert:

      Play Icon
    Weitere Antworten anzeigen
  • My Senf 17.05.2019 08:39
    Highlight Highlight Ach der Sinn, Vertreter der Jammer-Wirsindbesseralsalleandern Deutschen.

    2014 waren die Griechen schuld. Jetzt sind es die Franzosen. Der Diesel ist gut weil es deutsche Ingenieurskunst ist! (AfD Positionen)
    Der hat doch tatsächlich gesagt, dass die Franzosen nur Elektromotoren bauen können weil diese weniger kompliziert sind. Beim Diesel muss man schon Intelligenz haben!? Und der darf in Luzern unterrichten?
    Dann kommt noch der Weber und sagt es tat ihm weh als er Notre Dame brennen sah obwohl es eine französische Kathedrale ist!?
    Immer die anderen sind schuld. Kommt nicht gut
  • Karl33 17.05.2019 08:38
    Highlight Highlight In Deutschland kommt der Wohlstand schlicht in den unteren Schichten nicht an. Das jetzt als Angst abzutun, ist ein perfider populistischer Trick.
  • Ikarus 17.05.2019 08:14
    Highlight Highlight Topmanager die von einem hochlohnland reden sind einfach nur zum kotzen. Diese leute verdienen ungerechtfertigt millionen und lassen die unterschicht ausbluten, dabei sind es genau die, die konsumieren und die wirtschaft am leben erhalten.

    Es muss mehr geld verteilt werden, und nicht an parasitären aktionären sondern an die arbeiter die das geschäft erst erfolgreich machen
    • Der Kritiker 18.05.2019 05:52
      Highlight Highlight parasitäre aktionäre?
    • Nurmalso 18.05.2019 12:00
      Highlight Highlight Wir brauchen Menschen die den Ton angeben und denen wir folgen dürfen die andern 99% zahlen und folgen.

      So war es schon immer und so wird es immer bleiben sich 2019 darüber aufzuregen macht weder 1939 gut noch 2076
  • Fernrohr 17.05.2019 08:13
    Highlight Highlight Vor allem in der Fahrzeugindustrie machen sich die Fehler des Systems 'Deutschland AG' bemerkbar. Die grössten Auto- und LKW-Hersteller bestimmen die Normen und der Gesetzgeber führt es aus. Da braucht's keine Innovationen mehr.
  • Reto32 17.05.2019 08:03
    Highlight Highlight Austeritätspolitik ist nicht nutzlos, sie wird nötig wenn ein Staat seine Schulden nicht unter Kontrolle bringen kann - und von denen gibt es ein paar in Europa. Das ist auch eine politische Vertrauensfrage.
    • Karl33 17.05.2019 08:40
      Highlight Highlight Reto, Austeritätspolitik entmachten die Mitsprache der Bürger und gibt die Macht den Geldgebern und den Privatisierern. Fiskalpolitik wird in der Austeritätspolitik als wichtigstes Thema erachtet, Sozialpolitik, Bildung etc ist nebensächlich. Grundlage jeder neoliberaler Politik.
    • Reto32 17.05.2019 09:36
      Highlight Highlight Im Gegenteil, wenn man seine Schulden nicht mehr im Griff bekommt wird man zum Spielzeug seiner Gläubiger - wie Griechenland es der Eurogruppe war. Wie die Griechen das erste Hilfspaket per Abstimmung ablehnten, es aber trotzdem bekamen, weil die Bürger die Herrschaft über die eigenen Finanzen schlicht verloren hatten.

      Sozial- und Bildungspolitik hat damit nichts zu tun, die Staatsquote kann nach Bedarf angepasst werden.
  • ichibansenshi 17.05.2019 07:50
    Highlight Highlight Siehe BMW. Mein neues Auto ist nicht mal mit Android kompatibel. Scheint banal zu sein, aber wenn man den Marktanteil von Android Geräten bedenkt ist das eher fatal.
    • Midnight 17.05.2019 08:20
      Highlight Highlight Das kommt dann schon noch. Es lässt sich dann allerdings nicht nachrüsten, statt dessen muss man sich ein neues Auto kaufen.

      Selber so erlebt. Das Auto war gut, die Firmenphilosophie dahinter war hundsmiserabel!

      Bei den restlichen Vertretern der deutschen Automobilindustrie sieht's leider nicht viel besser aus.

      Siehe Dieselskandal: Nachrüsten der Abgasanlage wird in Europa wegen "Unmachbarkeit" unterbunden. Die Lösung der Industrie und Politik: Neues Dieselauto kaufen (nennt sich dann "Umtauschprämie").

      In den USA ist ein Nachrüsten derselben Autos aber möglich und vorgeschrieben. Hä? 🤨
  • 7immi 17.05.2019 07:43
    Highlight Highlight In der vernetzten Fertigung (Industrie 4.0) sind die Deutschen ziemlich gut dabei - bei den KMUs. Die Grosskonzerne wie zb. Daimler haben aber ein Problem: Die Gewerkschaften. Das Geld und Wissen wären vorhanden. Dennoch müssen die Konzerne bei Eröffnung eines neuen Werks Arbeitsstellen garantieren. Somit wird die Digitalisierung ausgebremst. Es gibt auch Musterunternehmen wie zb Festo. Dort hat man einfach ein neues, digitalisiertes Werk gebaut und so den Arbeitsstellenschutz umgangen.
  • Grossmaul 17.05.2019 07:42
    Highlight Highlight Digitalisierung verpasst? Durchaus. Kann man nachholen. Unterstützt die Leute mit frischen Ideen und sortiert die digitalen Aliens in der Politik langsam aus.
    Ratschläge von Accenture? Genau hinschauen.
    Askese? Solange sie nicht die Kleinverdiener trifft, gerne.
    Die Linken? Gibt es die überhaupt noch?
  • Platon 17.05.2019 07:41
    Highlight Highlight Diese ganze Angstmacherei ist einfach nur zynisch. Gerade Sinn ist ein Ökonom, der seit Jahrzehnten das neoliberale Mantra von Sozialabbau und Steuersenkungen predigt. Die deutsch Wirtschaft hat von der Agenda 2010 bestimmt profitiert, aber wer? Deutschland hat den grössten Niedriglohnsektor in Europa. Erzählt diesen Leuten mal, dass ihr Land gerade beste Jahre gesehen hat. Eine Verarschung der hart arbeitenden Bevölkerung ist das. Und die Eliten geben noch unverblümt zu, dass es ihnen saugut erging die letzten Jahre, es reichte einfach nicht für alle. Und jetzt soll wieder gespart werden?!
    • Karl33 17.05.2019 08:42
      Highlight Highlight Krass ist ja, dass die SPD die neoliberale Politik in Deutschland etabliert hat. Ein SPD-Minister damals zur Frage, ob die Austeritätspolitik auch Nachteile haben kann, er: Keine. Die Ungleichheit ist die Folge. Hausgemacht von der rot-grünen und der Groko-Politik.
  • El Vals del Obrero 17.05.2019 07:33
    Highlight Highlight Das "sparen und leiden" sowie kein "kein Hochlohn" oder auch das ständige "es braucht Reformen" gilt natürlich nur für die unteren Gesellschaftsschichten. Selbst "der Mönch" wird ja privat nicht in Askese gelebt haben.

    Und da sich die Linke (unabsichtlich, durch Akademisierung usw.) auch weitgehend von diesen Schichten entfernt hat und sich lieber auf "einfachere" Themen wie Frauenstreiks etc. konzentriert (das braucht es *auch*, aber nicht *nur*), werden die dann das Futter für die Rechtspopulisten (die die Probleme noch erhöhen).
    • Julian Roechelt 17.05.2019 07:43
      Highlight Highlight Unabsichtlich?
      Linke scheuen seit Langem reale Arbeit wie der Teufel das Weihwasser.
    • koks 17.05.2019 09:31
      Highlight Highlight Die Linke (SPD) ist in Deutschland stärkster Treiber der neoliberalen Wende in den 90ern. Hartz 4, Privatisierungen auf kommunaler Ebene... das Vermächtnis der SPD.
    • El Vals del Obrero 17.05.2019 14:13
      Highlight Highlight Und das Verrückte ist ja, die Rechtspopulisten fordern ja auch Privatisierungen ("Staat ist schlecht") und Sozialabbau ("die Parasiten sollen halt arbeiten"/"keine Sozialindustrie").

      Aber sie schaffen es frustrierten oder ängstlichen Menschen Anerkennung zu bieten:
      "Du arbeitest hart und bist so fleissig und wichtig und alle ignorieren dich, ausser wir." (natürlich auch nur durch geschickte PR).

      Und wenn die Leute diese Anerkennung bekommen, kommt es auf die eigentlichen Inhalte gar nicht mehr drauf an.
  • Ökonometriker 17.05.2019 07:27
    Highlight Highlight Wer das glaubt, der möge doch ein wenig in die USA und nach China gehen.
    Die Wirtschaft besteht weder hüben noch drüben nur aus Grosskonzernen - die meisten arbeiten in KMUs. Deutsche KMUs sind bei der Digitalisierung gut dabei. Noch besser dastehen könnte Europa, wenn wieder mehr Wirtschaftspolitik für KMUs statt für Grosskonzerne gemacht würde.
  • Scaros_2 17.05.2019 07:25
    Highlight Highlight Das Problem in Deutschland ist Hausgemacht. Die Infrastruktur dieses grossen Land leidet. Noch immer gibt es Gebiete, die kein 3G netzwerk haben etc.

    Firmen wie SAP wissen derzeit nicht einmal selbst (weis ich durch Insider) wie sie ihr Produktportfolio rund um S4/HANA weiterziehen wollen und liegen arg im Klinch mit sich selbst.

    Die Autoindustrie hat den Zeitpunkt verpasst und würde lieber weiter auf diesel/Benziner setzen. Lernte man früher mal mit Porter - eigentlich Basics - dass man Innovativ sein muss.

    Mal schauen wie DE weitermachen wird.
  • namib 17.05.2019 07:23
    Highlight Highlight Dass die Kompetenz in Sachen Elektromobilität nicht in Europa zu finden ist, ist unbestritten. Die Autokonzerne sind von chinesischen und koreanischen Batterielieferanten abhängig.
    Im Technologiesektor fällt zudem auf, dass in den USA im ersten Quartal Börsengänge stattgefunden haben im Umfang von 140 Mrd Dollar (Marktkapitalisierung). Der ganze deutsche Technologiesektor ist heute mit 170 Mrd bewertet.
    Die europäischen Banken kämpfen auch heute immer noch mit den Folgen der GFC. JP Morgan ist mehr als 12 x so viel wert wir Deutsche und Commerzbank zusammen!
    Die Sorgen sind berechtigt.

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