Wirtschaft
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Stadler Rail macht weniger Umsatz, hat aber neue Märkte im Visier



Der Schienenfahrzeughersteller Stadler Rail hat im vergangenen Jahr die Folgen des Frankenschocks gespürt. Der Umsatz und der Auftragseingang gingen leicht zurück. Chef und Inhaber Peter Spuhler sieht aber keinen Grund, Trübsal zu blasen.

Bussnang, 19.6.2015, Inland - BMK Stadler Rail, CEO Peter Spuhler an der Jahresmedienkonferenz der Stadler Rail. Portrait von Peter Spuhler in der Endmontage der Stadler Rail. (Melanie Duchene/EQ Images)

Stadler-CEO Peter Spuhler. Bild: Melanie Duchene

Der Umsatz lag mit 1.76 Milliarden Franken gut 100 Millionen tiefer als 2015, wie Stadler Rail am Montag am Hauptsitz in Bussnang TG informierte. Rückläufig waren die Umsätze in der Schweiz und in Deutschland, während Stadler Rail in Fokusmärkten wie Polen, Ungarn, Italien, Niederlande und Skandinavien zulegte.

Der Auftragseingang lag mit 2.1 Milliarden Franken tiefer als 2013 und 2014, als der Schienenfahrzeugbauer noch Aufträge von 2.6 Milliarden respektive 2.9 Milliarden Franken akquirierte. Dennoch bezeichnete Stadler den Auftragseingang als gut.

Schwerwiegender seien aber die Auswirkungen der Wechselkursverwerfungen, hiess es. Dies habe zu einem massiven Einbruch der Margen geführt. Der erneute Frankenschock habe Stadler über 100 Millionen Franken gekostet.

Werke mehrheitlich gut ausgelastet

Stadler-Rail-Chef Peter Spuhler zeigte sich an der Medienkonferenz zufrieden. Die Auslastung der Standorte sei mehrheitlich gut. Einzig das Werk in Minsk war als Folge der Erdöl- und Erdgaskrise und der damit verbundenen Rubelkrise schlecht ausgelastet, so dass Stadler dort den Mitarbeiterbestand reduzieren musste.

Auch das Werk in Bussnang TG benötige weitere Aufträge, um auch im Jahr 2017 genügend ausgelastet zu sein. 2016 sei man gut gestartet, sagte Spuhler. Aufträge von fast einer Milliarde Franken, unter anderem von der Südostbahn (SOB) und der Regionalbahn Bern-Solothurn (RBS), seien in den vergangenen Monaten eingegangen.

Aufgrund der Währungskrise in der Schweiz und der Rubelkrise in den GUS-Staaten hat sich Stadler im vergangenen Jahr neu ausgerichtet und will diese Strategie auch 2016 vorantreiben. Der Eintritt in neue Marktsegmente wie Hochgeschwindigkeit, Metro und Lokomotiven sei mit dem Zuschlag des SBB-Auftrags für 29 «Giruno»-Züge für die Gotthardstrecke bereits gelungen.

So sieht der neue SBB-Hochgeschwindigkeitszug aus

Neue Märkte im Visier

Auch in neuen geografischen Märkten fasst Stadler derzeit Fuss: Zur strategischen Neupositionierung gehörten etwa der Ausbau der Aktivitäten und die Gründung einer lokalen Fertigung in den USA oder ein Neueintritt in Grossbritannien und Australien, hiess es.

Als bedeutendstes Ereignis im vergangenen Jahr bezeichnete Stadler die Übernahme des Lokomotivengeschäfts «Rail Vehicles» von Vossloh in Valencia. Der spanische Lokomotivenhersteller beschäftigt rund 850 Mitarbeiter. Mit der Übernahme wuchs Stadler auf knapp 7000 Mitarbeiter und beschäftigt erstmals mehr Personen im Ausland als in der Schweiz.

2016 stehe im Zeichen des Produktionsstarts für den Hochgeschwindigkeitszug Giruno/EC250 für die SBB, hiess es weiter. Der Roll-out des ersten Giruno ist für Frühling 2017 geplant, und ab 2019 sollen die Züge im regulären Fahrplan durch den Gotthardtunnel fahren.

(sda)

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