Wirtschaft
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ZUR PRODUKTION DER SCHWEIZER SCHOKOLADE RAGUSA STELLEN WIR IHNEN HEUTE, 4. MAERZ 2015, FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Production of Ragusa chocolate at the Swiss chocolate maker Chocolats Camille Bloch SA in Courtelary in the Bernese Jura, Switzerland, pictured on January 27, 2015. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Schweizer Export-Produkte werden für das Ausland immer teurer.  Bild: KEYSTONE

Frankenstärke: Schweizer Exporte sinken im ersten Quartal um 1,4 Prozent



Nach Aufhebung des Euro-Mindestkurses ist der Schweizer Aussenhandel zwar nicht eingebrochen. Aber er schwächelt, nahmen doch die Exporte in den ersten drei Monaten 2015 um 1,4 Prozent auf 50,6 Mrd. Fr. ab, wie die Eidgenössische Zollverwaltung mitteilte.

Weil die Exportgüterpreise gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 0,4 Prozent stiegen, sanken die Ausfuhren teuerungsbereinigt gar um 1,7 Prozent. Allerdings weise die Mehrheit der Branchen im Sog der Frankenstärke niedrigere Preise aus, schreibt die Zollverwaltung.

Auch umsatzmässig erlitten zwei Drittel der Exportbranchen eine Einbusse. Am deutlichsten fiel der Rückgang bei der Papier- und Grafischen Industrie (nominal -13,1 Prozent) aus. Es folgen die Kunststoffindustrie (-8,8 Prozent) und die Maschinen- und Elektronikindustrie (-6,5 Prozent).

Zulegen konnten hingegen die Exporteure von Präzisionsinstrumenten (+2,6 Prozent) und die Uhrenindustrie (+3,1 Prozent). Bei den Bijouterie- und Juwelierwaren kletterten die Exporte gar um 21,7 Prozent, was die Zollverwaltung zum Teil mit Sortimentsverschiebungen erklärt.

ARCHIV - Eine Filiale des Uhrenherstellers Swatch an der Zuercher Bahnhofstrasse, aufgenommen am Mittwoch, 21. August 2002. - Der weltgroesste Uhrenkonzern Swatch hat 2014 deutlich weniger verdient. Der Reingewinn fiel gegenueber dem Vorjahr um 26,6 Prozent auf rund 1,4 Mrd. Franken. Der Umsatz des Konzerns mit seinen 20 Marken weitete sich netto um 3,0 Prozent auf 8,7 Mrd. Fr. aus, wie die Swatch Group am Donnerstag mitteilte. Zu konstanten Wechselkursen waere Swatch um 4,5 Prozent gewachsen, Waehrungseffekte drueckten die Erloese aber um 1,5 Prozent oder 138 Mio. Franken. (KEYSTONE/Eddy Risch)

Die Uhrenindustrie konnte leicht zulegen.  Bild: KEYSTONE

Rückgang um 5 Prozent in Europa

Nach Kontinenten war der Exportrückgang nach Afrika (-12 Prozent) am höchsten. Der Versand nach Europa – mit einem Anteil von 57 Prozent der klar wichtigste Markt – nahm um 5 Prozent ab. Dagegen erhöhten sich die Lieferungen nach Asien und Nordamerika um je 6 Prozent.

Bei den Einfuhren resultierte wechselkursbedingt ein deutlicher Preisrückgang von 5,1 Prozent, insbesondere weil im Jahresvergleich Energieträger billiger wurden. Damit schrumpften die Importe nominal um 4,4 Prozent auf 42,4 Mrd. Franken, während preisbereinigt ein leichtes Plus von 0,8 Prozent resultierte. Die Handelsbilanz erreichte so einen Überschuss von 8,2 Mrd. Franken.

Im März stiegen die Ausfuhren um 3,2 Prozent (real: +4,2 Prozent) auf 17,9 Mrd. Franken. Indes zählte der diesjährige März einen Arbeitstag mehr als der Vergleichsmonat im Vorjahr; bereinigt sanken die Exporte laut Zollverwaltung um 0,7 Prozent (real: +0,2 Prozent). (sda)

(sda/cma)

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