Schweizer Eier reichen nicht: Bundesrat erleichtert Import
Schweizer Hühner legen weniger Eier als Konsumentinnen und Konsumenten benötigen. Der Bundesrat hat deshalb das Zollkontingent für Eier um 15'000 Tonnen erhöht. Ab 1. Mai können Konsumeier günstiger importiert werden.
Der Bundesrat fällte den Entscheid am Mittwoch auf Antrag der Eierbranche. Das Kontingent wird um 15'000 Tonnen auf insgesamt 36'000 Tonnen erhöht. Das erlaubt es laut der Mitteilung, rund 240 Millionen Eier zusätzlich mit einem tiefen Zollsatz einzuführen.
Mehr als 200 Eier pro Person in einem Jahr
Das Zusatzkontingent wird in zwei Tranchen unterteilt, um die zur Weihnachtszeit starke Nachfrage aufzufangen. Die erste Tranche mit 9750 Tonnen wird ab 1. Mai freigegeben, die zweite mit 5250 ab 1. September. Der Eierhandel habe zugesichert, die mit inländischen Produzenten vereinbarte Menge an Eiern zu übernehmen, hiess es.
In der Schweiz steigt der Bedarf an Eiern. Im vergangenen Jahr wurden pro Kopf 209 Eier verzehrt. 2025 war damit das erste Jahr mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von mehr als 200 Eiern. Insgesamt gelangten 2025 rund 1,9 Milliarden Eier auf den Markt. Im Vergleich mit 2023 war der Bedarf um 11 Prozent höher.
Allerdings stammen auch immer mehr Eier aus dem Inland. 2025 erhöhte sich die heimische Produktion im Vergleich zum Vorjahr um fast 7 Prozent, auf 1,2 Milliarden Eier. (sda)
