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Nationalbank entscheidet: Zinsen bleiben tief – keine neue Untergrenze für den Euro

Nationalbank entscheidet: Zinsen bleiben tief – keine neue Untergrenze für den Euro

18.06.2015, 09:3518.06.2015, 16:51

Trotz Konjunktureinbruch und anhaltender Franken-Überbewertung hält die Schweizerische Nationalbank (SNB) an ihrer Geldpolitik unverändert fest. Der Zins auf Sichteinlagen wird bei -0,75 Prozent belassen.

Die negativen Zinsen machten Anlagen in Franken weniger attraktiv und «werden über die Zeit zu einer Abschwächung des Frankens beitragen», teilte die SNB am Donnerstag mit. Insgesamt sei der Franken weiterhin «deutlich überbewertet». Sie bleibe deshalb «bei Bedarf» am Devisenmarkt aktiv, bekräftigte die SNB ihre Geldpolitik, die seit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses am 15. Januar gilt.

Das Zielband für den Drei-Monats-Libor beträgt weiterhin -0,25 bis -1,25 Prozent. Beim Negativzins von -0,75 Prozent auf Giroguthaben gelten weiterhin die gleichen Freibeträge, mit denen gewisse Anlagen verschont werden.

Negativzinsen bringen der SNB monatlich 100 Millionen

Derzeit belastet die SNB Sichtguthaben von rund 155 Milliarden Franken mit dem Negativzins von 0,75 Prozent. Die anfallenden Zinsbeträge belaufen sich bisher auf zirka 100 Millionen Franken pro Monat, sagte Direktoriumsmitglied Fritz Zurbrügg am Donnerstag in Bern. (sda)

Ökonomen hatten damit gerechnet, dass die SNB ihren geldpolitischen Kurs unverändert fortsetzt. Denn womöglich wollten sich die Schweizer Notenbanker die Option einer weiteren Zinssenkung für eine Eskalation der Griechenlandkrise vorbehalten. (whr/sda)

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