Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Die Aktion ist erst in 26 Tagen beendet und bereits jetzt sind über 7500 Dollar zusammen gekommen. Bild: Screenshot  Kickstarter.com

Absurdes Kickstarter-Projekt

Wie verdient man 7500 Dollar in 4 Tagen? Indem man im Internet ankündigt, einen Kartoffelsalat machen zu wollen

«Im Grunde genommen mache ich einfach einen Kartoffelsalat. Welche Sorte, habe ich noch nicht entschieden.» Dieser Satz brachte innert weniger Tage mehr als 1000 Personen dazu, Geld zu spenden.



Wer ein Projekt auf die Beine stellen will, dafür aber nicht das nötige Kleingeld hat, kann via Crowdfunding eine Lösung finden. Das geht ganz einfach: Erkläre der Internet-Community dein Anliegen und bitte um eine kleine Spende. Verbirgt sich hinter dem geplanten Projekt noch ein gemeinnütziger oder emotionaler Aspekt – wie zum Beispiel eine Spendenaktion für ein schwerkrankes Kind – kommt meist besonders viel Geld zusammen.

Wo genau der gemeinnützige oder emotionale Aspekt bei dem Kickstarter-Projekt von Zack Danger Brown liegt, ist unklar. Nichtsdestotrotz hat er mit seinem Aufruf «Ich mache einen Kartoffelsalat» binnen weniger Tage über 7500 Dollar (= über 6700 Franken, Stand 7. Juli, 11 Uhr) gesammelt – und noch ist die Spendenaktion nicht abgeschlossen.

Bild

Der Mann hinter der Kartoffelsalat-Aktion: Zack Danger Brown. Bild: Facebook/zackdangerbrown

Der ursprüngliche Zielbetrag der Kartoffelsalat-Aktion lag bei 10 Dollar. Der Aufruf-Text dazu: «Im Grunde genommen mache ich einfach einen Kartoffelsalat. Welche Sorte, habe ich noch nicht entschieden.» Der Zielbetrag war schnell zusammen gekommen und so erweiterte Brown sein Projekt und erhöhte den Zielbetrag schrittweise.

Bei dem Betrag von 3000 Dollar lautete Browns Angebot für seine Spender folgendermassen: Besonders grosszügige Spender bekommen eine «I Love Potato Salad»-Mütze, der Salat wird mit einer qualitativ hochwertigen Mayonnaise zubereitet, das Rezept wird von einem Profikoch stammen, während er den Salat zubereitet, wird ein Live-Stream dazu online gestellt, ein professioneller Kameramann wird ein Dankeschön-Video produzieren und – last but not least – das ganze Prozedere wird in einer grossen Halle stattfinden, wo grosszügige Spender bei der Zubereitung des Kartoffelsalats dabei sein können.

Bild

Bild: Zazzle.com

Doch das kann es eigentlich noch nicht gewesen sein, denn inzwischen sind über 7000 Dollar zusammen gekommen. Langsam aber sicher sollte sich Brown überlegen, was mit diesem Betrag passieren soll. Ein neues Update auf der Seite des Kickstarter-Projektes ist also eigentlich längst fällig.

Ob es sich bei der Aktion um einen Marketing-Gag handelt, ist bis jetzt nicht klar. Will Brown möglicherweise die Kartoffel-Industrie ankurbeln? Sollte dem so sein, hätte er aber auch gleich die Karten auf den Tisch legen können. Den Beweis dafür liefert ein anderes Crowdfunding Projekt, bei dem es darum ging, sich für den biologischen Anbau von nicht-genmanipulierten Kartoffeln zu engagieren. Dabei waren damals knapp 42'000 Britische Pfund (rund 65'000 Franken) zusammen gekommen.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Influencer will gratis essen – Restaurant macht interessanten Gegenvorschlag

Es ist nicht die erste Geschichte dieser Art und wird es wohl auch nicht bleiben: Influencer, die Restaurants um kostenloses Essen bitten. Im Gegenzug versprechen sie, die Gaststätte positiv gegenüber ihrer Anhängerschaft zu erwähnen. Das kann sich für ein Etablissement durchaus lohnen und wird daher auch oft gemacht.

Manchmal aber gibt es auch Restaurants, die keine Lust auf diese moderne Art der Werbung haben. Jüngstes Beispiel dafür ist ein Restaurant aus Griechenland. Auf Twitter berichtet …

Artikel lesen
Link zum Artikel