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Affäre am Arbeitsplatz: McDonald's-Chef muss gehen

04.11.2019, 10:01

Wegen einer Affäre am Arbeitsplatz hat der Fastfood-Gigant McDonald's seinen Konzernchef Steve Easterbrook rausgeschmissen. Er habe ein «schlechtes Urteilsvermögen» in Bezug auf die Beziehung bewiesen und auch wenn sie einvernehmlich sei, gegen den Unternehmenskodex verstossen, teilte McDonald's mit.

Muss gehen: McDonald's-CEO Steve Easterbrook.
Muss gehen: McDonald's-CEO Steve Easterbrook.Bild: AP

«Dies war ein Fehler», räumte Easterbrook in einer Stellungnahme ein. «Angesichts der Werte des Unternehmens stimme ich dem Vorstand zu, dass es Zeit ist für mich, zu gehen.» Der 51-jährige McDonald's-Manager Chris Kempczinski wurde mit sofortiger Wirkung zu seinem Nachfolger ernannt.

Im Zuge der #MeToo-Debatte, in der Fälle von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz an den Pranger gestellt werden, wird in den USA das Verhalten von Führungskräften strenger unter die Lupe genommen. Im Juni 2018 stolperte auch Intel-Chef Brian Krzanich über die Romanze mit einer Angestellten.

McDonald's war bereits im vergangenen Jahr wegen des Vorwurfs in die Schlagzeilen geraten, nicht streng genug gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz vorzugehen. Vielmehr würden Mitarbeiter unter Druck gesetzt, die solche Vorfälle meldeten.

Easterbrook kann derweil einige Erfolge im Unternehmen für sich verbuchen. So haben sich McDonald's-Aktien während seiner seit 2015 laufenden Amtszeit in etwa verdoppelt. Allerdings hatte der Konzern zuletzt das erste Mal seit zwei Jahren die Gewinnschätzungen der Wall Street verfehlt.

Grund waren hohe Investitionen in den Umbau der Restaurantkette, die sich auf das veränderte Verhalten der Kunden im Zuge eines höheren Gesundheitsbewusstseins einstellt. (sda/awp/reu)

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26 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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uhuhu
04.11.2019 10:57registriert Januar 2019
Wenn die Werte des Unternehmens dermassen hoch sind, dass es nicht einmal eine einvernehmliche Beziehung zwischen zwei Mitarbeitern verträgt, dann frage ich mich, wieso sich McDo nicht mehr für gesunde Ernährung einsetzt.
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Pitefli
04.11.2019 10:20registriert April 2019
Wie scheinheilig. Anscheinend war es eine einvernehmliche Beziehung und keine Affäre. Was hat das mit meetoo zu tun? Müssen sich heute alle auf Tinder und co. kennenlernen?
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Naraffer
04.11.2019 11:04registriert März 2014
Ich habe meine Frau am Arbeitsplatz kennengelernt, das wäre nach #Metoo wohl schwierig geworden. Da haben wir Glück gehabt, war damals flirten noch legal.
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