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GameStop-Hype geht in die nächste Runde



Pedestrians pass a GameStop store on 14th Street at Union Square, Thursday, Jan. 28, 2021, in the Manhattan borough of New York. Robinhood and other online trading platforms are moving to restrict trading in GameStop and other stocks that have soared recently due to rabid buying by smaller investors. GameStop stock has rocketed from below $20 to more than $400 this month as a volunteer army of investors on social media challenged big institutions who has placed market bets that the stock would fall. (AP Photo/John Minchillo)

Der Game-Laden ist im Zentrum eines Wall-Street-Sturms. Bild: keystone

Nach einem Rekord-Tagesverlust von gut 44 Prozent steht GameStop vor einem erneuten dreistelligen prozentualen Kurssprung. Die Papiere des Videospiele-Händlers stiegen im vorbörslichen US-Geschäft um mehr als 100 Prozent. Zuvor hatten mehrere Brokerhäuser auf öffentlichen Druck hin ihre Beschränkungen für den Handel mit den Papieren gelockert.

In den vergangenen beiden Wochen stieg der GameStop-Kurs um insgesamt rund 2000 Prozent. Auslöser der Rally waren konzertierte Käufe von Kleinanlegern. Sie zwangen grosse Hedgefonds, ihre Wetten auf einen Verfall der Papiere in grossem Stil aufzulösen. Dies trieb die Aktien in die Höhe und einige Fonds an den Rand des Ruins.

«Unglücklicherweise ist dies kein Einzelfall», sagte Randy Frederick, Manager beim Brokerhaus Charles Schwab. «Die Leute werden versuchen, das mit anderen Werten zu wiederholen.» Ähnlich äusserte sich Andrea Cicione, Chef-Anlagestratege des Research-Hauses TS Lombard. «Solche Dinge kommen üblicherweise in Wellen.»

In den vergangenen Tagen hatten Firmen wie die deutsche Biotechfirma Evotec, die US-Kinokette AMC oder der finnische Netzwerk-Ausrüster Nokia aus den gleichen Gründen wie GameStop massive Kursgewinne verbucht. Diesen Unternehmen ist gemein, dass Hedgefonds in grossem Stil auf einen Preisverfall spekulieren. Die Experten der Bank JPMorgan haben 45 Werte ausgemacht, die anfällig für ähnliche Kurskapriolen sind. Zu dieser Liste gehört zum Beispiel die US-Restaurantkette Cheescake Factory. (sda/awp/reu)

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