DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Twitter-Mitgründer Jack Dorsey gibt Chefposten ab

29.11.2021, 17:0229.11.2021, 17:15
Twitter-Mitgründer Jack Dorsey
Twitter-Mitgründer Jack Dorsey Bild: keystone

Twitter-Mitgründer Jack Dorsey gibt den Chefposten bei dem Online-Dienst auf. Nachfolger soll der bisherige Technikchef Parag Agrawal werden, wie das Unternehmen aus San Francisco am Montag bekanntgab.

Zuvor hatte der Sender CNBC berichtet, dass der 45-Jährige sich von der Firmenspitze zurückziehen wolle. Die Twitter-Aktie startete daraufhin in den US-Handel mit einem Plus von gut zehn Prozent.

Dorsey stand zuletzt seit 2015 an der Twitter-Spitze. Er gilt als Erfinder des Kurznachrichtendienstes: Dorsey hatte 2006 den allerersten Tweet abgesetzt. Er führte die Firma in der Anfangszeit von Mai 2007 bis Oktober 2008. Danach gründete er den Bezahldienst Square und trat bei Twitter kürzer. Seit der Rückkehr an die Twitter-Spitze führte er beide Unternehmen gleichzeitig – eine Doppelbelastung, die bei einigen Investoren Bedenken auslöste. Dorsey musste geschäftlichen Zielmarken zustimmen, um sie zu besänftigen.

Raus aus den roten Zahlen

Unter seiner Führung gelang es Twitter, weitgehend aus den langjährigen roten Zahlen herauszukommen – auch wenn zuletzt eine Vergleichszahlung nach einer Investorenklage wieder für einen hohen Verlust sorgte. Zugleich kommt Twitter mit seinem Geschäftsmodell, bei dem Werbekunden für Geld Tweets in die Timeline der Nutzer bringen können, nicht annähernd an die Anzeigenerlöse von Facebook heran.

Im US-Wahlkampf 2020 und der Pandemie ergriff Twitter unter Dorsey eine harte Position gegen Falschinformationen über Impfstoffe und Donald Trumps Behauptungen, der Sieg im Rennen ums Weisse Haus sei ihm durch Betrug gestohlen worden. Dorsey wurde deswegen von den Republikanern in Anhörungen im US-Kongress angegriffen. (aeg/sda/awp/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Nokia, LinkedIn und nun Activision Blizzard: Das sind Microsofts teuerste Firmenübernahmen
Von Nokia über Skype bis LinkedIn: Die neun grössten Firmenübernahmen der Microsoft Corporation im Überblick.

Es ist die mit Abstand grösste Übernahme in der Spielebranche: Am Dienstag wurde bekannt, dass Microsoft bereit ist, fast 70 Milliarden Dollar für Activision Blizzard hinzulegen. Der wegen Sexismus-Klagen höchst umstrittene Videospiel-Konzern mit Sitz in Santa Monica, Kalifornien, ist zugleich die weitaus teuerste Firmenübernahme des Windows-Konzerns. Für LinkedIn beispielsweise berappte Microsoft 2016 rund 26 Milliarden Dollar.

Zur Story