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Briten verbieten Übernahme von Chip-Hersteller durch Chinesen

Wegen nationaler Sicherheit: Briten verbieten Übernahme von Chip-Hersteller durch Chinesen

Die britische Regierung hat die vollständige Übernahme eines britischen Halbleiterunternehmens durch ein chinesisch kontrolliertes Unternehmen verboten.
17.11.2022, 04:4417.11.2022, 06:15

Handelsminister Grant Shapps legte am Mittwoch nach Regierungsangaben sein Veto gegen die Übernahme des grössten britischen Chip-Herstellers Newport Wafer Fab durch das Unternehmen Nexperia ein. Grund der Entscheidung sei eine umfassende Bewertung der nationalen Sicherheit.

epa10278806 Business Secretary Grant Shapps attends a cabinet meeting at Downing Street in London, Britain 01 November 2022. EPA/NEIL HALL
Der britische Handelsminister Grant Shapps.Bild: keystone

Shapps wies Nexperia an, mindestens 86 Prozent der Anteile an dem walisischen Halbleiter-Unternehmen zu verkaufen, um mögliche Gefährdungen der nationalen Sicherheit abzuwenden, erklärte ein Regierungssprecher.

Das Unternehmen Nexperia hat seinen Sitz in den Niederlanden, befindet sich jedoch im Besitz des chinesischen Smartphone-Herstellers Wingtech. Nexperia hatte Newport Wafer Fab im Juli vergangenen Jahres gekauft.

Der Kauf eines der führenden britischen Industrieunternehmens durch eine chinesische Firma war in Grossbritannien angesichts wachsender Spannungen zwischen London und Peking auf erhebliche Kritik gestossen. (sda/afp)

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9 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Menel
17.11.2022 07:09registriert Februar 2015
Und unsere Regierung läd unsere Daten in eine chinesischen Cloud 🤦‍♀️
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«Wenn vieles gleichzeitig schief geht, könnte es zum grossen Crash kommen»
Martin Wolf ist Mitherausgeber und Chef-Kommentator der einflussreichen «Financial Times». Mit watson sprach er am St. Gallen Symposium über die grossen Herausforderungen der globalen Wirtschaft – und zeigte sich dabei überraschend optimistisch.
Sie sagten zu Beginn des Jahres, Sie machen sich mehr Sorgen um die Politik als um die Wirtschaft. Seither ist einiges passiert, wir haben eine Energiekrise, es drohen Lieferkettenunterbrüche und die Inflation ist zurück. Würden Sie das heute immer noch so sagen?
Martin Wolf:
Zu dieser Frage habe ich zwei Antworten. Die erste: Es handelt sich hier nicht um eine ökonomische Krise im eigentlichen Sinne, vielmehr ist es das Spiegelbild einer politischen Krise.
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