Wirtschaft
International

Trump wollte Zoll-Rückzahlungen aufschieben – Gericht lässt ihn abblitzen

Trump wollte Zoll-Rückzahlungen aufschieben – Gericht lässt ihn abblitzen

Die US-Regierung von Donald Trump ist vor einem Berufungsgericht damit gescheitert, die Rückzahlung milliardenschwerer Zolleinnahmen vorläufig aufzuschieben.
03.03.2026, 02:5603.03.2026, 07:33

Das Bundesberufungsgericht (United States Court of Appeals for the Federal Circuit) wies am Montag einen Antrag zurück, den Beginn des Verfahrens zur Rückerstattung um mehrere Monate zu verzögern.

epa12763418 US President Donald J. Trump speaks about the Supreme Court's striking down of most of his tariffs during a press conference in the briefing room at the White House in Washington, DC, ...
Donald Trump kassiert eine weitere Niederlage vor Gericht.Bild: keystone

Hintergrund ist das Urteil des Obersten US-Gerichts, das bestimmte von der Regierung verhängte Zölle für rechtswidrig erklärt hatte. In der Folge könnten Importeure Anspruch auf Rückzahlungen in Milliardenhöhe haben. Die Regierung argumentierte in einem am Freitag eingereichten Antrag, es bestünden noch offene Rechtsfragen, die zunächst geklärt werden müssten.

Mit der Entscheidung vom Montag bleibt es jedoch dabei, dass das Verfahren vor dem Handelsgericht, dem U.S. Court of International Trade, fortgesetzt wird. Dies soll nun festlegen, wie und in welchem Zeitrahmen die Rückzahlungen abgewickelt werden.

Trumps Niederlage vor dem Supreme Court

Im Februar hatte US-Präsident Donald Trump im Streit um seine aggressive Zollpolitik eine Niederlage vor dem Supreme Court kassiert. Die Entscheidung schränkt präsidiale Befugnisse in der Handelspolitik, die Trump bislang für sich beansprucht hatte, stark ein. Betroffen sind alle Zölle, die Trump unter Berufung auf das Notstandsgesetz IEEPA etabliert hatte.

Die Richter stellten klar, dass das US-Parlament allein die Befugnis hat, Steuern und Zöllen zu erheben. Das Notstandsgesetz ermächtige den Präsidenten zwar, bei nationalen Notlagen den Aussenhandel zu regulieren, aber nicht zur Erhebung von Zöllen. (dab/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
19 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
HerrLich
03.03.2026 06:23registriert Mai 2015
Und das Beste: die Verbraucher haben die Aufschläge selber bezahlt (96%). Die Importeure verdienen sich jetzt eine goldene Nase. Gut gemacht, Tonald Dump. Ps: was ist mit den Trump-Epstein-Files ?
961
Melden
Zum Kommentar
avatar
sivetech
03.03.2026 05:53registriert April 2020
Dementia Don wird in die Geschichtsbücher eingehen, nicht etwa als Friedenspräsident; jedoch als der schlechteste Präsident, welcher die USA zu Fall brachte.
931
Melden
Zum Kommentar
avatar
butlerparker
03.03.2026 05:12registriert März 2022
Die Staatsverschuldung wird explodieren, der $ wird zu einer Esperantowährung werden, wie es einst dem € prophezeit wurde. Auch das wird gewaltige Verwerfungen mit sich bringen. Auch für uns hier in der CH, weil der CHF die wirklich letzte Fluchtwährung ausser dem Gold ist.DT zieht die Welt ins Chaos + Infantino verleiht Friedenspreise. Nach dem Angriff auf Iran müssten eigentlich beide zurücktreten.
732
Melden
Zum Kommentar
19
Mieten und Mobilität wurden in der Schweiz 2025 teurer
Die Kosten für Wohnen und für Mobilität in der Schweiz haben sich insgesamt über das vergangene Jahr leicht verteuert. Deutlicher zugenommen haben dabei die Mietpreise.
Im Februar 2026 lagen gemäss dem vierteljährlich erhobenen «Womo-Preisindex» die Preise für das Wohnen und die Mobilität in der Schweiz um 0,2 Prozent höher als ein Jahr davor, wie das Vergleichsportal Comparis am Donnerstag mitteilte. Die offizielle Teuerung gemäss dem Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) des Bundesamtes für Statistik (BFS) lag im Februar bei 0,1 Prozent.
Zur Story