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So schamlos wollte Audi wirklich manipulieren

Im Dieselskandal um Audi gibt es weitere Enthüllungen: Die VW-Tochtermarke wollte demnach viel weitreichender täuschen als bislang bekannt. Dafür waren weitere Massnahmen geplant.

Markus Abrahamczyk / t-online



epa07096685 (FILE) - Audi cars are seen ahead of the balance sheet press conference at the company's headquarters in Ingolstadt, Germany, 15 March 2017 (reissued 16 October 2018). According to reports, German carmaker Audi has accepted to pay a fine of 800 million Euros over illegal software manipulation of Diesel cars.  EPA/CHRISTIAN BRUNA

Bild: EPA/EPA

Ein Artikel von

T-Online

Offenbar sind noch längst nicht alle Täuschereien von Audi aufgedeckt: Der Autobauer wollte nicht nur die Zulassungsbehörden täuschen, berichtet die Tagesschau auf ihrer Website.

Demnach gingen die Absichten noch um einiges weiter. Auch bei Abgastests von Umweltbehörden und des Verkehrsclubs ADAC sollten die Autos sauberer erscheinen als sie sind. Dazu habe Audi eine entsprechende Strategie entwickelt, wie unter anderem aus internen E-Mails aus dem Jahr 2009 hervorgehe.

Konkret ging es den Audi-Entwicklern um zwei Tests: den Artemis-Test des Umweltbundesamtes und den Eco-Test des ADAC. In beiden erreichten die Diesel-Modelle des Herstellers bis dahin offenbar ungenügende Ergebnisse.

So wollte Audi täuschen

Das sollte sich ändern. Dazu sollten die getesteten Modelle jeweils erkennen, ob sie den Prüfzyklus der Behörde oder des Autoclubs durchlaufen, und ihren Verbrauch und Schadstoffausstoss für die Dauer des Tests senken. Da sich die einzelnen Tests voneinander unterscheiden, sollten die Autos in der Lage sein, jeden der verschiedenen Testmodi zu erkennen.

Die Audi-Entwickler diskutierten dem Bericht zufolge verschiedene Möglichkeiten. Letztlich sollten die Fahrzeuge den Testmodus anhand einer «Fahrkurven- und Lenkwinkelerkennung» identifizieren. Nach dem Ende der Prüffahrt sollte das Auto auf einen anderen Betriebsmodus umschalten – und damit wieder auf den höheren Schadstoffausstoss. Im Modelljahr 2011 sollte die Massnahme umgesetzt werden.

«Aufdeckungswahrscheinlichkeit» wurde abgewogen

Unter anderem habe man bei Audi auch die «Aufdeckungswahrscheinlichkeit» dieser Strategie abgewogen. Den Entwicklern war offenbar bewusst, dass sie sich auf dünnem Eis bewegen. tagessschau.de zitiert die Warnung aus einer Audi-internen E-Mail: «Die mitgeschickte Präsentation bitte gleich wieder löschen (...). Das Ding darf nicht in falsche Hände geraten!»

Ob der Plan umgesetzt wurde, lässt sich derzeit nicht feststellen. Der ADAC habe keine entsprechenden Erkenntnisse über manipulierte Autos in seinen Tests. Und Audi kommentiert den Bericht nicht – unter Hinweis auf laufende Ermittlungen.

Forscher sollen Abgase an Menschen getestet haben

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Matrixx 14.03.2019 06:26
    Highlight Highlight Eine Politik sollte den Verkauf von Fahrzeugen solcher Marken, die wissentlich und mit voller Absicht böswillig betrügen, stoppen dürfen. Und zwar Europaweit.
    Dann darf Audi und Co. in ganz Europa keine Autos mehr verkaufen. Hat zwei Vorteile: Die Autolobby wird geschwächt und kleinere Marken haben grössere Chancen.

    Aber man macht dann halt nicht so viel Geld...
  • heureka 14.03.2019 05:29
    Highlight Highlight Einmal Gauner Immer Gauner.
    Soviele NEUE Audi`s auf der Strasse. Vorallem RS Kutschen mit Ami V8-Sound und Auspuffklappe. haha. Die Konsumenten beisst das anscheiend nicht. Denen Gefällt doch der Gangster Look..
  • word up 14.03.2019 01:39
    Highlight Highlight da hilft nur eines: diese produkte zu boykottieren, sofort!
  • Mimimimi 13.03.2019 22:24
    Highlight Highlight 1. Neues Auto hat super Abgaswerte
    2. Software erkennt, wenn es nicht auf dem Prüfstand ist und stösst dann extra mehr Dreck aus.
    3. ???
    4. Profit

    (Waruuuum!)
  • Weggli 13.03.2019 19:57
    Highlight Highlight Da gibt es nichts zu beschönigen. Das sind reine Gangster Methoden und sollten auch dementsprechend geahndet werden.
  • kwehr 13.03.2019 19:22
    Highlight Highlight Unsere liebsten Autobauer entlarven sich zu einer richtigen Mafia! Diese kriminelle Energie der Manager ist schon wirklich unglaublich. Da verdienen diese Kerle Millionen dafür, das sie die Umwelt zustören, die Menschen vergiften, die Weltgemeinschaft betrügt, belügt und sich wahrscheinlich auf irgendwelchen Parties köstlich darüber amüsiert, wie doof und einfältig doch die Menschen sind!
    Toll das wir solche Manager haben , mit denen wir auch auf alle Fälle die anstehenden Probleme versenken können. Danke.
  • roger_dodger 13.03.2019 18:14
    Highlight Highlight Die Teppichetage hat aber garantiert von nichts gewusst...(Schade haben die keine Pinnochio Nase, die wäre schon ziemlich lang)
  • Forest 13.03.2019 18:12
    Highlight Highlight Jaja die bösen deutschen Auto Hersteller Über die tausende manipulierte LKW, die durch Europa kurven wird nie etwas erwähnt. Die Abgasnormen werden immer strenger kein Wunder Betrügen so viele Hersteller.
    • DerHans 14.03.2019 06:51
      Highlight Highlight Da fährt wohl jemand ein deutsches Auto und möchte nicht zugegeben dass er gerne über den Tisch gezogen wird. Anders kann man die Verteidigung deutscher Hersteller nicht erklären.
  • In vino veritas 13.03.2019 17:45
    Highlight Highlight Ich hoffe einfach, dass es irgendwann auch der letzte kapiert, dass er mit Deutschen Autos betrogen wird. Aber diese Erkenntnis setzt sich bei vielen leider nicht durch. Was bleibt ist zu hoffen, dass diese Betrügerbande im Zuge der E-Mobilität pleite geht!
  • CheGue 13.03.2019 17:19
    Highlight Highlight Was mich hinsichtlich diesem Abgasskandal viel mehr beschäftigt ist folgendes: Wieso nur wird diesbezüglich bloss Audi und VW angeprangert, obwohl man weiss, dass viele (um nicht die Meisten zu schreiben!) ihre Werte manipuliert hatten. Auch weil die Vorschriften hier in Europa eine gewisse Grauzone (im Gegensatz zur USA) aufweisen. Bei weiteren Fahrzeug-Herstellern erkannte das Steuergerät eine offene Fahrertüre als „Prüfmodus“. Weiter wird die ganze Problematik vor allem auf der politischen statt auf der Fachebene diskutiert....was nicht zwingend Loesungsansaetze garantiert...
    • Dominik Treier (1) 13.03.2019 17:53
      Highlight Highlight Die meisten Hersteller haben ihre Algorithmen nicht spezifisch genug auf Prüfstandsfahrten manipuliert. Beim VW-Konzern konnte klar bewiesen werden, dass die Software erkennen sollte, ob und wann sich ein Auto auf dem Prüfstand befindet und die Emissionen dementsprechend drosseln. Andere Hersteller haben häufig nichts in dem Sinn verbotenes gemacht, weil ihre Algorithmen keine Prüfstände erkennen, aber dafür bei vielen oder gar den Meisten Umgebungsbedingungen, wie Kälte, Hitze, hohe Geschwindigkeit etc. die Abgasreinigung abschalten, aber natürlich nicht bei Prüfstandsbedingungen...
    • DerHans 13.03.2019 18:24
      Highlight Highlight Auf Fachebene gibts ja nichts zu diskutieren, Diesel ist ja Picobello sauber, kein Problem, oder was wurde uns immer von den Fachexperten aus dem selben Hause erzählt... Immer diese „ich han nöd, er hed au“ Ausrede.
    • Markus97 13.03.2019 18:32
      Highlight Highlight Audi und vorallem VW werden so stark angeprangert, weil sie als es rauskam und sie die Gelegenheit bekamen die Software abzudaten stattessen eine verbesserte Betrugssoftware eingebaut haben. Solche Dreistigkeit und Respektlosigkeit vor dem Gesetz gehört in meinen Augen zurecht hart bestraft.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Magnum 13.03.2019 17:15
    Highlight Highlight Mit dem Heimatschutz sollte angesichts solcher dreister Praktiken nun wirklich Schluss sein. Der Vorsatz zum gewerblichen Betrug zum Nachteil der Umwelt, aber auch der Konsumenten (falsche Verbrauchsangaben) sowie der Anwohner von Strassen ist zu offensichtlich. Die Verantwortlichen bei Audi sind PFEFFERSCHARF zu bestrafen, und ja: Auch der Konzern sollte ein empfindliches Bussgeld entrichten, denn hier geht es nicht um das Fehlverhalten von Individuen, sondern um eine Firmenkultur, die für Grenzwerte nur Verachtung übrig hat. Es reicht.
  • sleeper 13.03.2019 17:11
    Highlight Highlight Aus dieser Ecke überrascht mich nichts mehr...
  • Heinzbond 13.03.2019 16:54
    Highlight Highlight Es soll ja Leute geben die an freiwillige selbstverpflichtung, marktwirtschaft, und anstand im geschaftsleben....
    Ich nicht mehr....
    ALLES Gauner, trickser und Betrüger.... Und die Politik macht nichts....
    • Decke 13.03.2019 21:41
      Highlight Highlight Bedenkliche Einstellung. Wenn ich so extrem denken würde wäre meine Reaktion hart. Ade Welt würde ich sagen. Wenn du denkst das dich wirklich jeder verarscht, hmm ist doch auch nicht mehr sinnvoll oder? Das heisst wenn Sie ein Brot kaufen für Fr.2.- denken Sie der Bäcker könnte Ihnen auch Fr.5.- aus der Kasse geben wenn Sie ein Brot holen? Da er ja von den Fr.2.- mindestens Fr. 10.- Gewinn macht und Sie verarscht? Komisch komisch, bin ja auch realistisch genug um zu wissen das es harzig ist aber so? Naja..
    • Heinzbond 14.03.2019 07:45
      Highlight Highlight Nun Brot fällt mir grad kein Beispiel ein aber was war mit dem gammelfleisch in D? Sobald Mann gewin machen kann gibt es immer welche die es übertreiben werden.... Und bei den grossen Konzernen Sh ich grad nur schwarz.... Milliarden schwer und 2 Millionen Steuern zahlen und vierzig als Subventionen wieder einkassieren....
  • Molty 13.03.2019 16:41
    Highlight Highlight Zum Glück wurden die Autokonzerne in DE dann hart bestraft! Und zwar mussten die...
    was...
    wie...
    Arbeitsplatzverlust?!?

    Denkt denn niemand an die armen familiären Autokonzerne? 😥
  • Astrogator 13.03.2019 16:35
    Highlight Highlight Die Deutschen haben mit der Automobilindustrie dasselbe Problem wie wir mit den Banken. Ein von bürgerlichen Politikern protegiertes kriminelles Verhalten, das schlussendlich dazu führt, dass man die Entwicklung am Markt verpasst und schlussendlich den Anschluss verpasst.

    Es wäre lustig wenn nicht Arbeitsplätze davon abhängen würden und nicht ausgerechnet die Kreise dafür verantwortlich sind die sich selbst Wirtschaftskompetenz zu- und allen anderen absprechen.
    • wasylon 13.03.2019 19:35
      Highlight Highlight @Astrogator
      Du weisst aber schon dass es beim VAG Konzern seit Jahrzehnten Verflechtungen mit der SPD gibt? 😂 Die engen Verbindung von Managern, Betriebsräten und SPD-Politikern bei VW bilden somit einen roten Filz der Korruption und des Betrugs.
  • The oder ich 13.03.2019 16:24
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