Wirtschaft
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Wander-Arbeit

Bei Foxconn haben sich die Arbeitsbedingungen gebessert –  und schon wandern Apple & Co. ab

Am Dienstag präsentierte Apple das neue iPhone 6, gleichzeitig machten die beiden Schweizer Hilfswerke «Brot für alle» und «Fastenopfer» mit einer Kampagne auf unmenschliche Arbeitsbedingungen bei den Zulieferfirmen des IT-Riesen aufmerksam. Bei den Unternehmen handelt es sich namentlich um Foxconn und die im Westen noch unbekannte Firma Pegatron. Beide Unternehmen beschäftigen vor allem Wanderarbeiter, die zu Hungerlöhnen rund um die Uhr schuften.

Beitrag von SRF über Pegatron

Bereits seit 2012 steht Foxconn, der bisher grösste Apple-Zulieferer, in Kritik. Beschäftigung von Minderjährigen, unhygienische Arbeitsbedingungen und überlange Arbeitstage lauten nur einige der unzähligen Vorwürfe. Arbeitsrechtsorganisationen gehen davon aus, dass seit 2010 13 Arbeiter von Foxconn aufgrund der Arbeitsbedingungen Selbstmord begangen haben.

(FILES) This file picture taken on June 7, 2010 shows Taiwanese electronics giant Hon Hai's headquarters in Tuchung in northern Taiwan. Taiwanese technology giant Foxconn said on June 25, 2014 an affiliate has filed a lawsuit in the United States against three top Japanese companies - Toshiba Corporation, Funai Electric Company and Mitsubishi Electric Corporation - for allegedly infringing on its patents.    AFP PHOTO / FILES / PATRICK LIN

Bereits seit 2012 steht Foxconn in der Kritik. Bild: AFP

Apple reagierte und übte Druck auf seinen Lieferanten aus, die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Das Ergebnis: Foxconn erhöhte mehrmals die Gehälter. Da dies aber die Produktion verteuerte, erteilte Apple die Hälfte des Auftrages zur Herstellung des iPhone 6  dem Foxconn-Rivalen Pegatron.

Die 69-Stunden-Woche

In einem Beitrag vom Schweizer Radio und Fernsehen SRF erklärt ein Passant, dass in nur einem Monat sechs Arbeiter tot aufgefunden wurden. Einer musste angeblich mit 40 Grad Fieber weiterarbeiten, bis er tot umfiel.

Die Arbeiterrechtsorganisation «China Labor Watch» veröffentlichte im Juli 2013 einen Bericht, in dem sie Pegatron 86 Arbeitsrechtsverletzungen vorwirft. Unter anderem arbeite ein Angestellter im Schnitt 66 bis 69 Stunden in der Woche. Damit würden die Fabriken Appels Vorschriften, die nur eine 60-Stunden-Woche erlauben, verletzen. Diese Richtlinie wiederum widerspricht der vom Chinesischen Gesetzt festgelegten 49-Stunden-Woche. (lhr)



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    Alle Leser-Kommentare
  • Francesco_whatelse 24.09.2014 20:23
    Highlight Highlight Und wie ist der Wurm drin beim grossen Apfel! Abstürze bei iO8, nicht mehr funktionierende Sync mit Mac und arroganter Kundenservice. Bald werden wir nicht mehr keine Lust haben in den sauren Apfel zu beissen.
  • Toerpe Zwerg 10.09.2014 13:41
    Highlight Highlight Hahaha, super Beitrag! Irgend so ein Typ auf Thai Pillen schwafelt von einer Leiche einer auf der Arbeit verstorbenen Angestellten, welche erst gefunden wurde, als man Verwesungsgeruch .... grandiose Recherche! SRF halt.

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