Wirtschaft
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SMI und Co.: Talfahrt an Schweizer Börse hält an

Krieg in Nahost: Die Talfahrt an der Schweizer Börse hält an

03.03.2026, 10:0003.03.2026, 10:26

Die anhaltenden Kampfhandlungen im Nahen Osten belasten die weltweiten Börsen auch am Dienstag. Wie schon die asiatischen Aktienmärkte büssen auch der hiesige Leitindex SMI und die anderen grossen europäischen Börsen ein. Auch für die Wall Street und die Nasdaq-Börse werden fallende Kurse prognostiziert, nachdem sich diese am Montag ziemlich stabil gezeigt hatten.

Je länger der Krieg andauert, desto grösser werden die Auswirkungen auf den Öltransport, heisst es am Markt. So dürfte die Angebotsverknappung im Zuge der Behinderung des Schiffsverkehrs auf der Strasse von Hormus die Preise weiter steigen lassen. Auch die möglichen Folgen für die Weltwirtschaft sowie die Inflation dürften die Finanzmarktteilnehmer weiter beschäftigen.

Alle Indizes tiefer

Der SMI verlor gegen 09.45 Uhr 2,3 Prozent auf gut 13'520 Punkte. Auch der deutsche DAX oder der französische CAC-40 gaben in etwa im selben Umfang nach.

Hohe Nervosität

Die Nervosität an den Finanzmärkten ist am Dienstag markant weiter gestiegen. So legte der VSMI um 17 Prozent auf 20 Punkte zu. Der Volatilitätsindex quantifiziert die erwarteten Schwankungen am Schweizer Aktienmarkt.

Auch die Ölpreise haben im frühen Handel weiter zugelegt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuerte sich auf über 80 Dollar. Am Vortag waren allerdings zuerst noch höhere Preise bezahlt worden.

Zurich mit Kapitalerhöhung

Die grössten Abgaben verbuchen unter den Blue Chips Zürich (-5,3 Prozent). Der Versicherer hat ein verbindliches Angebot für Beazley vorgelegt und führt zur Finanzierung der Milliardenübernahme eine Kapitalerhöhung durch. Rund 7 Millionen Aktien wurden zu 550 Franken bei Investoren platziert.

Auch die Finanzwerte UBS, Julius Bär und Partners Group sowie die weiteren Versicherer Swiss Life und Swiss Re geben mit mehr als 2 Prozent überdurchschnittlich nach.

Einziger Gewinner im SMI sind die Aktien von Kühne+Nagel (+1,9 Prozent). Dem Logistiker gelang laut Analysten eine positive Überraschung beim operativen Gewinn.

Zahlen liefern Impulse

Neben Kühne+Nagel legte bei den Bluechips auch der Vakuumventil-Hersteller VAT (-2,7 Prozent) Zahlen für 2025 vor. Das Unternehmen hatte die Erwartungen verfehlt und auch die deutlich höhere Dividende kann die Stimmung nicht drehen. Zudem sprechen Markteilnehmer von Gewinnmitnahmen nach der zuletzt starken Kursentwicklung.

Ebenfalls im Minus sind in den hinteren Reihen Bucher (-0,9 Prozent) Arbonia (-6,1 Prozent) und Forbo (-4,4 Prozent) die ebenfalls die Resultate für 2025 vorgelegt hatten. Gut aufgenommen werden dagegen die Resultate von SIG (+2,2 Prozent) und der Aktienrückkauf von Also (+4,7 Prozent). (sda/awp)

Südkoreas Leitindex erlebt stärksten Einbruch seit über zwei Jahren
Der südkoreanische Leitindex KOSPI ist nach der Ausweitung des Konflikts im Nahen Osten um mehr als sieben Prozent eingebrochen. Es war der stärkste Kursrückgang seit mehr als zwei Jahren. Anleger befürchten, dass ein andauernd hoher Rohölpreis die stark von der Halbleiterbranche abhängende Volkswirtschaft ausbremsen könnte. Der Aktienkurs von Samsung Electronics, Südkoreas grösstem Unternehmen, fiel um knapp 10 Prozent. Der Kurs des Chipproduzenten SK Hynix brach um 11,5 Prozent ein. Die starken Abschläge in Südkorea dürften zum Teil auch darauf zurückzuführen sein, dass die Börsen am Montag wegen eines Feiertags geschlossen waren und die Verluste nun nachgeholt wurden. Der stärker diversifizierte japanische Leitindex Nikkei 225 fiel um rund drei Prozent. Der Hang Seng Index in Hongkong gab um etwas mehr als ein Prozent nach. Im Jahr 2025 zählte der südkoreanische Leitindex dank einer weltweit hohen Chip-Nachfrage zu den stärksten globalen Aktienmärkten des Jahres. Trotz des Kurseinbruchs liegt der KOSPI seit Jahresbeginn noch mehr als 34 Prozent im Plus. (awp/sda/dpa)
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Die beliebtesten Kommentare
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SamsonP
03.03.2026 10:39registriert April 2024
Ähm, anhaltende Talfahrt? Ist hier allenfalls der Wunsch der Vater oder die Mutter der Schlagzeile? Gestern von Talfahrt zu sprechen ist schon etwas mutig und heute warten wir doch noch mal etwas ab, ob bzw wann die Leute die Korrektur für Käufe nutzen. Tipp: Niemals, niemals, niemals, einfach nie die Indices innerhalb der ersten Stunden bewerten. Da laufen die Overnight-Aufträge und dann kommen die panischen Börsenanfänger. Man nennt diese Zeit auch die Amateur-Stunde.
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Swiss Traveller
03.03.2026 10:23registriert Juni 2025
Talfahrt, wegen 1.25 Tage Abwärtskorrektur nach einer langen Phase von steigenden Börsenwerten, ja gar Rekordwerten? Come on 🤣
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ray7
03.03.2026 10:15registriert Oktober 2020
Talfahrt? Abwärtsbewegung fände ich eher den korrekten Begriff. Ein wunder dass man nicht wieder von einem Massaker spricht, da der SMI 2.3% Punkte verlor...
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