Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Ein Kameramann filmt anlaesslich der Jahrespressekonferenz am Dienstag, 14. Januar 2014 in einem Studio des SRF in Zuerich. Die Sender des SRF haben 2013 einen Marktanteil von durchschnittlich 30,4 Prozent erreicht. Am Hauptabend betrug der Marktanteil sogar 39,4 Prozent. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

SRF liefert Inhalte an Ringier und partizipiert dafür an deren Werbeumsatz. Bild: KEYSTONE

Deal mit Ringier

Wie die SRG das Online-Werbeverbot umgeht

Der SRG ist es gesetzlich verboten, auf ihren Online-Plattformen Werbung zu schalten. Nun liefert SRF in einem Pilotversuch Web-Clips an einen Grossverlag und partizipiert an dessen Werbeeinnahmen.



Eine der Lieblingsbeschäftigungen der «Blick»-Redaktion ist es, über die Stylisten des Schweizer Fernsehens SRF herzuziehen. «Annina Frey im Trauerlook – ‹Grusel & Grauen› statt ‹Glanz & Gloria›» oder «Mein lieber Specht – Wer liess die arme Steffi so auf die Bühne» titelt man da schon mal. 

Nun soll die oft gescholtene «G&G»-Moderatorin Annina Frey bald offiziell auch zum Inventar von Blick.ch gehören. Bereits zwischen Mai und Anfang Juli lieferte SRF Ringier täglich einen Inlandbeitrag der Mittagsausgabe der «Tagesschau». Ab morgen folgt täglich ein «G&G»-Beitrag zur Einbindung in die Online-Plattform. Der Austausch ist ein Testlauf für eine dauernde Zusammenarbeit. «Die zweite Testphase dauert vom 10. Juli bis Ende August», bestätigt SRF-Sprecher Stefan Wyss. 

Inhalte gegen Werbegelder

Hintergrund der Zusammenarbeit zwischen Ringier und SRF ist das Werbeverbot, das der SRG im Onlinebereich auferlegt ist. Vor rund zwei Jahren wollte die SRG von Medienministerin Doris Leuthard das Verbot der Online-Werbung aufgehoben haben. Das Radio- und Fernsehgesetz (RTVG) besagt, dass die SRG auf ihren Online-Plattformen keinerlei Werbung schalten darf. Mit einer Verordnungsrevision hätte der Bundesrat das Verbot aufheben können. Die Verleger, die um ihre digitalen Investitionen und die Einnahmen aus ihren Newsportalen fürchteten, wehrten sich nach Kräften. Das Verbot blieb erhalten. 

Angesichts der Tatsache, dass das Publikum je länger je mehr vom Radio und TV zu Online-News-Angeboten abwandert, sucht die SRG nun offenbar nach anderen Wegen, am Online-Werbekuchen zu partizipieren. Das Prinzip ist simpel: SRG-Sender liefern Inhalte an Newsplattformen ausserhalb der SRG und erhalten dafür einen Teil der Einnahmen, die diese aus der Werbung rund um die eingebetteten SRG-Inhalte erwirtschaften. Eine entsprechende Lösung hatte die SRG-Spitze bereits vor zwei Jahren im Streit mit den Verlegern vorgeschlagen, blitzte damals aber ab.

Kooperationsmodell steht allen Verlagen offen

Nun soll das Modell bei der Kooperation zwischen SRF und Ringier testweise erstmals angewandt werden. «Eine Beteiligung an allfälligen Werbeerlösen ist vorgesehen», sagt Wyss. Die Vermarktung liege bei Ringier. 

Laut SRF-Sprecher Wyss hat die Zusammenarbeit mit Ringier keinen exklusiven Charakter. «SRF ist bereit, auch mit anderen Medienhäusern vergleichbare Kooperationen einzugehen», sagt Wyss. Christoph Zimmer, Sprecher des zweiten Schweizer Grossverlags Tamedia («Tages-Anzeiger», «20 Minuten») kann sich eine Zusammenarbeit ebenfalls vorstellen. «Wir schliessen eine Zusammenarbeit nicht aus, spruchreif ist aber nichts. Entscheidend ist, dass alle Medienhäuser gleichberechtigt Zugang zu den SRG-Videos erhalten, die mit Gebührengeldern der Schweizer Bevölkerung finanziert wurden», sagt Zimmer.

Das könnte dich auch interessieren:

Lehrer M. zur Pisa-Studie: «Schüler erzählen mir fast triumphierend, dass sie nicht lesen»

Link zum Artikel

Toiletgate im Weissen Haus: Wegen Trumps Klo-Tirade lacht das Internet Tränen

Link zum Artikel

Stell dir deine Pizza zusammen und wir sagen dir, ob du Gourmet oder Banause bist

Link zum Artikel

8 Zeichnungen des ersten Terrorhäftlings, die zeigen, wie die Amerikaner folterten

Link zum Artikel

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Lehrer M. zur Pisa-Studie: «Schüler erzählen mir fast triumphierend, dass sie nicht lesen»

156
Link zum Artikel

Toiletgate im Weissen Haus: Wegen Trumps Klo-Tirade lacht das Internet Tränen

46
Link zum Artikel

Stell dir deine Pizza zusammen und wir sagen dir, ob du Gourmet oder Banause bist

145
Link zum Artikel

8 Zeichnungen des ersten Terrorhäftlings, die zeigen, wie die Amerikaner folterten

227
Link zum Artikel

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

103
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

22
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

57
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

33
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

15
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

6
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

31
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Lehrer M. zur Pisa-Studie: «Schüler erzählen mir fast triumphierend, dass sie nicht lesen»

156
Link zum Artikel

Toiletgate im Weissen Haus: Wegen Trumps Klo-Tirade lacht das Internet Tränen

46
Link zum Artikel

Stell dir deine Pizza zusammen und wir sagen dir, ob du Gourmet oder Banause bist

145
Link zum Artikel

8 Zeichnungen des ersten Terrorhäftlings, die zeigen, wie die Amerikaner folterten

227
Link zum Artikel

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

103
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

22
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

57
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

33
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

15
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

6
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

31
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

6
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • DanJ 09.07.2014 15:34
    Highlight Highlight Ringier ist schön blöd, dass sie der SRG Geld abdrücken - Beitrag klauen, GIF draus machen und in einen Artikel kleben. So wird das heute gemacht!
  • Zeit_Genosse 09.07.2014 11:52
    Highlight Highlight Eimal mehr muss man den Auftrag der SRG hinterfragen, konkretisieren und verstehen. Diese Art der sinnvollen Mehrfachverwendung von Bewegtbildmaterial zur Generierung von Einnahmen ist zu begrüssen. Die SRG kommt zu Mehreinnahmen und folglich müssten die Gebühren der Billag sinken. Für die staatliche SRG müsste es ein Nullsummenspiel ergeben. Die privaten Medien würden jedoch Zusatzeinahmen generieren. Es wird ja nicht mehr Werbegeld, sondern es verteilt sich anders.
  • MediaEye 09.07.2014 09:12
    Highlight Highlight ach;

    Entscheidend ist, dass alle Medienhäuser gleichberechtigt Zugang zu den SRG-Videos erhalten, die mit Gebührengeldern der Schweizer Bevölkerung finanziert wurden», sagt Zimmer.

    .... und wie bitteschön profitiert jetzt die Bevölkerung von solchen Deals?
    Sinken nun die Gebühren auch entsprechend oder verschwinden sie gar ganz ??
  • Chaose 09.07.2014 08:27
    Highlight Highlight Das hat nichts mit umgehen zu tun. Warum gibt es denn das Werbeverbot überhaupt? Weil die Verlage online keine Konkurrenz wollten. Nur darum. Wenn die Verlage nun also an den SRG-Inhalten mitverdienen können, haben sie ihr Ziel ja erreicht. Oder anders: das Verbot hat sein Ziel erreicht.
  • Durtydawg 09.07.2014 07:33
    Highlight Highlight Onlinewerbung wäre doch tausendmal vernünftiger als Bilag. Das Onlineportal von SRF ist eines der Besten in diesem Bereich, auch da sie mobile Geräte grosszügig unterstützen. Dass sie jetzt solche Umwege zu gehen brauchen um an verdientes Geld zu kommen ist nicht wirklich fair.
    • Shimao 09.07.2014 13:55
      Highlight Highlight Jedoch ist einer der Gründe, wieso dieses Portal so gut ist auch der Verzicht auf lästige Werbung.

Warum der Neoliberalismus uns alle wahnsinnig macht

Ob Impeachment-Theater oder Chaos in der deutschen Politik: Die Welt steht Kopf. Schuld daran ist die Kernschmelze des Neoliberalismus.

Echt jetzt: Gibt es irgend jemanden, der nicht gehirntot ist, der noch daran zweifelt, dass Präsident Trump die Ukraine erpressen wollte?

Trotzdem wird derzeit in Washington mit gewaltigem Aufwand versucht zu beweisen, was längst bewiesen ist. Dabei wird der Tatbestand selbst von den Anhängern Trumps nicht wirklich bestritten. Es ist ihnen einfach egal. Besonders Gläubige behaupten gar, Trump sei von Gott gesandt, denn der Allmächtige benutze gelegentlich einen Sünder, um seine Pläne …

Artikel lesen
Link zum Artikel