Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Laut Chef von TUI Suisse dürfte jedes dritte Reisebüro verschwinden



TUI-Suisse-Chef Martin Wittwer sieht für viele Konkurrenten schwarz: In den nächsten zehn Jahren werde jedes dritte Reisebüro verschwinden, weil es die Zeichen der Zeit nicht erkannt habe und das Onlinegeschäft weiter zulege.

TUI Suisse plane dagegen unverändert mit knapp 70 Büros, sagte der Chef des Unternehmens mit mehr als 500 Mitarbeitenden in einem Interview mit der Zeitung «Schweiz am Sonntag».

Auch um gut aufgestellte, spezialisierte Anbieter wie zum Beispiel Globetrotter mache er sich keine Sorgen. «Aber die Bereinigung wird weitergehen», sagte Wittwer.

Vermehrt im Ausland gebucht

Die Frankenstärke hat für die Schweizer Tochter des deutschen TUI-Konzerns Vor- und Nachteile: Das Reisen im Ausland sei günstiger geworden. «Wir haben etwa 5 Prozent mehr Buchungen als im Vorjahr», sagte Wittwer. Trotzdem liege TUI Suisse beim Umsatz wegen der tieferen Preise nur auf Vorjahresniveau.

Zudem buchten Schweizer vermehrt im Ausland ihre Reisen. Wittwer rechnet damit, dass im Reisegeschäft dieses Jahr rund 600 Millionen Franken ins Ausland abfliessen würden. 2014 hatte er noch von 400 Millionen Franken gesprochen.

Dennoch rechnet TUI Suisse 2015 nicht mit roten Zahlen nach dem Gewinn von 9,6 Millionen Franken im Vorjahr. «Nein, wir sind solid aufgestellt», sagte Wittwer. Mehr wollte er aber nicht sagen. (sda)

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Interview

In diesem Land wohnt nur ein einziger Schweizer. Wir haben mit ihm gesprochen

Rund 194 Staaten gibt es auf der Welt, doch nur in zweien ist genau ein Schweizer registriert: Auf Mikronesien und São Tomé und Príncipe. Letzteren haben wir aufgespürt – das ist seine Geschichte, die Geschichte von Reto Scherraus-Fenkart.

Auslandschweizer gibt es einige. 2017 waren es gemäss Bundesamt für Statistik genau 751'800. Sie verteilen sich auf fast der ganzen Welt.

Auf São Tomé und Príncipe allerdings gibt es nur einen. Reto Scherraus-Fenkart, Jahrgang 1964. 1997 ist er zum ersten Mal auf São Tomé und Príncipe gelandet. Seit 2007 ist er der einzige gemeldete Schweizer auf dem afrikanischen Inselstaat in Äquatornähe.

Herr Scherraus-Fenkart, Sie sind der einzige auf São Tomé und Príncipe registrierte Schweizer. Wie …

Artikel lesen
Link zum Artikel