Wirtschaft
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Im Durchschnitt wirds 16 Franken teurer

Krankenkassen-Prämien steigen weiter: Bern kann aufatmen, Nidwalden muss bluten

Versicherte müssen im kommenden Jahr für die Krankenkassen wieder tiefer ins Portemonnaie greifen. Die Prämien für Erwachsene steigen um durchschnittlich 4 Prozent, diejenigen für Jugendliche um 4,4 Prozent und die Kinderprämien um 3,8 Prozent. In den vergangenen drei Jahren lag die Prämiensteigerung zwischen 1,5 und 2,2 Prozent. 

Der durchschnittliche Prämienanstieg betrug in den vergangenen zehn Jahren durchschnittlich 3,6 Prozent, seit der Einführung des Krankenversicherungsgesetzes im Jahre 1996 4,7 Prozent. Die nun kommunizierte Erhöhung von 4 Prozent im nächsten Jahr entspricht monatlichen Mehrkosten von 15 Franken und 70 Rappen pro Person. 

Die Kantone Nid- und Obwalden verzeichnen den höchsten Prämienanstieg über alle Altersklassen hinweg, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag mitteilte. In Nidwalden steigen die Prämien für Erwachsene mit einer Franchise von 300 Franken und Unfalldeckung um 6,8 Prozent und die Prämien für Jugendliche um 8,1 Prozent. 

Allerdings gehören die beiden Innerschweizer Kantone mit Prämien von durchschnittlich 329 beziehungsweise 345 Franken im Monat für Erwachsene zu den fünf Kantonen mit den tiefsten Prämien überhaupt. Die allertiefsten Prämien bezahlen die Innerrhoder – und zwar von jung bis alt. 

Wenig in Bern, viel in Basel-Stadt

Veränderung der Durchschnittsprämie 2015 für Erwachsene gegenüber 2014 (in Prozent). Daten: Bundesamt für Gesundheit

Am moderatesten ist der Sprung im Kanton Bern, wo die Prämien für Erwachsene um 2,7 Prozent ansteigen. Hier beträgt die Prämienlast jedoch bereits 438 Franken pro Monat. Am höchsten sind die Prämien für Erwachsene in Basel-Stadt mit 533 Franken und Genf mit 500 Franken. 

Prämienrechner für 2015

Hier können Sie mit dem Prämienrechner des BAG Ihre Prämie bei allen Anbietern vergleichen.

Unterdurchschnittliche Prämienerhöhungen verzeichnen neben dem Kanton Bern die Kantone Aargau, Appenzell Innerrhoden, Freiburg, Genf, Jura, Tessin, Waadt, Wallis und Zug. Neben den Nid- und Obwaldnern müssen die Versicherten der Kantone Appenzell Ausserrhoden, Neuenburg, Basel-Landschaft und Solothurn einen Prämienzuwachs von über 5 Prozent gewärtigen. 

Durchschnittsprämie 2015 für Erwachsene in Franken. daten: bundesamt für Gesundheit

Allerdings ist zu beachten, dass sich nur wenige Personen mit dem Standardmodell versichern. Viele Versicherte bevorzugen alternative Prämienmodelle, etwa mit höheren Franchisen oder dem Hausarztmodell. 

Immer teurer werden auch die Prämien für Jugendliche zwischen 19 und 25 Jahren. Mit 4,4 Prozent oder 16 Franken pro Monat steigen ihre Prämien dieses Jahr wiederum stärker an als die Prämien für Erwachsene. Dies dürfte damit zusammen hängen, dass ein hoher Anteil dieser Prämiengelder in den Risikoausgleich fliessen, weshalb die Versicherer Rabatte für die Jungen kürzen. 

Bei den Kinderprämien liegt der Anstieg bei 3,8 Prozent oder 3.50 Franken pro Kind und Monat. Dies, nachdem sie 2013 um 1,4 Prozent gesunken waren und 2014 um 2,4 Prozent anstiegen. (aeg/sda) 



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    Alle Leser-Kommentare
  • Hugo Wottaupott 25.09.2014 12:11
    Highlight Highlight Na und? Kommunistenkrankenkasse ist trotzdem für nix.
  • Michael Mettler 25.09.2014 10:12
    Highlight Highlight Falsch liebe Watson Redaktion. Die Gesundheitskosten steigen und die Prämienerhöhung ist nur eine Folge davon. Oder wie war das mit der Einbettung der Information in den Kontext?
    • Andreas72 25.09.2014 13:16
      Highlight Highlight Was mir in dieser Einbettung am Meisten gefehlt hat, waren die künftigen Erhöhungen für den grössten Schweizer Kanton, mit mehr als einer Million Prämienzahler (Zürich). Zwar schön, wenn wir nun auch die Tarife aller Feld-, Wald- und Wiesenkantone kennen, aber eben, das nächste Mal sowas wichtiges beim Artikelschreiben nicht vermissen lassen. Danke.
    • Alnothur 26.09.2014 21:22
      Highlight Highlight Hier, liebe Leser, sehen Sie, dass manche Vorurteile eben doch einen wahren Kern haben - vor Allem bei Zürchern.

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