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14,9 Mio.: UBS-Boss Ermotti bekommt gleich viel Lohn wie letztes Jahr

14,9 Mio. Franken: UBS-Boss Ermotti bekommt gleich viel Lohn wie letztes Jahr

UBS-Chef Sergio Ermotti streicht 2025 ein stabiles Salär ein. Er erhält für das vergangene Geschäftsjahr wie bereits 2024 eine Vergütung von 14,9 Millionen Franken. Auch Verwaltungsratspräsident Colm Kelleher darf sich erneut über mehr als 5 Millionen freuen.
09.03.2026, 06:5609.03.2026, 08:07

Bei Ermotti machen 2,8 Millionen das Fixgehalt aus (davon 2,5 Mio Basissalär) und 12,1 Millionen den variablen Teil des Lohns, wie dem am Montag veröffentlichten Geschäftsbericht zu entnehmen ist. In Europa gehört Ermotti damit zu den bestbezahlten Bankchefs.

Sergio Ermotti, CEO der Grossbank UBS spricht bei einer Auszeichnung am "Let's Talk" Symposium am Freitag, 22. November 2025 im Kongresshaus in Zuerich. (KEYSTONE/Claudio Thoma)
UBS-Chef Sergio Ermotti. Bild: keystone

Im Vergleich zu grossen US-Wettbewerbern, bei denen die CEOs teilweise im Jahr über 40 Millionen US-Dollar verdienen, ist seine Vergütung jedoch deutlich tiefer.

Gesamt-Topmanagement mit mehr Salär

Die gesamte 15-köpfige Konzernleitung der grössten Schweizer Bank erhält derweil für 2025 mit 145,3 Millionen Franken etwas mehr als im Vorjahr mit 143,6 Millionen. Einzeln werden die Saläre der anderen Geschäftsleitungsmitglieder nicht aufgeführt.

Der Pool für leistungsabhängige Zuteilungen der Geschäftsleitung erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozent, der konzernweite Bonus-Pool um 10 Prozent.

UBS-Präsident Kelleher, der seit April 2022 VRP ist, erhält derweil für das Jahr bis zur nächsten Generalversammlung am 15. April 5,5 Millionen Franken. Der gesamte Verwaltungsrat verdient 2025/26 (inkl. sogenannter Zuschussgebühren) 13,3 Millionen Franken nach 14,0 Millionen für 2024/25.

Hitzige Kapitaldiskussion

Operativ lief es 2025 gut: Die einzig verbliebene Schweizer Grossbank steigerte ihren Gewinn um über 50 Prozent auf 7,8 Milliarden US-Dollar, so dass die Aktionäre eine deutlich höhere Dividende erhalten. Der Tessiner Ermotti, der das CEO-Amt im April 2023 für die Integration der Credit Suisse erneut übernahm, ist aber an allen Fronten gefordert: operativ, strategisch und in der Öffentlichkeitsarbeit.

In Sachen Integration ist die Bank bisher ohne grössere Zwischenfälle geblieben und entsprechend auf Kurs: 2025 ging die wichtige Migration der früheren CS-Kundenkonten in der Schweiz auf die UBS-Plattform zum grössten Teil über die Bühne. Bis Ende März soll sie ganz abgeschlossen sein.

Ausserdem befindet sich die Bank mitten in einer grossen politischen Diskussion über schärfere Eigenkapitalforderungen nach dem Untergang der Credit Suisse. Die UBS stellt sich auf den Standpunkt, dass ihr Geschäftsmodell infrage gestellt wird, sollten die vom Bundesrat geplanten Massnahmen in der vorgeschlagenen Form in Kraft treten. (dab/awp/sda)

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35 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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bokl
09.03.2026 07:24registriert Februar 2014
Keine Lohnerhöhung? Das geht natürlich nicht. Auch CEO haben mit steigenden Krankenkassen und Inflation zu kämpfen ...
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Capsaicine
09.03.2026 07:53registriert August 2018
14.9 Mio... Ja, das braucht er schon. Schliesslich tragen die Geschäftsleiter eine sehr hohe Verantwortung und müssen den Kopf hinhalten, falls etwas schiefgeht...

Ah sorry, mir fällt grad ein, dss stimmt ja gar nicht, das stand nur in einem hübsch dargestellten, aber ziemlich sinn- und inhaltslosen Märchenbuch, das ich vor ein paar Jahren überall gesehen habe.
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Helene Adam
09.03.2026 07:35registriert Dezember 2022
Sag ich doch schon lange…
Jedes Land hat seine Oligarchen!!!
Und das schlimme…
Die Regierung, respektive Wir, lassen das zu…
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Die Schweizer Schokoladenbranche hat 2025 deutlich weniger Tafeln, Pralinen und andere Produkte verkauft, gleichzeitig aber mehr umgesetzt. Grund dafür sind die Preisaufschläge für Produkte, um die stark gestiegenen Rohstoffkosten aufzufangen.
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