Wirtschaft
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Knall bei ABB: CEO Ulrich Spiesshofer tritt überraschend zurück



ARCHIVBILD --- ZUM RUECKTRITT PER SOFORT VON ABB CEO ULRICH SPIESSHOFER STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Ulrich Spiesshofer, CEO of Swiss power and automation company, ABB Group, speaks during a press conference to deliver the company's 2018 annual results in Zurich, Switzerland, 28 February 2019. (KEYSTONE/Walter Bieri)

ABB-CEO Ulrich Spiesshofer. Bild: KEYSTONE

Beim Industriekonzern ABB kommt es zu einem Wechsel an der Spitze. Der in den vergangenen Jahren immer wieder kritisierte Ulrich Spiesshofer gibt seinen Posten als Konzernchef per sofort ab.

Spiesshofer wirft das Handtuch zu einem überraschenden Zeitpunkt. Nur weniger Monate zuvor hatte der Konzern den von verschiedenen Aktionären immer wieder geforderten Verkauf der Stromnetzsparte in die Wege geleitet.

Er wolle sich nun eine Auszeit gönnen, erklärte der scheidende CEO in einem Communiqué vom Mittwoch. Man habe sich mit Spiesshofer auf einen Rücktritt geeinigt, so die offizielle Sprachregelung in der ABB-Mitteilung.

Ein Nachfolger für Spiesshofer steht noch nicht bereit, was auf eine plötzliche Entwicklung hinweist. Die Suche nach einem Nachfolger wurde laut ABB eingeleitet. Interimistisch übernimmt nun Verwaltungsratspräsident Peter Voser das Ruder. Voser war von 2002 bis 2004 Finanzchef bei ABB.

Umsatz wächst

Gleichzeitig publizierte das Unternehmen, ebenfalls überraschend und zwei Wochen früher als geplant, die Zahlen für das erste Quartal 2019. Diese zeigen für die verbleibenden drei ABB-Sparten hinsichtlich des Umsatzes eine bessere Entwicklung als beim Auftragseingang.

Der Umsatz stieg um 6 Prozent auf 6,85 Milliarden US-Dollar und der Auftragseingang um 1 Prozent auf 7,61 Milliarden.

Mehr Aufträge erhielten die Divisionen Elektrifizierungsprodukte (+6%) und Robotik & Antriebe (+5%), wogegen die Division Industrieautomation (-5%) einen Rückschlag verzeichnete. ABB spricht von einer «gemischten» Nachfrage in den einzelnen Kundensegmenten.

Integrationskosten belasten

Der operative Gewinn (EBITA) nahm zwar um 2 Prozent auf 766 Millionen Dollar zu, die entsprechende Marge sank allerdings um einen halben Prozentpunkt auf 11,2 Prozent. Der Reingewinn lag mit 535 Millionen sogar um 6 Prozent unter dem Vorjahresquartal.

Die Profitabilität wurde laut den Angaben durch die Integration der von General Electric übernommenen Sparte Industrial Solutions belastet. Hinzu kamen negative Effekte im Zusammenhang mit dem laufenden Devestitionsprozess der Stromnetzsparte.

Im Ausblick bleibt ABB wie üblich sehr vage. Die makroökonomischen Signale für Europa seien gemischt, während für die USA und China ein anhaltendes Wachstum erwartet werde, heisst es dazu. (sda/awp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Der Rückbauer 17.04.2019 10:32
    Highlight Highlight Solche Meldungen werden irgendwann auch bei Stadler Rail erscheinen: So geht's bei den Heuschrecken, nur kurzfristiges Wixerdenken, keine Nachhaltigkeit, nur Saugen durch Grossaktionäre, Geschäftsleitung, Banken und Bonimanager, wobei die Höhe der Kompensation eine grosse Risikokomponente hat, wie Beispiel zeigt. ABB dümpelt seit Jahren an der Börse dahin. Heute ein Sprung, weil die Spekulanten sich gegenseitig über den Tisch zu ziehen versuchen.l

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