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Nestlé baut in Basel bis zu 100 Stellen ab

Nestlé baut in Basel bis zu 100 Stellen ab

09.05.2019, 10:2109.05.2019, 12:03
ARCHIVBILD ZUR GV VON NESTLE, AM DONNERSTAG, 11. APRIL 2019 - Detail view of the headquarters of Nestle in Vevey, Switzerland, on August 16, 2018. (KEYSTONE Gaetan Bally)

Detailaufnahme des Hauptsi ...
Bild: KEYSTONE

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé stellt seine Fabrik in Basel künftig als «Kompetenzzentrum für Senf und Mayonnaise» auf. Andere Produkte, die heute dort hergestellt werden, sollen ausgelagert oder verkauft werden.

Dabei fallen in Basel bis zu 100 der heute 177 Arbeitsplätze weg. Die Fabrik Basel werde sich in Zukunft ganz auf die Innovation und Produktion von Senf und Mayonnaise konzentrieren, teilte Nestlé Schweiz am Donnerstag mit.

Damit unterstreiche Nestlé Schweiz auch das Bekenntnis zur Marke «Thomy». Das Unternehmen plane, insgesamt 15 Millionen Franken in den Standort zu investieren.

Die Produktion von Salatsaucen und Dips soll dagegen künftig an spezialisierten Nestlé-Standorten in Europa erfolgen, die Produktion von Chicoréekaffee unter der Marke «Incarom» wird an das Kompetenzzentrum für getreidehaltige Getränke in Portugal ausgelagert.

Des weiteren erwägt Nestlé Schweiz einen Verkauf der beiden Marken «Le Parfait» (Brotaufstrich) und «Franck Aroma» (Chicoréegetränk).

Freiwilliger Sozialplan

Der Wegfall von bis zu 100 Stellen durch die geplante Neuausrichtung soll über die nächsten 18 Monate erfolgen. Die Belegschaft inklusive der Personalkommission in Basel sei am Donnerstag über die Pläne informiert worden.

Die betroffenen Mitarbeitenden sollen mit einem freiwilligen Sozialplan unterstützt werden. Dies könnte unter anderem Stellenangebote innerhalb der Nestlé-Gruppe, Frühpensionierungen oder Outplacement-Beratung umfassen.

Zu den Gründen für die Neuausrichtung verweist Nestlé Schweiz auf die «sich immer schneller ändernden Konsumentenwünsche». Marken, die nicht in Einklang mit der strategischen Ausrichtung der Nestlé-Gruppe stehen, will man veräussern.

Darüber hinaus entspreche die Fabrik in Basel mit ihrer Komplexität und der breiten Produktepalette nicht mehr den «heutigen Anforderungen an moderne Produktionsstätten».

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé beschäftigt in der Schweiz rund 9'700 Mitarbeitende. Er betreibt hierzulande elf Fabriken, an vier Standorten wird Forschungsarbeit betrieben. (aeg/sda/awp)

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