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Machado überreicht Trump bei Treffen ihre Friedensnobelpreis-Medaille

Venezuelan opposition leader MarÌa Corina Machado arrives at the Capitol, Thursday, Jan. 15, 2026, in Washington. (AP Photo/Allison Robbert)
Venezuela US Machado
Die venezolanische Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado in Washington.Bild: keystone

Machado überreicht Trump bei Treffen im Weissen Haus ihre Friedensnobelpreis-Medaille

15.01.2026, 23:0216.01.2026, 06:23

Die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado hat ihre Goldmedaille für den Friedensnobelpreis US-Präsident Donald Trump überreicht. Dies sei eine wundervolle Geste gegenseitigen Respekts, schrieb Trump nach dem Treffen in Washington auf der Plattform Truth Social. Das Nobelpreis-Institut hatte allerdings schon klargestellt, dass ein Nobelpreis nicht weitergereicht werden könne.

Machado hatte ihre Auszeichnung bereits zuvor Trump gewidmet und angedeutet, ihm den Preis für seine Unterstützung des venezolanischen Volks weitergeben zu wollen. Trump sagt schon seit Monaten immer wieder, dass er den Friedensnobelpreis verdient hätte. Vergangenes Jahr wurde aber Machado damit ausgezeichnet. Nobelpreis-Gewinner erhalten neben einer Urkunde auch eine goldene Medaille. Diese habe sie Trump gegeben, sagte Machado nach dem Treffen.

USA setzen auf Rodríguez

Machado kämpft um ihre künftige Rolle in Venezuela, wo Trump Anfang des Jahres den autoritären Machthaber Nicolás Maduro und dessen Frau mit Militärgewalt in Gewahrsam nehmen und in die USA bringen liess. Dort wird ihnen unter anderem Drogenschmuggel vorgeworfen.

Trump hatte bisher gesagt, Machado habe nicht den nötigen Rückhalt und Respekt in Venezuela, um das Land zu führen. Die USA setzen aktuell auf Maduros Vizepräsidentin Delcy Rodríguez, die den Spitzenposten übernahm.

epa12649287 Venezuela's interim president Delcy Rodriguez speaks at a press conference at Miraflores Palace in Caracas, Venezuela, 14 January 2026. Rodriguez reported that 406 political prisoners ...
Die USA setzen derzeit auf Delcy Rodríguez.Bild: keystone

Machado hatte vor wenigen Tagen gesagt, sie würde Trump gerne persönlich sagen, «dass wir – das venezolanische Volk, denn dies ist eine Auszeichnung des venezolanischen Volkes – ihm diese Auszeichnung gerne überreichen und mit ihm teilen möchten.» Was der US-Präsident geleistet habe, sei historisch. «Es ist ein grosser Schritt in Richtung eines demokratischen Wandels.» Nach der Übergabe der Medaille bezeichnete Trump Machado auf Truth Social als wundervolle Frau, die so viel durchgemacht habe. (dab/sda/dpa)

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281 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Lordkanzler-von-Kensington
15.01.2026 23:23registriert September 2020
Ich hatte einen gewissen Respekt vor dieser Frau, die wirklich mutig agiert hat und nach berechtigten Veränderungen für Venezuela strebte.
Das Anbiedern an Trump und den Nobelpreis mit hineinzuziehen ist würdelos & zum fremdschämen!
Es nimmt auch dem Nobelpreis seine Kraft. Völlig daneben!
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Quilombo
15.01.2026 23:12registriert September 2025
Diese Frau lässt auch keine Peinlichkeit aus um noch etwas Wohlwollen zu erhaschen.
Schade haben die Norweger niemanden aus Grönland gefunden für den Friedensnobelpreis.
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Mav65
15.01.2026 23:20registriert Dezember 2019
Ob Trump bewusst ist, dass er deswegen noch lange nicht zum Nobelpreisträger wird?
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