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BLS-Verwaltungsratspräsident Stämpfli tritt per sofort zurück



BLS- Verwaltungsratspraesident Rudolf Staempfli spricht an einer Medienkonferenz wo der Ruecktritt von CEO Bernard Guillelmon bekannt gegeben wird, am Freitag, 4. September 2020, in Bern. Am 28. Februar 2020 hatte die BLS informiert, dass sie Verkaeufe von Halbtax-Abos im Libero-Verbund ueber mehrere Jahre nicht budgetierte und dadurch zu hohe Abgeltungen von Bund und Kantonen fuer den Regionalen Personenverkehr (RPV) erhielt. Der Sachverhalt wurde durch ein unabhaengiges Gutachten untersucht. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Rudolf Stämpfli Bild: keystone

BLS-Verwaltungsratspräsident Rudolf Stämpfli tritt aus gesundheitlichen Gründen per sofort zurück. Sein Nachfolger soll Ueli Dietiker werden. Dies teilte die BLS am Mittwochmorgen mit.

Stämpfli trete auf Anraten seines Arztes zurück, heisst es in der Mitteilung. Er leide seit längerem an Entzündungen im Körper, die sich in letzter Zeit stark verschlimmert hätten.

Der Berner Verleger mit Jahrgang 1955 sass seit 2006 im Verwaltungsrat und präsidiert ihn seit 2009. Im kommenden Jahr hätte Stämpfli wegen Amtszeitbeschränkung aus dem BLS-Verwaltungsrat ausscheiden müssen.

Am 10. Dezember will der Verwaltungsrat Ueli Dietiker zu seinem Präsidenten wählen. Dietiker ist seit kurzem Vizepräsident und seit 2014 Mitglied des Verwaltungsrats. Der diplomierte Wirtschaftsprüfer mit Jahrgang 1953 hat lange für die Swisscom sowie für Tochtergesellschaften gearbeitet, so etwa als Swisscom-Finanzchef und stellvertretender Chef. Er ist Mitglied mehrerer Verwaltungsräte.

Unternehmen mit «Baustellen»

Stämpfli verlässt die BLS in einer Phase, in welcher sich das Unternehmen mit verschiedenen «Baustellen» beschäftigen muss - im eigentlichen und übertragenen Sinn. Im eigentlichen Sinn macht der BLS derzeit die Sanierung des Lötschberg-Scheiteltunnels zu schaffen. Sie wird teurer ausfallen als geplant.

Zudem gibt es den Vorwurf, illegale Ablagerungen von Gleisschotter und Bahnschwellen aus dem Tunnel in Mitholz BE hätten zu einem Fischsterben in der nahen Forellenzucht von Blausee geführt.

Mit teilweise starkem Gegenwind kämpft die BLS beim Projekt einer neuen Werkstatt im Westen der Stadt Bern. Und nicht zuletzt ist sie auf der Suche nach einem neuen Chef: Direktor Bernard Guillelmon ist wegen zu viel bezogener Subventionen Ende Oktober zurückgetreten.

Seit Anfang Woche ist BLS-Cargo-Chef Dirk Stahl interimistischer BLS-Chef. (aeg/sda)

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