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Geschenkkonto für die Kleinen: Sinnvolle Anlage oder Schnapsidee?

beni manz / moneyland



Ein Artikel von

Zugegeben: Geld ist wohl nicht gerade das originellste Geschenk. Das hält die meisten aber nicht davon ab, ihren Sprösslingen, Enkeln oder Götti-Kindern Bares unter den Weihnachtsbaum zu legen.

Die Knirpse haben nichts gegen eine solche Bescherung: Schliesslich können sie so selbst entscheiden, wofür sie das Geld ausgeben wollen. Nur ist das meistens nicht das, was Erwachsene unter einer sinnvollen Investition verstehen.

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Sparen bis zur Volljährigkeit

Damit der spendierte Sparbatzen nicht gleich wieder verprasst wird, haben Banken aus einer Eingebung heraus Geschenksparkonten für Kinder aus der Taufe gehoben. So sollen die Kleinen von den kumulierten Zinseszinsen profitieren, wenn sie einmal gross sind. Die Banken profitieren in der Zwischenzeit von der langen Haltedauer der Spargelder.

Die Konten werden zwar von Erwachsenen eröffnet und behütet. Das angelegte Geld aber gehört den beschenkten Hoffnungsträgern. Sobald das definierte Alter erreicht ist, wird die Vollmacht über das Geschenkkonto den Herangewachsenen überschrieben.

Manche Banken offerieren eine spezielle Geschenkurkunde für die hochoffizielle Übergabe. Mit dem angesparten Betrag können die Volljährigen dann im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte etwas Gutes tun. Zum Beispiel eine Weiterbildung finanzieren. Oder ein neues kostenpflichtiges Konto bei der Bank eröffnen.

Schweizer Zinsen: Eine schöne Bescherung

Die Kontoführung ist wie bei den meisten Schweizer Sparkonten kostenlos. Doch die Sparzinsen liegen momentan im Keller. Schweizer Sparkonten für Erwachsene werfen gerade noch durchschnittliche 0,1 Prozent pro Jahr ab. Da ist nicht mehr viel zu holen.

Immerhin sind die Geschenkkonten etwas höher verzinst, nämlich meistens gleich hoch wie Jugendsparkonten. So gibt es bei der Migros Bank und der Credit Suisse zurzeit 1 Prozent, bei der Postfinance 0,8 Prozent, bei der UBS und Bank Coop 0,75 Prozent, der Raiffeisen 0,625 Prozent (Empfehlung) und bei der ZKB noch 0,5 Prozent im Jahr.

Allerdings gelten diese Vorzugszinssätze nur bis zu einem limitierten Betrag (zum Beispiel bis 25’000 Franken).

Rendite in der Zinsflaute: Aktiensparen

Die Zinsen dürften künftig wieder einmal steigen. Wann die grosse Zinswende naht, steht allerdings noch in den Sternen. Verschiedene Finanzgurus machen sich deshalb für das Aktiensparen stark.

Auch dafür haben die Banken ein Produkt ins Leben gerufen: ein flexibles Fondssparkonto für Kinder. Im Unterschied zu Geschenksparkonten wird das Vermögen bei Fondssparkonten in Aktien und andere Wertschriften angelegt. Das soll auch während der Zinsflaute eine höhere Rendite bringen.

Sparanlagen brauchen Ruhe

Fondsparkonten haben aber einen Haken: Die Gebühren sind meistens zu hoch und fressen eine allfällige Rendite gleich wieder weg. Wenn überhaupt solltest du deshalb kostengünstigeren Lösungen wie ETF den Vorzug geben. Diese lassen sich bei einem Online-Broker auch ohne Geschenkkonto kaufen.

Beachte auch, dass es an den Aktienmärkten über Jahre bergab gehen kann. Fonds und Wertschriften sind also kurz- und mittelfristig riskant.

Als Faustregel gilt: Eröffne ein Fondssparkonto für Kinder nur, wenn das Geld lange darauf ruhen kann. Zehn Jahre sind dabei eine gute Richtgrösse.

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Matthiah Süppi 23.12.2015 08:53
    Highlight Highlight Einen weiteren Nachteil, sehe ich darin, das für eine/n 10 jährige/n z.B. 100 Franken viel mehr sind als für einen 18 jährigen. Ich finde es darum sinnvoll, wenn schon Geld schenken, dann direkt und nicht für in 10 Jahren.
  • Kronrod 23.12.2015 06:31
    Highlight Highlight Vielleicht sollte man den kleinen besser eine Aktie kaufen. Leider sind die heute nicht mehr auf Papier erhältlich, sondern nur noch abstrakt im Depot.
    • kettcar #lina4weindoch 23.12.2015 08:00
      Highlight Highlight Am besten wohl Rüstungsaktien... So wegen den Renditeaussichten... Macht sich mindestens so gut wie eine Spielzeugpistole unter dem Weihnachtsbaum.

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