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UBS will Ermotti über 2027 hinaus im Amt halten

Medien: UBS will Ermotti über 2027 hinaus im Amt halten

Die UBS will Konzernchef Sergio Ermotti einem Medienbericht zufolge über April 2027 hinaus im Amt behalten. Die Grossbank erachte ihn für den anstehenden Streit mit dem Bund über strengere Kapitalregeln als unverzichtbar.
28.02.2026, 10:3628.02.2026, 10:36

Die Suche nach einem Nachfolger werde deshalb aufgeschoben, berichtete die «Neue Zürcher Zeitung» am Samstag unter Berufung auf informierte Kreise. Im Verwaltungsrat unter Präsident Colm Kelleher habe sich die Einschätzung durchgesetzt, dass, solange es in der Kapitalfrage keine Klarheit gebe, der Verwaltungsrat keinen geeigneten Nachfolger für Ermotti wählen könne. Eine Klärung der Regulierung dürfte sich Beobachtern zufolge bis mindestens 2028 hinziehen.

Sergio Ermotti, CEO der Grossbank UBS spricht bei einer Auszeichnung am "Let's Talk" Symposium am Freitag, 22. November 2025 im Kongresshaus in Zuerich. (KEYSTONE/Claudio Thoma)
Sergio Ermotti. Bild: keystone

Ermotti hatte die UBS bereits von 2011 bis 2020 geführt und wurde im Frühling 2023, kurz nachdem die Grossbank die Konkurrentin Credit Suisse (CS) übernommen hatte, als CEO zurückgeholt. Er soll sicherstellen, dass die untergegangene Konkurrentin juristisch, organisatorisch und operativ so schnell wie möglich in die UBS integriert wird.

UBS: Diskussion über Zeitpunkt des Rücktritts verfrüht

Die UBS äussert sich nicht zu einem konkreten Abgangstermin ihres Konzernchefs. Sergio Ermotti werde mindestens bis Anfang 2027 Gruppen-CEO bleiben, bekräftigte ein Banksprecher der Nachrichtenagentur AWP am Samstag.

«Da die Integration wie geplant erst Ende 2026 weitgehend abgeschlossen sein wird und wichtige Arbeiten bevorstehen, um die Bank auf die nächste Phase ihrer Strategie und ihres Wachstumskurses vorzubereiten, ist es verfrüht, über den Zeitpunkt des Rücktritts von Sergio zu spekulieren.»

Die systemrelevante Bank sieht sich nach dem CS-Untergang mit einer möglichen Verschärfung der Eigenkapitalregeln durch den Bund konfrontiert. Die von Finanzministerin Karin Keller-Sutter vorgeschlagenen Regeln sehen vor, dass die UBS ihre Auslandstöchter künftig mit 100 Prozent ihres Werts absichern müsste statt wie derzeit mit 60 Prozent. Das könnte die Grossbank dazu zwingen, bis zu 26 Milliarden Dollar zusätzliches Eigenkapital aufzubauen.

Bank prüft verschiedene Szenarien

Die UBS lehnte in der Vernehmlassung die Verschärfungen ab und warnte vor Wettbewerbsnachteilen im globalen Vermögensverwaltungsgeschäft. Der Bundesrat will im ersten Halbjahr 2026 einen Gesetzesentwurf ans Parlament überwiesen.

Gemäss der NZZ prüft die UBS strategische Szenarien je nach Ausgang des politischen Streits, vom Verbleib in der Schweiz über einen möglichen Wegzug bis hin zu einer Übernahme durch ein ausländisches Institut. «Wir werden, wie wir wiederholt gesagt haben, alles daran setzen, dass die UBS weiterhin als globale Bank erfolgreich aus der Schweiz heraus tätig sein kann», sagte der UBS-Sprecher dazu. «Gleichwohl ist der Verwaltungsrat verpflichtet, sich auf alle Szenarien vorzubereiten.» (sda/awp)

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