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Schweizer Arbeitsmarkt kühlt sich ab – auch ohne Iran-Einfluss

Schweizer Arbeitsmarkt kühlt sich ab – auch ohne Iran-Einfluss

Die Schweizer Arbeitgeber sind für das zweite Quartal 2026 beim Personalausbau vorsichtig.
24.03.2026, 04:5724.03.2026, 04:57

Laut einer aktuellen Umfrage des Personalvermittlers Manpower hat die Einstellungsbereitschaft deutlich abgenommen. Und dies, obwohl die Auswirkungen des Iran-Kriegs noch nicht einmal berücksichtigt wurden.

ARCHIV - 15.04.2020, Bayern, M
Die Schweizer Firmen schauen eher pessimistisch in die Zukunft. (Symbolbild)Bild: keystone

Gemäss der am Dienstag publizierten Studie rechnen die befragten Firmen für das zweite Quartal mit einem Netto-Beschäftigungsausblick (NEO) von 18 Prozent. Dies entspricht einem Rückgang von 8 Prozentpunkten gegenüber dem Vorquartal und von 7 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr.

Die Umfrage basiert auf 581 Interviews mit Schweizer Entscheidungsträgern, die zwischen dem 1. Januar und dem 3. Februar durchgeführt wurden. Die Auswirkungen des Iran-Kriegs sind damit noch nicht enthalten.

Der NEO ergibt sich aus dem Prozentsatz der Arbeitgeber, die einen Anstieg der Einstellungsaktivitäten erwarten, minus dem Prozentsatz der Arbeitgeber, die von einem Rückgang ausgehen.

Schweiz zurückhaltender als Ausland

Damit fällt die Schweiz neu hinter den globalen (31 Prozent) und europäischen (21 Prozent) Durchschnitt zurück, wie die Experten schreiben. Hauptgründe für die vorsichtige Stimmung waren Anfang des Jahres die wirtschaftliche Unsicherheit, die schwache globale Nachfrage, die zunehmende Automatisierung sowie der Fokus auf Produktivität.

Durch den Iran-Krieg und die möglichen negativen Folgen für die Weltwirtschaft dürfte die Unsicherheit inzwischen noch deutlich zugenommen haben.

Generell setzten die Unternehmen derzeit stärker auf flexible Arbeitsmodelle wie Temporärarbeit, heisst es. «Temporärarbeit scheint ein dauerhafter Bestandteil moderner HR-Strategien zu werden», halten die Manpower-Verantwortlichen fest. (sda/awp)

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