Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Milliardendeal der Swiss Re: Britische Tochter verkauft



Der Rückversicherer Swiss verkauft seine Tochtergesellschaft ReAssure an die britische Phoenix Group. Die Transaktion wird mit 3,25 Milliarden britischen Pfund (umgerechnet rund 4,2 Mrd Fr.) bewertet, wobei Swiss Re eine Barzahlung von 1,2 Mrd Pfund sowie den Rest in Aktien von Phoenix erhält.

ARCHIVBILD ZUM HALBJAHRESERGEBNIS 2019 VON SWISS RE, AM MITTWOCH, 31. JULI 2019 ---- Der Swiss Re Hauptsitz am Mittwoch, 2. August 2017, in Zuerich. (KEYSTONE/Christian Merz)

Der Hauptsitz der Swiss Re in Zürich. Bild: KEYSTONE

Dieser Anteil entspricht laut Mitteilung einem Anteil von 13 bis 17 Prozent an Phoenix, zudem erhält der Schweizer Rückversicherer einen Sitz im Verwaltungsrat von Phoenix. Der Minderheitsaktionär von ReAssure, die MS&AD Insurance Group, wird ebenfalls Aktien an Phoenix erhalten. Die Anzahl Aktien ist dabei vom Aktienkurs beim Vollzug des Verkaufs abhängig, während der Gesamtanteil beider Unternehmen auf rund 28 Prozent festgelegt sei.

Gemäss Swiss Re dürfte sich die Transaktion zwar negativ auf den Gewinn (nach US GAAP) im vierten Quartal 2019 auswirken, aber einen positiven Einfluss auf die Swiss Solvency Test(SST) Quote der Gruppe und den ökonomischen Gewinn haben.

Börsengang gescheitert

Swiss Re wollte im letzten Sommer einen Teil der ReAssure-Aktien an die Londoner Börse bringen, doch daraus wurde wegen mangelnden Interesses seitens grosser institutioneller Investoren nichts, wie es damals hiess. Zuletzt hiess es dann, man wolle den Anteil auf unter 50 Prozent abbauen.

ReAssure ist auf die Verwaltung geschlossener Lebensversicherungs-Portfolios spezialisiert. Die Gesellschaft kauft Bestände von Lebenspolicen vor allem von britischen Versicherern auf. Diese können das so in der eigenen Bilanz freigewordene Kapital für andere Zwecke verwenden. ReAssure selber betreut die aufgenommenen Lebensversicherungen dann bis zu deren Fälligkeit. (awp/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!

Kommentar

Die Konzernverantwortungs-Initiative aus einem afrikanischen Blickwinkel

Als gebürtiger Südsudanese beobachte ich die Debatte in der Schweiz um die Konzernverantwortungs-Initiative (KVI) mit Befremden. Beinahe alle Nichtregierungsorganisationen (NGO), die auch in der Entwicklungszusammenarbeit tätig sind, engagieren sich für diese Initiative in der Hoffnung, dass es künftig weniger Menschenrechtsverletzungen gibt, die von Schweizer Firmen in Entwicklungsländern verursacht werden.

Insgeheim wissen die meisten dieser NGO sehr wohl, dass die systematische Verletzung von …

Artikel lesen
Link zum Artikel