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SRG-Generaldirektor Roger de Weck im Interview mit «Tagesschau»-Leiter Urs Leuthard.  screenshot srf

Roger de Weck: «Die SRG ist bereit, auf das eine oder andere zu verzichten, wenn das gewünscht ist»

Nach dem äusserst knappen Ausgang der RTVG-Abstimmung nahm der SRG-Generaldirektor in der Abstimmungssendung von SRF Stellung. Er freue sich auf die Service-Public-Debatte.



Kurz nach der knapp gewonnen Abstimmung über das revidierte Radio- und TV-Gesetz (RTVG) äusserte sich SRG-Generaldirektor Roger de Weck im Interview mit «Tagesschau»-Leiter Urs Leuthard. Die Schuldfrage bezüglich des quasi zufälligen Abstimmungsergebnisses zu Gunsten der SRG stellte Leuthard nicht. Stattdessen fragte er, was das Ergebnis für die SRG bedeute. 

De Weck sagte, dass er sich freue, dass das neue Gebührenerhebungssystem nun in Kraft treten könne. «Wir haben nun ein dem digitalen Zeitalter angemessenes Gebührensystem», sagte de Weck. Nun gehe es darum, die Zukunft des audiovisuellen Service Public zu gestalten. 

Die genau gleiche Antwort gab de Weck auch auf eine völlig andere Frage von watson:

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Roger de Weck im Interview mit watson. YouTube/rafaela roth, mathieu gilliand

«Es kann nun eine eigentliche Service-Public-Debatte geführt werden, in der man sich überlegt, was für einen Service Public man will.»

Roger de Weck, SRG-Generaldirektor. srf

«Es kann nun eine eigentliche Service-Public-Debatte geführt werden, in der man sich überlegt, was für einen Service Public man will», sagte de Weck in der Abstimmungssendung gegenüber Urs Leuthard weiter. Die SRG werde in diese Debatte «offen, konstruktiv und änderungsbereit» eintreten. «Und wir sind Auftragnehmerin und nicht Auftraggeberin», sagte de Weck. 

Einschränkungen ständen eher nicht zur Debatte

Auf die Frage Leuthards, ob man wirklich bereit sei, Programme oder Kanäle zu streichen, sagte de Weck: «Ich finde in einer Debatte darf es keine Tabus und Denkverbote geben, sonst bringt sie wenig». Allerdings stellt de Weck gleichzeitig klar, dass seiner Ansicht nach Einschränkungen im Umfang des Programms eigentlich nicht zur Debatte stehen. «Jedes Medienhaus im Umbruch der Medienwelt muss sich überlegen, was stimmt und was nicht mehr stimmt, aber ich denke es geht da mehr um einen Umbau und nicht um Aus- oder Abbau», sagte de Weck. 

«Für mich gehören menschenwürdige Unterhaltung, Sport und Fiktion dazu.»

Roger de Weck, SRG-Generaldirektor srf

Er selber wolle keinen Service Public wie in den USA, der mit den hochstehendsten Sendungen einen Marktanteil von zwei Prozent erreiche. «Für mich gehören menschenwürdige Unterhaltung, Sport und Fiktion dazu», sagte de Weck. Er sei aber offen, darüber zu diskutieren welche Sportarten beispielsweise wichtig seien. Und: Die SRG ist auch bereit, auf das eine oder andere zu verzichten, wenn das gewünscht ist. 

(thi) 

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