Wirtschaft
Iran

Ölpreise steigen wegen Nahost-Spannungen weiter

Ölpreise steigen wegen Nahost-Spannungen weiter

27.04.2026, 10:3227.04.2026, 12:52

Der Ölpreise sind am Montag angesichts der stockenden Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA merklich gestiegen. Der Preis für ein Barrel Öl der Nordseesorte Brent zog auf 108,28 US-Dollar an. Das waren 2,81 Prozent mehr als am Freitag.

epa12887398 A man put some diesel in his car at a petrol station in Clermont l'Herault, France, 13 April 2026. Oil prices have surged past 100,01 USD per barrel of Brent following conflict in the ...
Die steigenden Ölpreise merken Autofahrerinnen und Autofahrer beim Tanken.Bild: keystone

Die diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs haben am Wochenende keine Fortschritte gemacht. US-Präsident Donald Trump sagte eine angekündigte Reise seiner Unterhändler nach Pakistan am Samstag kurzfristig ab - zum zweiten Mal in einer Woche. Er begründete dies auch mit einem inakzeptablen Vorschlag des Irans. Die Strasse von Hormus bleibt damit fast vollständig geschlossen.

Laut dem US-Nachrichtenportal Axios schlug der Iran den Vereinigten Staaten ein neues Angebot für die Öffnung der für den globalen Öltransport wichtigen Meeresstrasse von Hormus vor. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es jedoch nicht. Der Ölmarkt bleibt skeptisch, da laut dem Bericht die Nuklearfrage erst später geklärt werden soll.

«An den Energiemärkten bleibt die Entwicklung im Nahen Osten das entscheidende Thema», sagte Rohstoffexpertin Barbara Lambrecht von der Commerzbank. Solange sich keine Öffnung der Strasse von Hormus abzeichne, dürfte der Preis für Rohöl der Sorte Brent ihrer Einschätzung nach über 100 Dollar verharren.

Meldungen, die auf eine mögliche Fortsetzung der Verhandlungen zu einem Ende des Iran-Kriegs hindeuten, konnten die Notierungen am Ölmarkt vorerst nicht nachhaltig bewegen. Irans Aussenminister Abbas Araghtschi wird am Abend zu Gesprächen in Pakistan erwartet. Dort soll er nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna mit Vertretern Pakistans sprechen, die im Konflikt zwischen den USA und dem Iran vermitteln. (hkl/awp/sda/dpa)

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quelle: keystone / maya levin
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