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Wie klimafreundlich ist deine Ernährung? Diese Grafik gibt dir eine Übersicht

Unsere Ernährung ist für einen Drittel aller menschengemachten Treibhausgase verantwortlich. Doch welche Lebensmittel sind wie klimaschädlich? Diese Übersicht hilft dir.
22.09.2021, 12:2623.12.2021, 14:07
Lea Senn
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Ein Drittel aller Treibhausgase stammen aus der Lebensmittelproduktion – das ist mehr als alle Flugzeuge, Autos und Schiffe zusammen ausstossen. Die Zürcher Organisation «Eaternity» entlarvt nun die grössten Klimasünder auf unseren Tellern. Die Projektideen zu den Auswirkungen von Lebensmitteln auf das Klima entstanden bereits 2008 an der ETH Zürich. Heute arbeiten rund ein Dutzend Personen für «Eaternity».

Fast 500 Lebensmittel wurden je nach CO₂-Fussabdruck in Bereiche eingeteilt und auf einem übersichtlichen Poster zusammengestellt: Im Zentrum (grüner Bereich) befinden sich Nahrungsmittel, die mindestens 50 Prozent besser sind als der Durchschnitt. Sie helfen, die Klimaziele zu erreichen. Je weiter weg sich die Lebensmittel vom Zentrum befinden, umso klimaschädlicher sind sie.

Das Poster beinhaltet Symbole für fast 500 Lebensmittel. Sie sind nach Klimabilanz und nach Lebensmittelgruppen geordnet.
Das Poster beinhaltet Symbole für fast 500 Lebensmittel. Sie sind nach Klimabilanz und nach Lebensmittelgruppen geordnet.Bild: eaternity

Du kannst dir das Poster mit allen Lebensmitteln für deinen Kühlschrank auf der Website «All you can eat» herunterladen oder auf Papier bestellen.

Suchst du ein bestimmtes Produkt? Dann gib es hier in der Tabelle ein. Du kannst auch nach CO₂-Werten, Kilokalorien oder Kategorie sortieren.

Wie der CO₂-Fussabdruck berechnet und verglichen wird
Um einen fairen Vergleich zwischen den Lebensmitteln zu gewährleisten, sind alle CO₂-Werte in CO₂-Äquivalenten für eine vergleichbare Menge des Produkts angegeben, die einen Drittel des normalen Tagesbedarfs deckt. Bei dieser Einteilung werden die Nährstoffe und das Gewicht der Lebensmittel berücksichtigt. So wird für jedes Lebensmittel entschieden, welchen Anteil es an dem üblichen Tagesbedarf von Preteinen (50 g), Fetten (66 g), Energie (2000 kcal), Wasser (2500 g) und Trockengewicht (600 g) erfüllt und eine einheitliche Grösse für den Tagesbedarf berechnet.

Berücksichtigt sind unter anderem saisonale Herstellung, Emissionen für den Transport mittels Schiff oder Lastwagen.

Mehr Details zur Datengrundlage findest du auf der Rückseite des Posters, das du dir auf der Website «All you can eat» als PDF herunterladen kannst.

Fleisch und Fleischersatz

Wenig überraschend landen viele Fleischprodukte im orangen und roten Bereich der Skala. Die türkise Linie bezeichnet übrigens den Durchschnitt: Wenn du dich also vorwiegend von Lebensmitteln überhalb dieser Linie ernährst, lebst du überdurchschnittlich klimafreundlich.

Am klimafreundlichsten schneiden die Fleischersatzprodukte «Huhn aus Erbsen», Seitan, Tempeh und Tofu ab. Zusammen mit Ente befinden sie sich in der grünen Zone, sie sind also über 50 Prozent klimafreundlicher als durchschnittliche Lebensmittel.

Die allermeisten Fleischstücke vom Rind, Kalb, Lamm und Pferd befinden sich in der roten Zone. Sie sind mehr als doppelt so klimaschädlich wie der Durchschnitt.

Bild: eaternity / mobileoptimierung: watson

Fisch und Meeresfrüchte

Den tiefsten Fussabdruck haben Makrelen, Felchen und Zander. Am anderen Ende der Skala stehen Pangasius, Krebse und Hummer.

Bild: eaternity / mobileoptimierung: watson

Milchprodukte und Eier

Die meisten Hartkäse befinden sich mehr oder weniger auf Höhe des Durchschnitts. Besser schneiden Frischkäse, Creme Fraîche und Ricotta ab.

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Gemüse

Der Gewinner unter allen Gemüsesorten ist der Butternusskürbis! Er hat die beste Klimabilanz, gefolgt von anderen Kürbissorten, Spinat und Pastinaken. Eingelegtes Gemüse hat übrigens einen deutlich höheren Fussabdruck. Auch der hierzulande im Frühling sehr beliebte Spargel schneidet schlecht ab.

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Früchte

Unter den emissionsarmen Früchten befinden sich etwas überraschend auch exotische Sorten wie Banane, Mango oder Ananas. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass die Experten von «Eaternity» ausschliesslich mit Schiffstransporten gerechnet haben. Aufgrund der grossen Mengen, die ein Schiff transportieren kann, verteilen sich die generierten Emissionen auf sehr viele Früchte und sind entsprechend klein. Für Früchte, die auf dem Luftweg in die Schweiz kommen, sähe die Rechnung anders aus.

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Getreide, Reis, Nüsse, Öle und Pilze

Hülsenfrüchte, Kartoffeln und Brot weisen einen sehr tiefen Fussabdruck auf. Weniger gut sieht es bei Reis aus – allerdings befindet sich auch dieses noch über dem Durchschnitt. Die einzigen Vertreter unter dem Durchschnitt sind in dieser Kategorie Pommes Frites und einzelne Pilzsorten.

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Gewürze, Kräuter und Essig

Die meisten Gewürze verursachen kaum Treibhausemissionen. Im kritischen Bereich befinden sich jedoch Vanilleschoten und Wermutkraut. Auch die Herstellung von Essig belastet die Umwelt überdurchschnittlich stark.

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Getränke

In der letzten Kategorie wenden wir uns den Getränken zu: Tee ist dabei am klimafreundlichsten. Am anderen Ende der Skala befinden sich exotische Fruchtsäfte und Spirituosen.

Bild: eaternity / mobileoptimierung: watson
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50 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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lilie ❤ Bambusbjörn
22.09.2021 12:39registriert Juli 2016
Sehr merkwürdige Tabelle: Bärlauch (den ich zu Fuss im Wald pflücke!) ist demnach im roten Bereich, Schweinswurst aus Massentierhaltung im weissen und Kokosmilch aus Übersee im grünen. 🤔

Keine Ahnung, was die gerechnet haben, aber einige Zuordnungen finde ich sehr fragwürdig. 🤷‍♀️
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Mandalayon
22.09.2021 13:47registriert Februar 2018
Wenn ich also Romanesco, Broccoli und Rotkohl einlege statt direkt zu kochen, spare ich zwar an Energie, brauche aber die vierfache Menge CO2?

Wie definiert sich der Tagesbedarf Essig? Bei mir reicht ein halber Liter Weissweinessig 2-3 Monate. Ich trinke den doch nicht wie Wasser, um meinen Energie-/Nährstoffbedarf zu decken. Kann mir keiner sagen, dass der umweltschädlicher ist als Lammfleisch oder Hartkäse.

Sorry, aber diese Darstellung ist schlicht unglaubwürdig.
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Roli_G
22.09.2021 14:30registriert Januar 2021
Spannend. Nelken haben also 1352 kcal pro Menge, die 1/3 des Tagesbedarfs (1 Becher Glühwein pro Jahr?) deckt. Ist das nach Einstein e=mc2 berechnet?
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