Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Atemluft verrät, wie die Stimmung im Kinosaal ist



Spannung in der Luft ist messbar: Die Atemluft in einem Kinosaal verrät, ob eine Filmszene vom Publikum als packend, lustig oder langweilig empfunden wird.

Dem Duftmuster bei Filmen kamen die Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Chemie und der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz mit Hilfe spezieller Analysegeräte, sogenannter Massenspektrometer, auf die Spur.

Kino, Besucher, Menschen, Film, Kinosaal, Movie, Blockbuster, 3D

Schau, die haben mega Spass im Kino!
bild: shutterstock

Bei aufregenden Szenen spannen sich die Zuschauer demnach an, werden unruhig und atmen schneller. In der Folge stiegen die Werte für Kohlendioxid und Isopren in der Abluft des Kinosaals, heisst es in einer Mitteilung des Instituts. Die chemischen Signale seien so eindeutig, dass davon auf die Filmszene geschlossen werden könne.

«Chemische Signatur»

Das Team bezog 16 Filme wie etwa «Der Hobbit» oder «Das erstaunliche Leben des Walter Mitty» in die Untersuchung ein. Messgeräte im Technikraum eines Kinosaals bestimmten rund 100 verschiedene chemische Komponenten der Abluft.

Alle 30 Sekunden erfolgte eine Messung. Zuvor hatten die Forscher die einzelnen Filmszenen danach beurteilt, ob Komik, Dialog oder Kampf zu sehen ist.

«Die chemische Signatur der ‹Tribute von Panem› war sehr eindeutig; wir haben sie bei unterschiedlichem Publikum immer wieder gemessen», erklärt Jonathan Williams, Atmosphärenchemiker am Max-Planck-Institut für Chemie.

This image released by Lionsgate shows Jennifer Lawrence as Katniss Everdeen, from foreground to background, Josh Hutcherson as Peeta Mellark and Woody Harrelson as Haymitch Abernathy in a scene from

Szene «Tribute von Panem» alias «The Hunger Games».
Bild: AP/Lionsgate

An der Stelle, an der die Heldin um ihr Leben kämpft, seien gewisse Werte immer deutlich angestiegen. Über ihre Ergebnisse berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin «Scientific Reports».

Nutzen für Werbeindustrie

Menschen atmen demnach mehr als 800 chemische Verbindungen in winzigen Mengen aus. Diese molekularen Spuren in der Atemluft können sichtbar gemacht werden. Nutzen könnten solche Messungen zum Beispiel der Werbeindustrie, meinen die Forscher. So könnte schnell und objektiv gemessen werden, wie emotionale Botschaften auf eine Gruppe von Menschen wirkten.

Auch könnten mit Hilfe des Atems in Zukunft vielleicht Rückschlüsse auf den Stoffwechsel gezogen werden. Noch sei allerdings weitgehend unbekannt, bei welchen biologischen Prozessen welche Moleküle gebildet würden.

Hilfe bei der Auswertung bekamen die Chemiker von Informatikern der Mainzer Universität. Das chemische Signal sei bei spannenden und lustigen Szenen statistisch eindeutig gewesen, erklärt Stefan Kramer vom Institut für Informatik. Sein Team freue sich auf die Fortsetzung der Studie: Derzeit werden die Daten von «Star Wars» ausgewertet.

(sda/dpa)

Die schönsten Plakate des Kino Xenix

Das könnte dich auch interessieren:

Nach Maurers Englisch-Desaster: Jetzt nimmt ihn Martullo in die Mangel (You Dreamer!😂)

Link zum Artikel

13 Cartoons, die unsere Gesellschaft auf den Punkt bringen

Link zum Artikel

Super-GAU für Huawei? Das müssen Handy- und PC-User jetzt wissen

Link zum Artikel

Perlen aus dem Archiv: So (bizarr) wurde 1991 über den Frauenstreik berichtet

Link zum Artikel

Strache-Rücktritt: Europas Nationalisten haben einen wichtigen General verloren

Link zum Artikel

Steakhouse serviert versehentlich 6000-Franken-Wein – die Reaktionen sind köstlich

Link zum Artikel

Das Huber-Quiz: Dani ist zurück aus den Ferien. Ist er? IST ER?

Link zum Artikel

Instagram vs. Realität – 14 Vorher-nachher-Bilder mit lächerlich grossem Unterschied

Link zum Artikel

8 Gerichte, die durch die Beigabe von Speck unwiderlegbar verbessert werden

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen

Im ersten Superheldinnen-Film von Marvel ist der wahre Star eine Katze

Dieser Text enthält leichte Spoiler zu «Captain Marvel» und einen starken Spoiler zu «Avengers: Infinity War».

Mit «Captain Marvel» bringt Disney seinen 21. Superhelden-Film aus dem Marvel-Universum in die Kinos. Wobei man eigentlich sagen müsste Superheldinnen-Film, denn erstmals sehen wir eine Frau in der titelgebenden Hauptrolle. Darauf ist Disney auch mächtig stolz und wird nicht müde, dies in seiner Werbekampagne zu betonen. Ob man wirklich so stolz darauf sein sollte, dass man 20 Filme …

Artikel lesen
Link zum Artikel