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Das Problem des Bewusstseins: Wie kriege ich die Welt in meinen Schädel?

Das Gehirn liefert uns eine Repräsentation der Realität. Das findet im Bewusstsein statt und funktioniert sogar im Dunkeln oder im Keller.

Christoph Bopp / Aargauer Zeitung



Eines der dringendsten und verstörendsten philosophischen Probleme ist Zahnweh. Wobei es die Philosophen ja gern nicht allzu genau haben wollen und deshalb «Schmerz» sagen. Wir alle wissen, was – und vor allem wie – Zahnweh ist. Aber ganz offensichtlich ist dieses «Wissen» nicht objektivierbar. Man kann nicht darüber reden. Denn dieser Schmerz ist genau meiner und ich kann unmöglich wissen, wie sich der bei irgendjemand anderem anfühlt.

Bild

Alte oder junge Frau? bild: wikipedia

Nur ich kann meinen Schmerz erleben oder empfinden, er ist also unrettbar subjektiv. Ähnlich geht es mit anderen Empfindungen: Farben, Gerüche, Geschmacksempfindungen, Musik und vieles andere. Man bezeichnet sie als mentale Zustände. Oder die Philosophen nennen sie «Qualia». Geistige Phänomene. Es gibt sie nur in unserem Bewusstsein.

Das Bewusstsein – mittlerweile ist unbestritten, dass es irgendwo in unserem Gehirn ist. Und trotzdem eine Provokation. Denn es ist offenbar etwas völlig anderes. Den Unterschied hat am deutlichsten René Descartes (1596-1650) formuliert: Für ihn gliederte sich die Welt in res extensa (die Materie) und res cogitans (die denkende Substanz). Gegen dieses Dualismus kämpfen besonders die Wissenschafter, die Hirnforscher. Denn sie müssten erklären, wie aus dem Gehirn, res extensa, Bewusstsein (res cogitans) entsteht und so den Dualismus auflösen.

Neuronale Korrelate und ein Gehirn-Arbeitsbereich

Im aktuellen Heft von «Spektrum der Wissenschaft» sind zwei Möglichkeiten skizziert, wie das Problem angegangen werden könnte. Christof Koch und der berühmte Nobelpreisträger Francis Crick (der die DNA-Doppelhelix entdeckte) haben nach den Aktivitäten im Gehirn gefragt, die zusammen mit den inneren Empfindungen auftreten. Was passiert im Gehirn, wenn der Zahn schmerzt? Mit diesen «neuronalen Korrelaten» (neural correlates of consciousness – NCC) versucht man dann, Bewusstsein im Gehirn nachzuweisen.

Bild

Steht der Würfel auf der Grundfläche oder auf der Kante? bild: ch media

Was man beobachten kann, ist, dass «Bewusstsein» nicht an einem Ort im Gehirn lokalisiert ist. Es gibt keinen Bewusstseinsgenerator, der eine bestimmte Information «repräsentabel» macht. Bewusstsein «entsteht», wenn Schaltkreise auf eine bestimmte Weise vernetzt werden.

Wie muss man sich das vorstellen? Bewusstsein ist Repräsentation einer Erfahrung und ist also Erinnerung. Der französische Neurowissenschafter Stanislas Dehaene spricht von einem «globalen neuronalen Arbeitsbereich», relevante Information wird in verschiedene Gehirnregionen «verteilt» oder miteinander verknüpft, Bewusstsein entsteht dann in der Kommunikation und Synchronisation dieser Regionen. Ungefähr so, wie Obertöne bei einem Instrument den Klang formen.

Die Realitätsmaschine in unserem Schädel

Bewusstsein ist nicht auch schon Selbst-Bewusstsein. Das wäre eine weitere Reflexionsebene. Die erste ist schon kompliziert genug. Unser Gehirn ist ja im Schädel gefangen. Kontakt zur Aussenwelt hat es nur über die Sinnesorgane, die es mit allerlei elektrischen und anderen Reizen füttern. Aus diesen Informationsfitzelchen konstruiert das Gehirn dann ein Bild, eine Repräsentation der Realität. Natürlich halten wir diese Repräsentation für die Realität selbst. Der Apfel ist rund und rot, das Wasser nass und kühl und das Wetter schlecht. Dabei nehmen unsere Sinne nur eine Auswahl aus dem dargebotenen Spektrum auf. Wir «sehen» zum Beispiel nur, was innerhalb eines bestimmten Frequenzbereichs ist.

Bild

Wie viele Beine hat der Elefant? bild: ch media

Aus diesen Daten konstruiert das Gehirn eine Wahrnehmung, eine Konstruktion des Gehirns für das Gehirn. Die Realität da draussen bleibt für uns unzugänglich, Kant sprach vom «Ding an sich», von dem wir nichts wissen.

Immerhin – und das räumt auch Kant ein – ist intersubjektive Erfahrung prinzipiell möglich. Denn unsere Erkenntnisapparate sind nach dem gleichen Plan gebaut. Anil K. Seth von der Universität Essex in Chicester und sein Team lassen aber nicht einmal das gelten. Sie kehren die Signal- und Informationsströme um. Unser Gehirn ist nicht eine Synchronisationsmaschine, sondern arbeitet mit Hypothesen oder Prognosen. Sinneseindrücke dienen dann der ständigen Verfeinerung oder Korrektur dieser Hypothesen. Sie sprechen von einer «kontrollierten Halluzination».

Das lässt sich experimentell überprüfen. Man kann Probanden mittels Virtual Reality «verschobene Wahrnehmungsprioritäten» vorspielen. Jemand sitzt mitten in einem Raum, hat ein VR-Set mit Kamera aufgesetzt. Unbemerkt spielt man dem Probanden ein Video ein und er hält es für ebenso real wie die ursprüngliche Wahrnehmung.

Dass es solche Prioritäten gibt in der bewussten Wahrnehmung, beweisen optische Täuschungen wie die oben abgebildeten «Kippbilder».

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    Alle Leser-Kommentare
  • Hypatia 11.02.2020 22:39
    Highlight Highlight Die Seele ist irgendwie das Seiende.

    Aristoteles, über die Seele.

    Die Sache ist älter als der ganze Neuroschrott, dem wir uns heute ausgesetzt sehen.

    Philosophie ist nichts anderes als die Frage nach dem Sein des Bewusstseins und damit überhaupt die Frage nach dem, wie wir Sein verstehen und warum wir Sein so verstehen, wie wir es verstehen.

    Also: Was heisst Sein?

  • ravendark 10.02.2020 12:32
    Highlight Highlight Tja ... ich lache gerne über die Wissensentsafter.
    Wenn man solchen Guguus wie "was passiert im Gehirn, wenn der Zahn schmerzt" untersuchen muss, weil sonst nichts Relevantes anfällt. Dann ist das Denken schon mal grundsätzlich am Arsch. Dass sich die Wissensentsafter nicht vorstellen können, das das Bewusstsein im Darm, im Blut in den Zellen ist (was die Indianer schon "wussten"), zeigt deren Begrenztheit.
    Bewusstsein messen zu können - who the fuck cares ?
    Wen interessiert es?
    Es gibt entscheidend Wichtigers als solchem Unfug Gedanken zu widmen.
    Geht mal nach draussen - frische Luft!
    • Prügelknabe 11.02.2020 14:40
      Highlight Highlight Das Bewusstsein ist weder im Darm noch im Blut noch in den Zellen.
      Im Darm leben Milliarden von Bakterien. Diese Bakterien haben die Fähigkeit Botenstoffe auszusenden die das Gehirn beeinflussen. Hungergefühl oder Heisshunger auf Süsses lassen sich so erklären. Blut besteht aus Eryhrozyten, Thrombozyten und Leukozyten, welches von denen Bestandteile sollte das Bewustsein steuern? Genau so die Zellen, Sie können sich jegliche Gliedmassen abschneiden, das Bewusstsein ist immer noch vorhanden. Machen Sie das gleiche mit dem Gehirn ist Aus die Maus.
    • Grohenloh 11.02.2020 17:53
      Highlight Highlight Richtig, Prügelknabe! Absolut korrekt.
  • Balikc 10.02.2020 11:46
    Highlight Highlight Äusserst spannendes Thema, auch da wir unsere Wahrnehmung und damit auch unser Bewusstsein gerne als sogenannte "Realität" einordnen.

    Schon als Kind versuchte ich mir vorzustellen, wie sich ein zusätzlicher Sinn anfühlen könnte oder wie andere Lebewesen die Welt wahrnehmen.
    Seit ich mir mit 18 mal durch (un)glückliche Umstände eine rund 30-fache Dosis LSD einverleibte, habe ich zumindest den Hauch einer Ahnung, wie dünn das Papier ist auf welches wir die vermeintlichen Felsblöcke der Realität malen.

    Oder ohne Pathos: Realität ist eine subjektive Erfahrung.
  • Grohenloh 10.02.2020 10:25
    Highlight Highlight Unser Bewusstsein ist eine Illusion.
    Unsere Informationen über die Aussenwelt spärlich, nur über Ausschnitte der Realität mit den fünf Sinnen erfassbar.

    Zum Beispiel scheint es die Zeit gar nicht zu geben. Sie fällt in den phys. Formeln raus. Es scheint mehr eine Perspektive zu sein als Real.

    Deshalb kommen wir bei der Frage nach dem Sinn des Lebens / Gott nicht weiter. Wir sind ein Tier.
    Versucht einer Katze unser politisches System zu erklären oder einer Ameise die Eisenbahn. Die haben die Kapazität nicht dafür.
    Für die wahre Realität haben wir offensichtlich die Kapazität auch nicht.
    • Prügelknabe 11.02.2020 14:47
      Highlight Highlight So so. unser Bewusstsein ist eine Illusion. Dann sitze ich auch nur illusorisch an meinem Arbeitsplatz?
      Wir kennen 9 Sinne. Hören, Riechen, Schmecken, Sehen, Sehen, Tasten, Temperatursinn, Schmerzempfingung, Vestibulärer Sinn (Gleichgewischtssinn) Körperempfingung (Tiefensenibilität). Bei Tieren kommen ev. noch dazu. Polarisation von Licht, Magnetsinn, Infrarotwahrnehmung, Schwingungssinn oder die Wahrnehmung von elektrischen Felder.
      Was für mehr Sinne soll es dann noch geben? Und was meinen Sie unter Realität? Machen Sie Ihr Fenster auf. Die Realität ist da drausen, direkt vor Ihrern Nase.
    • Grohenloh 11.02.2020 17:05
      Highlight Highlight Prügelknabe:
      Die echte Realität ist:
      -Je schneller man sich bewegt, desto langsamer vergeht die Zeit und desto mehr Masse hat man
      - die Anziehung der Schwerkraft eigentlich auf Raumkrümmung beruht
      - es keine Materie gibt, nur Energie
      (alle Einstein)
      - Materie hauptsächlich aus Vakuum besteht
      (Atome)
      - Atome aufgrund von Wahrscheinlichkeiten reagieren, nicht aufgrund Kausalität
      - man ENTWEDER die Lage ODER die Geschwindigkeit von Elektronen messen kann. NIE beides
      (Quantenmechanik)
      - die Zeit und der Raum mit dem Urknall entstanden sind („vorher“ gab es beides nicht)
      (Astrophysik)
      ....
    • Grohenloh 11.02.2020 17:16
      Highlight Highlight Prügelknabe:
      Die Realität vor unserem Fenster ist eine für unser Überleben in der Natur optimierte Wahrnehmung und hat mit der echten Realität nicht viel zu tun
  • LiquidIce 10.02.2020 10:22
    Highlight Highlight Das Bewusstsein ist definitiv ein unglaublich interessantes und komplexes Thema. Bei meiner letzten "Reise" durch mein Bewusstsein habe ich es richtig gespürt, wie ich durch meine Gedanken und Emotionen die Aussenwelt völlig verändern konnte. Sprich der Mensch sieht die Welt nie objektiv, sondern immer durch seinen eigenen Filter des Geistes. Und dieser wiederum wurde durch die Kindheit, Umwelt, Erfahrungen im Leben aufgebaut. Das heisst, dass wir subjektiv betrachtet alle in einer anderen (eigenen) "Welt" leben...obwohl wir auf der objektiven Ebene in der gleichen Welt sind.
    • Prügelknabe 11.02.2020 14:48
      Highlight Highlight Und was haben Sie geraucht oder getrunken um das zu erleben?
  • Schnog 10.02.2020 09:35
    Highlight Highlight Sehr interessant. Nach viel Meditationspraxis fühlt es sich allerdings nicht mehr so an, als wäre mein Bewusstsein in meinem Körper. Es fühlt sich an, als wäre mein Körper in meinem Bewusstsein. Als wäre das Bewusstsein nichts Persönliches sondern etwas Universelles...
    • Kiro Striked 10.02.2020 10:54
      Highlight Highlight Das Bewusstsein ist Teil eines Grösseren Seins, und der Körper, und auch das "Selbst" nur ein Gefährt, bis das Bewusstsein wieder zurückgeht ins "Universelle sein" bis es ein neues Gefährt findet.

      So sehe ich das zumindest mittlerweile.
  • Fredz 10.02.2020 09:32
    Highlight Highlight Der Ansatz, das Bewusstsein durch die Naturwissenschaften zu erklären, ist schon falsch. Dies entspricht der Ansicht der Physikalisten. Der Dualismus geht von einem mentalen Phänomen aus. Dies kann nicht auf materieller Ebene erklärt werden. Wie im Artikel erwähnt, kann Bewusstsein nur durch die 1. Person erfahren werden. Die Naturwissenschaften sind erklärend durch die 3. Person. Nur schon dadurch würde der Versuch, Bewusstsein durch die Neurologie und Chemie zu erklären, scheitern.
    • Dong 10.02.2020 10:57
      Highlight Highlight Watson (&co.) sind halt komplette Materialisten, die können sich nicht vorstellen, dass das Spirituelle etwas anderes als ein Epiphänomen des Materiellen sein könnte. War bei mir aber auch so, als ich noch jünger war ;-)
  • Glücksbringer 10.02.2020 08:47
    Highlight Highlight Der Artikel wirft gute Fragen auf. Sehr interessante Antworten gibt Prof. Dr. Thomas Metzinger, einige auf Youtube, weitere in seinem Buch.
    Die beste Erklärung habe ich im Buch „Ewigkeit Universum Mensch“, von B.Mathiuet gelesen.
  • Kiro Striked 10.02.2020 08:43
    Highlight Highlight Spannend finde ich den "Verlust" oder den "Disconnect" des Bewustseins, via Meditation, oder Substanzen. Den sogenannten "Ego-Tod" erleben um dann mit neuen Erkenntnissen Wiedererweckt zu werden.

    Hatte ich mithilfe von Ayahuasca schn 2 mal, unglaublich eindrücklich. Wie man einfach sein "bewusstsein" sein "selbst" temporär auf eine Reise schicken kann. Man könnte sich Problemlos in ein Regal fühlen, oder in eine Katze oder einen Hund.

    Man hatt dann wirklich das Gefühl "joa das ist jetzt mein Leben, jetzt bin ich das Regal". Dann kommt man langsam zurück und denkt ganz neu übers Leben nach.
  • sintho 10.02.2020 07:43
    Highlight Highlight Spannender Artikel. Das sich das Bewusstsein im Gehirn befindet, ist vielleicht eine etwas einengende Aussage.

    Also wenn man den Kopf auf einen anderen Körper transplantieren würde, hätte man dasselbe Bewusstsein? Oder ergibt sich das Bewusstsein aus den anderen Organen, die fühlen, sehen und hören lassen können?
    • Likos 10.02.2020 08:22
      Highlight Highlight Bis auf das Hirn, hat man ja bei menschlichen Körpern ja schon ziemlich alles ausgetauscht, ohne das jemand zum neuen Mensch wurde (abgesehen von der ggf. traumatischen Erfahrung).
      Wenn unser neuer Körper drei Augen hätte, würde unser Hirn trotzdem nur zwei Augen verarbeiten.
    • Firefly 10.02.2020 09:02
      Highlight Highlight "Wenn unser neuer Körper drei Augen hätte, würde unser Hirn trotzdem nur zwei Augen verarbeiten. "

      Wie kommst du darauf?
    • SwissWitchBitch 10.02.2020 09:54
      Highlight Highlight @Likos es gibt mittlerweile auch genug Fälle wo das Austauschen oder Verändern eines Teils, bspw der Darmbakterien, zu einer Persönlichkeitsveränderung geführt hat.
  • de_spy 10.02.2020 07:39
    Highlight Highlight Das Elefantenbild ist regelrecht verstörend 😱
    • Peter Normalsterblicher Muster 10.02.2020 09:30
      Highlight Highlight Ist es wirklich das Bild oder bist es doch du?
  • Prügelknabe 10.02.2020 07:16
    Highlight Highlight "Bewusstsein ist Repräsentation einer Erfahrung und ist also Erinnerung"

    Werden Erinnerungen vererbt? Haben wir einen angeborenen Instinkt?

    Warum weiss dieses Baby was süss ist?
    Play Icon


    Auch interessant:
    https://www.dw.com/de/epigenetik-wenn-wir-traumata-vererben/a-50547821

    https://www.deutschlandfunk.de/schneller-sehen-als-die-realitaet-das-gehirn-ueberholt-das.676.de.html?dram:article_id=387037

    Ich denke unser Gehirn ist noch viel komplexer, als es uns bewusst ist.

    • ravendark 10.02.2020 12:34
      Highlight Highlight Der Darm und die Zellen sind das Wichtigste in unserem Körper - das Gehirn ist nur Träger und Speicher.
  • Erlins Bach 10.02.2020 06:56
    Highlight Highlight Manchmal wäre es auch gut zu wissen, wie man die Welt aus dem Schädel bringt.
    • ravendark 10.02.2020 12:40
      Highlight Highlight Musik machen funktioniert bei mir super. Lesen ebenfalls, Biken ebenfalls, Kochen auch.
      Bergtouren super, im Café Zeitung lesen super,
      Historisches im Netz ansehen super, Pidcump am Tsiischtig luege, die Katze mit Fisch füttern super. neues Design für die Gitarre ausdenken, Bifidus-Joghurt-Speck-Sauce für Spaghetti erfinden ... mmhhh... usw.
    • Erlins Bach 10.02.2020 21:52
      Highlight Highlight @ravendark: einverstanden!
      Die naheliegendste Antwort auf meine Frage ist, den unerwünschten Teil erst gar nicht hineinzulassen. Das sollte mit Erfahrung und Disziplin dann irgendwann möglich sein.

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