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Rabe, raven, bird

Raben sind schlauer, als bisher angenommen. Bild: shutterstock

Schon junge Raben sind ebenso schlau wie Menschenaffen



Raben gelten als schlau. Wie clever sie tatsächlich sind, haben Kognitionswissenschaftler der Universität Osnabrück und der Max-Planck-Gesellschaft erforscht. Mit überraschendem Resultat.

Die Forscher verglichen die physischen und sozialen Fähigkeiten von Kolkraben mit denen von Schimpansen und Orang-Utans. Dabei zeigte sich, dass die Raben bereits im Alter von vier Monaten eine vergleichbare kognitive Leistung erbringen wie die Menschenaffen. Die Studie wurde im Fachjournal «Scientific Reports» veröffentlicht.

Das Forscherteam nutzte einen ursprünglich für Primaten entwickelten experimentellen Test und passten ihn an die Raben an. So wollten die Wissenschaftler etwa herausfinden, ob Raben wissen, wo sich Futter befindet. Dazu versteckten sie Leckereien in einem Becher, der zwischen anderen Bechern versteckt und hin- und herbewegt wurde wie beim Hütchenspiel. Die Raben zeigten mit dem Schnabel auf den richtigen Becher und pickten auf ihn ein.

«Im Alter von vier Monaten sind Rabenkinder schon relativ selbstständig und fangen an, sich für Nichtbrüterverbände zu interessieren», sagte Forschungsleiterin Simone Pika vom Institut für Kognitionswissenschaft der Uni Osnabrück. Das sind lockere Schwärme von bis zu mehreren Hundert Tieren. Folglich müssten die jungen Raben vor allem kognitiv für diese neuen Herausforderungen gewappnet sein.

Insgesamt wurden acht Raben im Alter von vier, acht, zwölf und 16 Monaten in verschiedenen Aufgabenbereichen getestet, bei denen zum Beispiel räumliches Verständnis oder soziales Verhalten wie Kommunikation getestet wurde. Tests zum Verstehen von Mengen, von Ursache-Wirkungs-Ketten, zum sozialen Lernen und zur Kommunikation meisterten sie ebenso gut wie Schimpansen oder Orang-Utans, stellten die Wissenschaftler fest.

Nun sollen weitere Tests entwickelt werden, bei denen auch artspezifische Fähigkeiten mit einbezogen werden.

*Fachpublikationsnummer DOI: 10.1038/s41598-020-77060-8 (cki/sda/dpa)

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