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Inderin (17) trägt jahrelang ihren toten Zwilling im Bauch – er war 30 Zentimeter gross

20.08.2019, 13:4220.08.2019, 13:46

Eine 17-jährige Inderin hat ihr Leben lang einen deformierten toten Fötus in sich getragen. Dabei handelte es sich um ihren eigenen Zwilling, wie Ärzte im Fachblatt «British Medical Journal» berichten.

Die Masse im Bauch der Jugendlichen war demnach 30 Zentimeter lang und 16 Zentimeter breit und enthielt Haare, Knochen und Zähne. Einen solchen Fall hätten Ärzte weltweit noch nie bei einer erwachsenen Frau festgestellt, schreibt das Team um den Chirurgen Anil Kumar in der Stadt Patna.

Vor der Diagnose litt die Jugendliche unter Schmerzen und ihr Bauch war über fünf Jahre lang allmählich angeschwollen. Die Ärzte in Patna entfernten ihr nach einer Untersuchung die Masse.

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Frau trägt jahrelang toten Zwilling im Bauch
quelle: kumar a, paswan ss, kumar b, et al / bmj case reports / .cc by-nc 4.0
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Im medizinischen Fachjargon sprechen Ärzte von «Foetus in foeto»: Bei dem Phänomen, das bei 1 von 500'000 Lebendgeburten vorkommt, wird im Körper eines Zwillings ein deformierter Fötus gefunden. Meistens passiert das schon im Kindesalter. Bei Menschen im Alter über 15 Jahren waren dem Artikel zufolge vorher nur sieben Fälle dokumentiert, sämtlich bei Männern. Der älteste Patient war demnach 47 Jahre alt.

Der jungen Frau aus Indien geht es den Ärzten zufolge zwei Jahre nach dem Entfernen ihres fehlentwickelten Zwillings gut. «Ich war besorgt über den Klumpen in meinem Unterleib», wird sie in dem Artikel zitiert. «Aber nach der Operation fühle ich mich sehr gut, mein Bauch ist jetzt flach, und auch meine Eltern sind sehr glücklich.» (sda/dpa)

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25 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Offi
20.08.2019 14:33registriert Januar 2018
Muss bei Gelegenheit mal meinen Bierbauch scannen lassen !?!
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Wideblitz
20.08.2019 13:55registriert März 2014
Genug Internet für heute
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Gopfridsenkel
20.08.2019 14:37registriert Juni 2018
Puh, ihr habt vorgewarnt, ich wollte nicht auf euch hören... Einer von vielen Gründen, warum es gut war dass ich mich gegen das Medizinstudium entschieden habe (meine dazu viel zu schlechten Schulnoten lassen wir jetzt mal ausser Betracht)
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