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Schweizer Raumfahrt-Technik soll helfen, im All Einsteins Gravitationswellen zu finden

03.12.2015, 06:3203.12.2015, 11:53

Ein neuer Wissenschaftssatellit soll Technik testen, um Gravitationswellen im All messen zu können. Die Europäische Weltraumorganisation hat den Satelliten «LISA Pathfinder» von der Station Kourou in Französisch-Guayana an Bord einer Vega-Trägerrakete losgeschickt.

Die Trägerrakete hat am 3. Dezember erfolgreich abgehoben.<br data-editable="remove">
Die Trägerrakete hat am 3. Dezember erfolgreich abgehoben.
Bild: Getty Images Europe

Der Satellit soll sein Ziel in etwa 1.5 Millionen Kilometer Entfernung von der Erde Richtung Sonne erreichen. Der Start in Französisch-Guyana war wegen technischer Probleme an der Trägerrakete um einen Tag auf Donnerstagmorgen verschoben worden. Gravitationswellen gehören zu den am schwersten fassbaren Kräfte im Universum und breiten sich im Vakuum mit Lichtgeschwindigkeit aus.

Direkt beobachtet wurden die Wellen jedoch noch nie. Sämtliche Versuche, die mit Hilfe riesiger Detektoren auf der Erde durchgeführt werden, blieben bisher erfolglos. Nun hofft die Europäische Raumfahrtagentur (ESA), dem Phänomen mit einem Experiment im All auf die Spur zu kommen.

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So kann man sich Pathfinders Arbeit vorstellen.<br data-editable="remove">
So kann man sich Pathfinders Arbeit vorstellen.
Bild: Getty Images Europe

Am Projekt sind die ETH und die Universität Zürich sowie der Schweizer Technologiekonzern RUAG massgeblich beteiligt. Im Inneren des Satelliten schweben im Abstand von 38 Zentimetern zwei je 1.96 Kilogramm schwere Würfel aus einer Gold-Platin-Legierung. Von RUAG Space hergestellte Mechanismen halten die Würfel während des Starts an ihrem Platz und positionieren sie danach in ihren Testkammern.

Die Elektronik wurde am Institut für Geophysik der ETH Zürich entwickelt. Von RUAG stammt neben weiteren Bauteilen des Satelliten auch der Laser-Modulator.

Was macht Pathfinder eigentlich? Ein Erklärvideo der ESA (Englisch).

(sda/dpa)

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