Wissen
Forschung

Dieser Kometenschweif ist über 1 Milliarde Kilometer lang

Rekordhalter Komet 153P/Ikeya-Zhang von 2002
Rekordhalter: Komet 153P/Ikeya-Zhang von 2002Bild: Philipp Salzgeber/Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.0 AT)

Neuer Rekord: Dieser Kometenschweif ist über 1 Milliarde Kilometer lang

12.06.2020, 09:4012.06.2020, 13:05

Die NASA hat den längsten aller bisher gemessenen Kometen-Schweife gefunden: Eine ganze Milliarde Kilometer soll er lang sein.

Zum Vergleich: Die Distanz Erde-Mond beträgt 384’400 km, zur Sonne sind es rund 150 Millionen Kilometer. Der Schweif misst also mehr als drei Mal zur Sonne und wieder zurück.

Wie von «IFL Science» berichtet, ist der Ionenschweif des Kometen «153P / Ikeya-Zhang» damit fast doppelt so lang wie der des Kometen «Hyakutake», dem bisherigen Rekordhalter. Um die Entdeckung zu machen, mussten Wissenschaftler zwei Jahrzehnte alte Daten durchsuchen.

Als die NASA-Raumsonde Cassini im Jahr 2002 zwischen den Umlaufbahnen von Jupiter und Saturn unterwegs war, entdeckte es eine erhöhte Anzahl von Protonen. Dieses Ereignis war seit all den Jahren ungeklärt, aber ein Team aus britischen und US-amerikanischen Forschern glaubt nun, dass diese Protonen tatsächlich vom ionisierten Schweif des Kometen «153P / Ikeya-Zhang» stammen.

2017 stürzte Cassini in den Saturn. Die besten Bilder:

1 / 10
Saturn-Sonde «Cassini» soll bis zuletzt funken
Die NASA-Raumsonde «Cassini» steht vor dem geplanten Absturz in den Saturn.
quelle: epa/nasa / nasa/jpl-caltech handout
Auf Facebook teilenAuf X teilen

Ein genauerer Blick auf die Protonen zeigte den Forschern, dass die Cassini eine Entfernung von 6,5 astronomischen Einheiten (die Entfernung zwischen Erde und Sonne) innerhalb des Kometenkomas zurückgelegt hat. Das heisst: Die Schweiflänge des Kometen könnte sogar noch länger sein.

Da Kreuzungen von Sonden und Kometenschweifen bis anhin als eine Seltenheit gelten, kann es aber sehr gut sein, dass dieser Rekord wieder gebrochen wird. (cki)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Bilder, die das Weltraumteleskop Hubble gemacht hat
1 / 29
Bilder, die das Weltraumteleskop Hubble gemacht hat
Bild: AP Photo/NASA
quelle: ap nasa
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Faszinierende Blicke auf die Erde von Astonaut Paolo Nespoli
Video: srf
Winterdepression – diese Anzeichen sind typisch
Niedergeschlagenheit im Herbst und Winter kann ein Anzeichen für eine saisonale depressive Störung sein – muss es aber nicht. Wie sich die Erkrankung meist äussert.
Wenn die Tage kürzer, dunkler und kälter werden, bemerken viele Menschen auch in ihrem Gemüt einen Wandel: Sie fühlen sich nicht mehr so vital und munter wie im Frühling und Sommer und brauchen mehr Schlaf. Wer an einer Winterdepression leidet, ist aber nicht bloss ein bisschen müder als sonst oder schlecht gelaunt. Die Beschwerden sind ausgeprägter und ein Grund, sich Hilfe zu suchen.
Zur Story