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Aktives Sitzen kann Demenzrisiko senken

Lesen statt Fernsehen: Wie aktives Sitzen das Gehirn schützt

Sitzen ist nicht gleich sitzen: Aktivitäten, bei denen du geistig gefordert bist, könnten potenziell vorbeugend gegen kognitive Alterung wirken.
07.04.2026, 15:0507.04.2026, 15:50

Zu viel Sitzen schadet nicht nur dem Körper, sondern auch dem Gehirn. Doch entscheidend ist nicht die Zeit allein, sondern was wir im Sitzen tun.

Fernsehen, zielloses Surfen oder stundenlanges Scrollen – geistig passive Tätigkeiten stehen einer neuen Studie zufolge mit einem höheren Risiko in Verbindung, später an Demenz zu erkranken. Wer im Sitzen hingegen aktiv bleibt, wie etwa mit Lesen, Rätseln, Stricken oder Nähen, kann sein Gehirn langfristig schützen.

Lesen kann Demenz vorbeugen.
Lesen kann Demenz vorbeugen.Bild: Shutterstock

Schon eine Stunde pro Tag mit geistig aktiven Tätigkeiten im Sitzen kann der Studie zufolge das Risiko, später an Demenz zu erkranken, um rund sieben Prozent senken. Eine weitere Stunde senkte das Risiko um weitere vier Prozent.

Nicht jede sitzende Tätigkeit ist gleich schlecht

Die über 20'000 Teilnehmenden der Untersuchung waren zu Beginn der Studie zwischen 35 und 64 Jahre alt. Sie gaben an, wie viel Zeit sie im Sitzen verbrachten und welchen Aktivitäten sie dabei nachgingen. Im Verlauf der Studie erkrankten 569 Teilnehmer an Demenz, und ihre Daten wurden mit der späteren Diagnose korreliert.

«Unsere Studie zeigt, dass Bewegungsmangel nicht gleich Bewegungsmangel ist: Manche Formen können das Demenzrisiko erhöhen, andere hingegen schützend wirken. Es ist wichtig, im Alter körperlich aktiv zu bleiben, aber auch geistig – insbesondere beim Sitzen», erklärt Dr. Mats Hallgren vom Department für Public Health Sciences des Karolinska-Instituts in Schweden.

In der Schweiz leben über 160'100 Menschen mit Demenz. Jährlich kommen rund 34'800 Neuerkrankungen hinzu. Aufgrund der alternden Bevölkerung wird bis 2050 ein Anstieg auf über 285'000 bis 315'000 Betroffene prognostiziert.

Die Studie zeigt nur einen Zusammenhang, keine Kausalität, da es sich um eine Beobachtungsstudie handelt. Die wichtigste Erkenntnis: Schon kleine, alltägliche Entscheidungen im Sitzen können langfristig etwas bewirken. (cst)

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Walter Sahli
07.04.2026 16:26registriert März 2014
Deswegen liege ich auf dem Sofa.
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