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Alliierte Plünderer in den niederlanden im Zweiten Weltkrieg

Alliierte Soldaten bedienen sich an fremdem Eigentum. Bild: «Bezet, bevrijd & geplunderd»

Die dunkle Seite der Befreiung – wie die Alliierten 1945 in den Niederlanden plünderten

Sie kamen als Befreier, doch sie benahmen sich wie Besatzer: Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs plünderten alliierte Soldaten in einigen Gebieten der Niederlande ganze Dörfer leer.



Diese Woche begingen die Niederlande das 75. Jubiläum der Befreiung von der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg. Wegen der Corona-Pandemie fand die zentrale Gedenkfeier in Amsterdam allerdings nicht wie sonst mit zehntausenden von Teilnehmern statt – der Dam war diesmal beinahe menschenleer. Am 4. Mai gedenken die Niederländer bei der «Nationale Dodenherdenking» der Toten, am 5. Mai feiern sie den «Bevrijdingsdag», das Ende der deutschen Besatzung, die im Mai 1940 mit dem Überfall der Wehrmacht auf das neutrale Land begonnen hatte.

Am 5. Mai 1945 trat die am Vortag unterzeichnete Kapitulation aller deutschen Streitkräfte in Nordwestdeutschland, Dänemark und den Niederlanden in Kraft. Zu diesem Zeitpunkt hielten deutsche Truppen noch bedeutende Teile des Landes im Norden und Westen. Grosse Gebiete im Osten hatten die Alliierten – Amerikaner, Briten und Kanadier – erst kurz zuvor erobert; nur der Landesteil südlich des Rheins war bereits im Herbst 1944 befreit worden.

Zweiter Weltkrieg, Frontverlauf in Europa
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Second_world_war_europe_1943-1945_map_de.png

Frontverlauf 1943-1945. Die nördlichen und westlichen Niederlande blieben bis zur Kapitulation unter deutscher Kontrolle. Karte: Wikimedia

Nach der Befreiung von Paris am 25. August waren die alliierten Armeen damals schnell nach Osten vorgestossen. Als britische Truppen am 4. September 1944 die belgische Hafenstadt Antwerpen erreichten, hofften die Menschen in den Niederlanden auf eine schnelle Befreiung vom deutschen Joch. Tags darauf, am «Dolle Dinsdag» (närrischer Dienstag) gingen zahllose euphorische Leute auf die Strasse – während viele Kollaborateure schon ihre Koffer packten.

Kinderen verbranden Duitse wegwijzers op het Mercatorplein in Amsterdam op Dolle Dinsdag.
https://www.verzetsmuseum.org/jongeren/d_day/d_day-dolle_dinsdag

Auf dem Mercatorplein in Amsterdam verbrennen Kinder am Dolle Dinsdag deutsche Wegweiser. Bild: Verzetsmuseum.nl

Doch dann scheiterte Mitte/Ende September die kühne Operation «Market Garden», mit der die Alliierten in den Niederlanden den Rheinübergang erzwingen und den deutschen Westwall umgehen wollten, um danach schnell ins Herz Deutschlands vorzustossen. Zwar konnten die alliierten Truppen Geländegewinne verzeichnen, ihr Vorstoss blieb aber an Rhein und Maas stecken.

Die unter deutscher Besatzung verbliebenen Gebiete der Niederlande erlebten nun den sogenannten «Hongerwinter». Nachdem die niederländischen Eisenbahner nach dem Dolle Dinsdag in einer von langer Hand vorbereiteten Aktion in den Untergrund gegangen waren, zeigten sich die deutschen Besatzer weder willens noch fähig, die Bevölkerung in diesem ausserordentlich strengen Winter mit genügend Lebensmitteln zu versorgen. Etwa 20'000 Menschen verhungerten.

Hungerwinter in den Niederlanden. Der Junge auf dem bild überlebte. 
https://www.verzetsmuseum.org/jongeren/hongerwinter/hongerwinter,ondervoeding

Unterernährter Junge im Hungerwinter. Er überlebte. Bild: Verzetsmuseum.nl

Durch den Misserfolg von Market Garden wurden Teile der Niederlande zum Frontgebiet. Viele Ortschaften dort wurden evakuiert; die Bewohner hatten keinen Zutritt – in den Dörfern und Städten an der Frontlinie durften sich nur Militärpersonen aufhalten. Der bereits befreite Teil der Niederlande gelangte ab Mitte September 1944 unter eine temporäre niederländische Militärverwaltung («Militair Gezag»), an deren Spitze der General Hendrik Johan Kruls stand. Die Aufgaben dieser Behörde, die faktisch von den alliierten Befehlshabern abhing, umfassten unter anderem das Gesundheitswesen, die Verteilung der Lebensmittel oder die Versorgung der Evakuierten.

Es war Kruls' Schreibtisch, auf dem im Oktober die ersten Beschwerden von niederländischen Bürgermeistern über Plünderungen landeten – und die waren nicht etwa von den Deutschen verübt worden, sondern von alliierten Soldaten. Zuerst kamen die Klagen vor allem aus der Provinz Limburg ganz im Süden, danach – dem alliierten Vormarsch folgend –aus Brabant und Gelderland.

Im November begann Kruls vorsichtig formulierte Anfragen in dieser Sache an das Hauptquartier der alliierten Truppen in Brüssel zu schicken. Die Antwort fiel einigermassen apologetisch aus: In jeder Armee gebe es ein paar faule Äpfel, schrieb man ihm aus Brüssel, und trotzdem habe man Plünderungen auf ein Minimum beschränken können. Bestimmt seien überdies viele Klagen von Bürgern unter den Beschwerden, die jetzt versuchten, zuvor durch deutsche Soldaten angerichtete Schäden den Alliierten in die Schuhe zu schieben, um von diesen eine Vergütung zu erschleichen.

Een bord met waarschuwing voor soldaten

Das Problem muss der alliierten Führung bekannt gewesen sein. Dieses Schild warnte die Soldaten: «Der Krieg könnte bald enden. Sei kein Narr und bekomme 2 Jahre für Plündern.» Bild: «Bezet, bevrijd & geplunderd»

Das Epizentrum der alliierten Plünderungen befand sich im Süden der Provinz Gelderland. Diese Gegend war bis zur deutschen Kapitulation im Mai 1945 Frontgebiet. Als die Einwohner in ihre Ortschaften zurückkehren konnten, mussten sie feststellen, dass sich ihre Befreier an ihrem Eigentum vergriffen hatten. In den Gemeinden Ubbergen, Millingen, Groesbeek, Mook en Middelaar, Ottersum en Gennep wurden nahezu sämtliche Gebäude ausgeräumt. Fabriken, Hotels, Banken, Klöster und Kirchen – nichts war sicher.

Der Bürgermeister von Ottersum en Gennep, Jan van Banning, wandte sich im Februar 1945 selbst an den Verteidigungsminister der niederländischen Exil-Regierung in London. Hätte es sich um einen Einzelfall gehandelt, schrieb Van Banning, hätte er es nicht gewagt, unter diesen mühseligen Umständen darauf hinzuweisen. Doch die Plünderungen hätten die Bevölkerung schwer getroffen, und Van Banning hatte von seinen Amtskollegen viele ähnliche Beschwerden vernommen.

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Es wurden nicht nur Lebensmittel gestohlen, sondern auch Wertgegenstände. Bild: «Bezet, bevrijd & geplunderd»

Tresore waren geknackt und ausgeräumt, Gemälde aus den Rahmen geschnitten und Silberbesteck aus den Schubladen entwendet worden. Im Garten vergrabene Wertgegenstände spürten die «Befreier» mit Metalldetektoren auf und gruben sie aus. Aus den Monstranzen in den Sakristeien der katholischen Kirchen wurden die Edelsteine herausgebrochen. «Es kommt dem Unterzeichnenden vor, als sei der Unterschied zwischen feindlichem und befreundetem Gebiet hier verloren gegangen und eine Behandlung erfolgt, als handelte es sich um besetztes Gebiet», klagte Van Banning.

Ein Teil der Schäden war naturgemäss durch Kampfhandlungen verursacht, wenn etwa Truppen ihren Gefechtsstand in Wohnhäusern einrichteten oder Stellungen in Ortschaften bezogen. Doch die Verwüstungen gingen weit über diese entschuldbaren Schäden hinaus. So kam es vor, dass alliierte Soldaten den Häuserkampf in intakt gebliebenen Gebäuden übten, obwohl in derselben Ortschaft ganze Strassenzüge bereits in Trümmern lagen. In einem Fall setzten Soldaten bei einer Übung fünf Bauernhöfe in einem Weiler mit Flammenwerfern in Brand. Erst als ein niederländischer Offizier protestierte, brach man die Übung ab – für die Bauernhöfe war es bereits zu spät.

Bild

Von Alliierten geplündertes Haus in Arnheim. Bild: RV

Es gab allerdings auch Niederländer, die ebenfalls die Gelegenheit nutzten, sich an fremdem Gut zu bereichern – sei es als Hehler für geplünderte Waren, sei es selbst als Plünderer. Letzteres kam sogar so oft vor, dass schliesslich die Todesstrafe dafür eingeführt wurde. Doch in den evakuierten Gebieten konnten es keine einheimischen Plünderer sein, da diese Zonen für Zivilisten gesperrt waren.

Das Thema dieser alliierten Plünderungen war in den Niederlanden während des Krieges, vor allem aber in der Nachkriegszeit weitgehend tabu – zu sehr fühlte man sich den Befreiern zu Dank verpflichtet. So drückte die Direktion einer geplünderten Fabrik in Mook es aus: «Besser durch Freunde befreit und bestohlen als durch ‹Moffen› [Schimpfwort für Deutsche] besetzt und ebenfalls ausgeraubt.»

Zu Beginn des Jahres erschien nun jedoch ein Buch – «Bezet, bevrijd & geplunderd. Geallieerde plunderingen in de regio Nijmegen, 1944-1945» (Besetzt, befreit & geplündert. Alliierte Plünderungen in der Region Nimwegen, 1944-1945) –, das diese dunkle Seite des alliierten Feldzugs beleuchtet. Im Vrijheidsmuseum in Groesbeek wurde eine gleichnamige Ausstellung gezeigt. Auch dieses Jahr waren die alliierten Plünderungen aber kein Thema an den Gedenkfeiern zum Bevrijdingsdag.

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53Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Fizjak 10.05.2020 16:56
    Highlight Highlight Krieg ist und war immer grausam. Plünderungen sind seit jeher teil von kriegen und auch ein mittel um die moral der eigenen truppen zu verbessern. Ist zwar unmenschlich war aber gängig. Wie weit bekannt sind die sozialdienste für veteranen nicht sehr solide und die versorgung an der front zum teil sehr schlecht. Zuerst das futter dann die moral. Hinzu kommt wohl das mindset, wenn ich schon meine haut für andere zu markte trage dann kann ich mir auch was von ihnen nehmen
  • leu84 10.05.2020 12:02
    Highlight Highlight Das Wesen vom Krieg.
  • Stefan Morgenthaler-Müller 09.05.2020 09:20
    Highlight Highlight Komischerweise waren gemäss Erzählungen fast alle Ur-/Grosseltern der aktuell lebenden Deutschen Widerstandskämpfer, Nicht-NSDAP Wähler, Kriegsverweigerer, hätten Juden beschützt, usw.
    • TheRealSnakePlissken 09.05.2020 09:49
      Highlight Highlight Es gab alles: Mein deutscher Grossvater überlebte den WK 1 fern vom Geschütz in Belgien, wo er, weil er französisch beherrschte, bei der Besatzer-Post Briefe kontrollierte, in der Weimarer Republik war er Demokratieanhänger, nach '33 hielt er den Mund und für den WK 2 war er zu alt. - Mein Vater überlebte den WK 2 als Servierboy in der Offiziersmesse. Geschossen habe er nur "in die Luft, nie auf Menschen", bei einer Attacke von Tito-Soldaten kam er mit einer Schramme davon. - Aber da gab es noch diesen Nazi-Onkel, der war schon als Freiwilliger bei der Legion Condor in Spanien dabei 😠 🤢.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 09.05.2020 11:17
      Highlight Highlight Ja, das gab es, das bestreitet niemand. Aber ist es nicht überraschend, dass 50 Millionen Nazis von einem Tag auf den andern zu Demokraten wurden und in ihrer Erinnerung Widerstandskämpfer gewesen sind? Wie erklären Sie sich das?
    • Alienus 09.05.2020 20:54
      Highlight Highlight Stefan Morgenthaler-Müller

      Wenn Sie so eine wilde historische Aussage machen, da wird man doch nach der historisch-fundierten Quelle nachfragen.

      Denn dieser Aussage kann man wohl eher ein subjektives Vorurteil unterstellen.

      Und Ihre Unterstellung der „50 Mio Demokraten“ ist auf wackligen Füßen errichtet.

      Habe meine und anderer Nachgeborenen Vorfahren zufällig-empirisch untersucht. Da sind etwa. 40 % Indifferente, etwa 30 % Nazi-Anhänger und etwa 30 % Nazi-Gegner. Natürlich +/-.

      Diese etwa 30% Nazi-Gegner haben die Grundbasis der dt. Gehilfen bei den Alliierten zunächst gebildet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ohniznachtisbett 09.05.2020 08:33
    Highlight Highlight Man muss, bei all der Tragik die auch Allierte Kriegsverbrechen mitsich bringen, immer im Auge behalten, dass dies bei den Westallierten grundsätzlich unter Strafe stand und nur durch einzelne Truppenteile verübt wurde. Bei den Nazis und teilweise auch bei den Russen war es aber entweder geduldet oder gar erlaubt. Nazis durften Häuser von Juden und "Untermenschen" plündern und die bewohner ermorden. Das hat schon eine andere Qualität.
  • Kronrod 09.05.2020 08:15
    Highlight Highlight Vor etwa 15 Jahren hat mir eine Bekannte meiner Grosseltern erzählt, wie sie sich als junge Frau im eben befreiten Berlin verstecken musste. Sie sagte, russische Soldaten hätten viele deutsche Frauen vergewaltigt, egal wie jung oder alt.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 09.05.2020 09:18
      Highlight Highlight Eine Bekannte der Grosseltern eines Freundes hat mir erzählt... nein, Tatsache: 20 Millionen Deutsche haben Hitler gewählt und zusammen Volk + Hitler haben Europa geplündert, gemordet, Behinderte, Kinder und sogar Babys in Vernichtungslagern umgebracht. Und am 8.5.1945 sind diese Leute über Nacht zu Demokraten geworden?
    • Kronrod 09.05.2020 12:37
      Highlight Highlight @Stefan: ich halte die Geschichte für sehr plausibel und sie hat einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen. Sie entschuldigt natürlich nicht, was die Nazis gemacht haben. Aber sie hat mir einmal mehr aufgezeigt, dass Krieg eine Schweinerei ist und wie froh wir sein können, dass die Schweiz nicht direkt betroffen war.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 09.05.2020 12:57
      Highlight Highlight @Kronrod. Nicht betroffen, aber historische Quellen zeigen, dass die Schweiz davon profitiert und, den Krieg wohlmöglich noch verlängert hat.

      Wie viele Kanonen haben wir nach Deutschland geliefert, wie viele noch 1944 und 1945, als längst bekannt war, was in Ausschwitz und Dachau lief.

      Wohin gingen die von den Nazis geplünderten Goldreserven? Wohin das Gold, das man aus den Zähnen der ermordeten gezogen hat? Was passierte mit den Schweizer Bankkonten der umgebrachten Juden, und, und, und. Das sind sie Fragen, die man sich als Schweizer auch mal stellen sollte.

      Nicht so tun, als wäre nichts.
    Weitere Antworten anzeigen
  • mrmikech 09.05.2020 07:45
    Highlight Highlight 2/2 - Meine Großeltern haben die richtigen Entscheidungen getroffen, sie haben sich geweigert mit den Nazis zusammenzuarbeiten, und Juden geholfen Schutz zu finden, aber sie haben einen hohen Preis bezahlt. Dies war Realität für Millionen von Menschen. Es ist etwas, das wir niemals vergessen dürfen. Lass niemals zu, dass Hass deinen moralischen Kompass lenkt. Sei dir bewusst wenn Populisten versuchen uns mit Hass zu trennen, weil es uns langsam von innen heraus zerstören wird. Und genau das wollen sie, um Macht zu bekommen ...
    • Freischütz 09.05.2020 08:06
      Highlight Highlight Wie immer, keiner hat mitgemacht. Tolls gschichtli..
    • J-ME 09.05.2020 09:26
      Highlight Highlight Krass, danke fürs Teilen.👍👍
    • mon tuno 10.05.2020 13:09
      Highlight Highlight @Freischütz Rotterdam isch Niederlande, nicht Deutschland. Bitzeli nachdenken vor dem posten.

      Viele arbeitsfähige Männer wurden von den Nazis verschleppt, so auch mein Grossvater
  • mrmikech 09.05.2020 07:38
    Highlight Highlight 1/2 - Meine Großeltern hatten ein Hotel in Rotterdam, und mehrere Autos. Die Nazis nahmen die Autos, die Alliierten bombardierten das Hotel. Mein Großvater - Holländer - weigerte sich, mit den Nazis zusammenzuarbeiten und landete im Gefängnis. Meine Großmutter - die Deutsche war - half mehrere Juden ein sicheres Haus zu finden, mit Gefahr für eigenes Leben. Nach dem Krieg nahmen die Alliierten ihr Haus und gaben es einer jüdischen Familie, und mein Großvater wurde für staatenlos erklärt, weil meine Großmutter eine Deutsche war...
  • frank frei 09.05.2020 00:07
    Highlight Highlight Der Artikel kann zur Schlussfolgerung verleiten, dass die Alliierten genauso Dreck am Stecken haben wie die Deutschen, womit die Schuld Nazi-Deutschlands relativiert wird.
    Um die Relationen wahren: Wurde ein alliierter Plünderer erwischt, bekam er dafür 2 Jahre Knast. Deutsche durften dagegen von Gesetzes wegen Juden, Slawen, Kommunisten, Schwule, Behinderte, etc. ermorden und ganz Osteuropa leer plündern. Belohnt wurden sie mit Ruhm und der Vermehrung ihres Vermögens. Nach dem Krieg hätte man viel mehr dieser Raubmörder hinrichten sollen.
    • PaLve! 09.05.2020 09:06
      Highlight Highlight Das hat überhaupt nichts mit relativierung zu tun. Soll man deiner Meinung mach alle Kriegsverbrechen der Allierten verheimlichen, nur weil die Nazis noch schlimmer waren?
    • locogoa 09.05.2020 19:34
      Highlight Highlight Die Schlussfolgerung dass auch die Alliierten Kriegsverbrechen begingen ist auch gar nicht falsch....
      auch wenn sie in keinem Verhältnis zu den Verbrechen des Nazi Regimes stehen, Sollten sie trotzdem aufgearbeitet werden....
    • frank frei 09.05.2020 20:51
      Highlight Highlight LaLve! Jaja, die bösen Alliierten... zwar weniger böse als die Nazis - aber böse. Aber sonst gehts dir gut?
      Merke: Die Naziverbrechen mit nichts zu vergleichen. Schon gar nicht mit den ach so bösen Allierten, die uns vom Nazi-Albtraum befreit haben. Alles klar, oder muss ich deutlichere Worte gebrauchen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • swisskiss 08.05.2020 22:34
    Highlight Highlight Ohne whtsaboutism betreiben zu wollen, lieber Dani, aber schreib doch mal über dasselbe Thema in den von den Russen "befreiten" Gebieten. Da wurden nicht ganze Dörfer geplündert, sondern gesamte Industrieanlagen und Fabriken nach Russland abtransportiert. Dieses systematische Ausbluten des Ostens dauerte bis in die 60er Jahre und war neben der Unterdrückung durch den Kommunismus ein Hauptgrund, dass die Oststaaten die Flucht in den Westen ihrer Bürger mit Zäunen und Mauern verhinderte. DAS ist relevant für die Weltgeschichte und nicht das Fehlverhalten einzelner Kompanien der Alliierten.
    • Dave1974 09.05.2020 10:19
      Highlight Highlight Fehlverhalten?

      Du hättest etwas Zeit mit meinem Opaopa oder mit meiner Oma in den Niederlanden verbringen sollen. Die hätten Dir etwas erzählt über "Fehlverhalten". Die anderen sprachen gar nicht mehr davon, weil es wohl nicht relevant war.
      Es gibt aufgearbeitete Zahlen und auch Dokus darüber über dieses "Fehlverhalten einzelner Kompanien der Alliierten". Erschreckend und die Titel beinhalten "Kriegsverbrechen" und nicht "Fehlverhalten".

      Aber Hauptsache es wurde kein Whataboutism betrieben.
    • trio 09.05.2020 10:52
      Highlight Highlight Ich gebe dir recht, trotzdem bekommst du einen Blitz. Schliesslich kann man nicht immer nur über relevantes für die Weltgeschichte schreiben, Einzelschicksale gehören auch dazu.
    • Levon 09.05.2020 11:37
      Highlight Highlight Die Sowjetunion ist unter anderem daran zugrunde gegangen weil die DDR und andere „ Bruderstaaten „ mit Rohstoffen unter Marktpreis versorgt hatte.
      Von ausbluten kann keine Rede sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Glenn Quagmire 08.05.2020 19:26
    Highlight Highlight Auf beiden Seiten gab es gute und schlechte Menschen, nicht jeder Deutsche war ein Unmensch, nicht jeder Alliierte ein Musterknabe.
    • Bildung & Aufklärung 09.05.2020 01:26
      Highlight Highlight Natürlich stimmt der 2. und 3. Teilsatz, ist ja auch völlig logisch und offensichtlich, Sherlock.

      Die absichtliche widerliche Relativierung und Verhamlosung der beispiellosen Verbrechen der Nazis, zeigt jedoch deutlich, wes Geistes Kind du bist.

      Nazis - Antifaschisten, auf beiden Seiten gibts Gute...

      Weisst du, wer genau diese widerliche, menschenverachtende Verharmlosung und Rhetorik genau so auch anwendete? Der Rassist und Rechtsextreme, Trump, als ein Rechtsextremer eine junge Frau tötete und viele verletzte.

      "there are good people on both sides"

      Widerlichst.
    • It's-a_me 09.05.2020 08:21
      Highlight Highlight @Bildung & Aufklärung

      Inwiefern hat Glenn denn die Verbrechen der Nazis relativiert?
      Ich finde seine Aussage macht durchaus Sinn, da es auch Deutsche gab die gezwungen wurden in den Krieg zu ziehen, welche keine Nazis waren.

      Der Unterschied zwischen der Aussage von Glenn und Donald Trump ist, dass Glenns Aussage sich auf Deutsche und Alliierte bezog und nicht auf Rechtsextreme und Linksextreme. Da nich alle Deutsche Rechtsextreme waren ist seine Aussafe also keine Verharmlosung der Nazi verbrechen.

      Dass diese auf gar keinen Fall verharmlost werden dürfen sind wir uns wohl alle einig.
    • Bündn0r 09.05.2020 08:32
      Highlight Highlight Denkst du nicht, dass es einen Unterschied gibt, ob man das über rassistische Demos mit Todesfolge oder aber die Wehrmacht sagt?
      Ich denke schon.
      Bei Ersterem nimmt man freiwillig teil. In die Wehrmacht hingegen wurde fast alles eingezogen, was männlich war und eine Waffe halten konnte. Die Gesinnung ist da nicht zwingend gegeben.
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In Deutschland waren die Flüchtlinge nicht mal willkommen, als es Deutsche waren

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