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Verschiedene Hunderassen

Variantenreichste Tierart überhaupt: Canis lupus familiaris, der Haushund. 
Bild: Shutterstock

Sieht eine Dogge, dass ein Chihuahua ein Hund ist?



Wir Menschen haben in der Regel keine grosse Mühe, einen Hund als Hund zu erkennen. Dabei ist das keine Selbstverständlichkeit: Keine andere Tierart weist auch nur annähernd einen solchen Variantenreichtum auf. Von der riesigen Deutschen Dogge über den schlappohrigen Beagle bis zum winzigen Chihuahua gibt es eine schier unübersichtliche Vielzahl von kaninen Erscheinungsformen. Sie alle gehören zur Wolf-Unterart Canis lupus familiaris

Diese Explosion der Formen ist das Ergebnis menschlichen Gestaltungswillens. Vor mindestens 20'000 Jahren – vielleicht sogar vor 100'000 Jahren – hat der Mensch den Hund domestiziert und seither für verschiedene Aufgaben gezüchtet.

Typischer Duft

Die extremen Unterschiede in Form und Grösse hindern unsere vierbeinigen Freunde aber nicht daran, sich jederzeit als Angehörige derselben Art zu erkennen. Die Hunde benutzen dafür ihren hervorragenden Geruchssinn: Sie identifizieren einander in erster Linie über den typischen Duft als Hunde, unabhängig vom Äusseren. 

Doch sind Hunde auch ohne die Hilfe ihres superben Riechorgans in der Lage, einander als Artgenossen zu erkennen? Sieht ein Bernhardiner in einem Mops den Hund – reicht der Anblick eines anderen Hundes, um ihn als Verwandten zu identifizieren?

Hunde und Nicht-Hunde unterscheiden

Französische Wissenschaftler führten dazu ein Experiment durch: Sie brachten zuerst neun Hunden bei, anzuzeigen, wenn sie einen Artgenossen erkannten. Danach zeigten sie diesen Hunden jeweils zwei Bilder. Auf einem davon waren Hunde abgebildet, auf dem andern dagegen waren andere Tierarten oder auch Menschen zu sehen. 

Image

Diese neun Vierbeiner dienten als Versuchshunde. 
Bild: Animal Cognition

Die neun Hunde lösten die Aufgabe mit Bravour: Sie alle konnten ihre Artgenossen einzig anhand ihres Aussehens zweifelsfrei als Artgenossen erkennen, und zwar auch dann, wenn es sich um ziemlich ausgefallene Züchtungen handelte.

Hunde

Beispiele für Bilder, die den Hunden gezeigt wurden.
Obere Reihe: Hunde. Untere Reihe: Nicht-Hunde
Bild: Animal Cognition

Offenbar besitzen die Vierbeiner eine Art Sinn dafür, was vom Aussehen her in die Kategorie «Hund» fällt. An welchen spezifischen Merkmalen sie ihre Artgenossen identifizieren, konnten die Forscher jedoch nicht herausfinden. Dies soll das Ziel eines nächsten Experiments sein. 

Image

Die Versuchsanordnung. Der Hund identifiziert das Bild eines Hundes korrekt. 
Bild: Animal Cognition

Die französischen Wissenschaftler präsentierten ihre Studie bereits 2013 im Fachmagazin Animal Cognition. Ihre Ergebnisse wurden nun in einem längeren Beitrag auf der Website von Scientific American aufgegriffen. 

(dhr)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Thanatos 12.01.2016 17:46
    Highlight Highlight "Keine andere Tierart weist auch nur annähernd einen solchen Variantenreichtum auf."
    Wieso ist das der Fall? Ich meine mal gelesen zu haben, dass Hunde sehr anfällig für Genmutationen sind. Aber keine Ahnung ob das stimmt.
    • blueberry muffin 13.01.2016 13:44
      Highlight Highlight Wurde ja geschrieben - Zucht.
  • gianna 12.01.2016 17:13
    Highlight Highlight Haha, der eine Hund heisst Vodka

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