Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Coronavirus Migal Research Centre CEO David Zigon

Forscherinnen des Migad-Centres bei der Arbeit. Bild: Joëlle Weil

Interview

«Wir haben den Impfstoff» – wie israelische Forscher gegen das Coronavirus kämpfen

Ein Forschungsteam aus Israel hat einen Impfstoff gegen das Coronavirus gefunden. Im Interview erklärt CEO David Zigon, wie die weiteren Schritte aussehen und wann die Impfung auf dem Markt sein könnte.

Joëlle Weil, Kiryat Shmona



Im israelischen Norden, wenige Kilometer von der libanesischen Grenze weg, könnte sie liegen. Die Antwort, auf die die Welt seit Wochen wartet. Über 3000 Menschen starben laut der Weltgesundheitsorganisation WHO bereits am Coronavirus, um die 89'000 sind infiziert. Rund 45'000 Menschen weltweit waren infiziert und haben sich unterdessen erholt. In der Schweiz liegt die Zahl der bestätigten Fälle bei 24.

Die Ankündigung des israelischen «Migal Research Center» kommt da wie gerufen: Die Forscher haben einen Impfstoff gegen das Virus.

>> Coronavirus: Alle aktuellen Meldungen im Liveticker

>> Coronavirus: 3 Massnahmen, um die Ausbreitung zu verhindern

Dabei handelt es sich bei der Zusammensetzung des Impfstoffs eigentlich um einen Zufallsfund, denn das Forschungsteam arbeitet bereits seit vier Jahren an einer Impfung gegen eine Art des Coronavirus, der bei Hühnern vorkommt. Mit der Ankündigung, dass sich die gewonnenen Erkenntnisse auch auf den Menschen anwenden lassen, weckt die staatlich unterstützte Firma Hoffnungen, denen sie jetzt gerecht werden müssen. Zeit für ein paar Fragen an CEO David Zigdon.

Coronavirus Migal Research Centre CEO David Zigon

«Wir kennen Coronaviren bereits seit langer Zeit.»: Migad-CEO David Zigdon. Bild: Joëlle Weil

Was ist der aktuelle Status Ihrer Forschungsarbeit?
David Zigon:
Wir sind in einer Endphase. Innert einigen Wochen möchten wir den Impfstoff herstellen und innert drei Monaten hoffen wir, dass wir alle Sicherheitszulassungen erhalten, damit wir unsere gesammelten Informationen einem potenziellen Pharma-Partner weiterreichen können, damit der weitere Schritte einleiten kann.

Wie lange dauert es in einem solchen Fall, bis ein Impfstoff in Apotheken für jedermann erhältlich ist?
Das hängt stark mit dem Pharma-Partner zusammen. Wir selber werden den Impfstoff hier nicht am Menschen testen, dieser Schritt liegt beim Partner. Die Frage ist, wie lange und an wie vielen Probanden er den Impfstoff testen möchte, bis er sich dafür entscheidet, den Impfstoff auf den Markt zu bringen.

Aber die Zeit drängt, oder?
Ja. Bei einer Epidemie wie wir sie gerade mit dem Coronavirus erleben, gehe ich davon aus, dass diese Abläufe abgekürzt werden. Es kann sein, dass der Impfstoff dann innert eineinhalb Jahren erhältlich wäre. Normalerweise dauert ein solcher Vorgang doppelt so lange.

Das Wettrennen um den Impfstoff

Neben Migal versuchen auch mehrere andere Firmen, einen Impfstoff gegen das Virus zu entwickeln – meist auf der Grundlage älterer Medikamente.

So wurden Projekte zur Entwicklung eines Impfstoffs in den USA, Grossbritannien, China, Belgien, Deutschland, Russland und Australien sowie bei Biotech-Unternehmen wie Inovio, Moderna und dem Pharmariesen Johnson and Johnson gestartet. Auch der Schweizerische Nationalfonds (SNF) stellt mehrere Millionen Franken für die Forschung rund um das Coronavirus bereit.

Die meisten Forscher und Gesundheitsbeamte schätzen, dass es ein Jahr oder länger dauern wird, bis ein solcher Impfstoff auf den Markt kommt. Diese Zeit werde für die Entwicklung, Prüfung und Herstellung des Medikaments schlicht benötigt.

In den USA hofft eine neue Forschungsgruppe des National Institutes of Health und des National Institute of Allergy and Infectious Diseases mit ihrem Plan, ein Präparat innerhalb von drei Monaten am Menschen testen zu lassen, den Rekord der Behörde für die Entwicklung eines Impfstoffs zu brechen. (mlu)

Können Sie schon sagen, wie dieser Impfstoff aussehen wird?
Wir möchten einen oralen Impfstoff entwickeln. Das ist viel zugänglicher als Impfungen, die man spritzen muss. Darin liegt für uns die Herausforderung, denn die Hühner, an denen wir den Impfstoff bereits getestet haben, werden mit einer Injektion geimpft. Beim Menschen soll das anders sein.

Coronavirus Migal Research Centre CEO David Zigon

Ein Blick in die Labors von Migad. Bild: Joëlle Weil

Können Sie abschätzen, wie teuer ein solches Medikament für den Endkunden wird?
Das ist schwer zu sagen. Diese Entscheidung liegt beim Pharmaunternehmen und hängt auch damit zusammen, wie lange und teuer der Entwicklungsweg war.

Wann hat Ihr Forscherteam bemerkt, dass es sich beim aktuellen Coronavirus um einen Virus handelt, an dem Sie bereits arbeiten?
Wir kennen Coronaviren bereits seit langer Zeit. Wir kannten sie aber nur von Tieren. Als wir schliesslich die DNA-Sequenzierung dieses Coronavirus erhalten haben, erkannten wir schnell, dass es sich dabei um eine Evolution des uns bekannten Virus handelt. Wir haben bis zu dem Zeitpunkt aber niemals daran gedacht, dass diese Art von Virus für den Menschen relevant sein könnte.

Bis anhin hat Ihr Team an Hühnern geforscht. In welchen Ländern kommt das Coronavirus bei Hühnern vor?
Auf der ganzen Welt. In Europa war das vor ein paar Jahren ein grosses Problem, auch im Nahen Osten und in den USA. Die Symptome sind dieselben und auch bei den Hühnern handelt es sich dabei um einen extrem ansteckenden und aggressiven Virus.

Kiryat Shmona

Bestimmt reissen sich Pharmaunternehmen aus der ganzen Welt um Ihre Erkenntnisse.
Wir haben tatsächlich viele Interessenten. Aus Europa, den USA und natürlich auch aus Asien. Wir haben aber noch bei keinem unterschrieben, denn wir wollen in diesem Zusammenhang die richtige Entscheidung treffen.

Wo ein solcher Impfstoff zuerst auf den Markt kommt, hängt damit zusammen, für welchen Pharmapartner Sie sich entscheiden?
Natürlich. Wir wissen alle, dass das Coronavirus China am härtesten getroffen hat. Deshalb gehe ich auch davon aus, dass ein chinesischer Pharmapartner das grösste Interesse hat, den Impfstoff so schnell wie möglich auf den Markt zu bringen. Solche Gedankengänge begleiten uns selbstverständlich bei unserer Entscheidung. Wir möchten jemanden finden, der den Mut hat, schnelle Entscheidungen zu fällen und das in einem Land oder einer Region, in der es am meisten Sinn macht.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

Das Coronavirus breitet sich aus (Ende Februar)

Coronavirus Strassenumfrage

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

100
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
100Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • LaPalomaOhe 03.03.2020 14:34
    Highlight Highlight Also entweder watson verbreitet absichtlich Falschnachrichten oder wir werden flächendeckend belogen.
    Dies Nachrichten widersprechen sich, Corona ist KEINE Vogelgrippe, in diesem Artikel heißt es jedoch Corona gäbe es bei Hühnern schon länger. Ich habe das schon einmal geschrieben, wenn ihnen das lästig ist, dann sperren sie mich doch endgültig, was soll das?
    Beteiligen sie sich nun auch an den Fake-News oder lassen sie Fragen die den Kommentarregeln entsprechen zu?
  • Andi Ledergerber 03.03.2020 07:08
    Highlight Highlight Ähm ist dem guten Mann klar, dass es bei der Zulassung nicht um Mut, Spass oder ne Party geht, sondern darum die Auswirkungen auf möglichst viele !!!Menschen/Risikogruppen verschiedenster Art!!! abzuschätzen bevor 8 Milliarden damit geimpft und im schlechtesten Fall ganze Risikogruppen getötet werden. Unglaubliche Aussagen wenn diese nicht durch die Übersetzung zustande gekommen sind. Genau diese Firmen die HopHop machen möchten (737 max8) dürfen den Impfstoff NICHT auf den Markt bringen. Sonst viel Spass bei Contergan Ausgabe 2.
  • Royeti 03.03.2020 00:38
    Highlight Highlight Ich hatte gehofft, dass ein Arabisches Land oder der Iran mal mit einer medizinischen Neuheit auf den Markt drängen. Janu, dänn halt wieder mal die Israelis.....

    • majortom79 03.03.2020 06:13
      Highlight Highlight Meiner Meinung nach lähmt die in den arabischen Staaten so wichtige Religion oft Innovationen und Fortschritt. Schade.
    • MartinZH 03.03.2020 20:14
      Highlight Highlight Die Frage, warum einige Länder kompetitiver sind als andere, ist sehr spannend. Es gibt versch. Indikatoren, die für eine Erklärung herangezogen werden können. Die Religion als Erklärungs-Variable zu nehmen, erachte ich jedoch als 'steile These'. Klar, man könnte einen Zusammenhang herstellen, ich gehe jedoch davon aus, dass es sich um eine Voodoo- oder Schein-Korrelation handelt.

      Betrachtet man das Ranking der Patent-Anmeldungen, ist z.B. Bildung, das BIP, Staatsform, etc., relevanter.

      Klar, solange der Bildungszugang für Frauen in islam. Ländern beschränkt ist, fehlen mind. 50% Brainpower!
      Benutzer Bild
  • Offi 02.03.2020 23:13
    Highlight Highlight Und dann werden zuerst mal alle chinesischen Hühner geimpft ?
  • franzfifty 02.03.2020 23:05
    Highlight Highlight Also kurz zusammengefasst: Wer am meisten zahlt, kriegt es. Pharmakonzerne wollen aber auch daran verdienen und mit knapp 100k Menschen holt man keinen Gewinn raus. Deshalb abwarten bis wir Mio von Erkrankten haben, dann wirds interessant für den Arzt und die Pharmaindustrie. Alle Happy!
  • lansky 02.03.2020 20:15
    Highlight Highlight Hab 10 Sekunden mit Palästinensern geredet; Dachte die Besatzer sind überhaupt Schuld am Corona-Virus
  • Multivave 02.03.2020 20:14
    Highlight Highlight Gegen den Nocebo-Effekt hilft auch keine
    Impfung !
  • malu 64 02.03.2020 19:05
    Highlight Highlight War da jemand zu schnell mit dem freisetzen des Virus?
  • Mizz141 02.03.2020 17:49
    Highlight Highlight *rumpeln*

    oh nein... bitte nicht

    *mehr rumpeln*

    DIE IMPFGEGNER KOMMEN! ALLE IN DECKUNG!
  • Rethinking 02.03.2020 17:19
    Highlight Highlight Was er vergessen hat: „Wir möchten jemanden finden der genug Kohle locker macht...„
    • President Rump 02.03.2020 23:34
      Highlight Highlight Sie haben Jahre lang geforscht und das Pharmaunternehmen will auch Umsatz/Profit (wenigstens ein bisschen) machen. Schlussendlich kannst du sie noch nicht in einen Topf werfen, denn es ist gut möglich dass sie den Impfstoff für so wenig wie möglich anbieten.
  • Crazmoe 02.03.2020 16:55
    Highlight Highlight Wir haben auch den Impfstoff gefunden. Gegen jede Influenza: die Zwiebel... Einfach im ganzen Haus aufstellen.
  • Hipster mit Leggins 02.03.2020 16:48
    Highlight Highlight Ich hoffe, die Israeli werden keine Impfstoffe an die Dumpfbacken liefern, die meinen, das Land boykottieren zu müssen. Zur Erinnerung: Schaut Euch die Wahlbeteiligung der Araber an den heutigen israelischen Wahlen an und schaut die Wahlbeteiligung der Araber im Gazastreifen an. Merkt ihr was?
    • President Rump 02.03.2020 23:36
      Highlight Highlight Habe es noch nicht angeschaut, jedoch bin ich der Meinung, dass der Nahost-Konflikt nicht lösbar ist ohne Kompromisse, welche beide Seiten nicht gutheissen,
    • tagomago 03.03.2020 06:25
      Highlight Highlight Mal überlegt, warum wir Dumpfbacken Israel boykottieren?
    • Hipster mit Leggins 03.03.2020 10:00
      Highlight Highlight war auch eine rhetorische Frage. Unter der Kontrolle der iranisch-kontrollierten Hamas wird es nie Wahlen geben. Wer seine Meinung sagen will, wird zum Schweigen gebracht. In Israel haben arabische Parteien zwischen 20% und 30% der Stimmen.
  • Nora Flückiger 02.03.2020 15:54
    Highlight Highlight
    "Das ist schwer zu sagen. Diese Entscheidung liegt beim Pharmaunternehmen und hängt auch damit zusammen, wie lange und teuer der Entwicklungsweg war."

    Ja genau, die Entscheidung liegt beim Pharmaunternehmen. Macht euch also wieder auf eine gesalzene Rechnung gefasst, mit enormem Schweizerzuschlag.
  • MartinZH 02.03.2020 15:53
    Highlight Highlight Wie wir momentan auf dem gesamten Medi-Markt ein veritables "Marktversagen" beobachten können – vor allem wegen den abgelaufenen Patenten –, handelt es sich auch in diesem Fall v.a. um ein ökonomisches Problem. 😔

    "Als sich vor siebzehn Jahren das Sars-Coronavirus ausgebreitet hat, das mit dem neuen Virus nahe verwandt ist, wurde überall auf der Welt angefangen, einen Impfstoff zu entwickeln. Nach ein paar Monaten verschwand das Virus, die Seuche war eingedämmt. Und so hat man überall auch die Impfstoffentwicklung eingestellt. Das rächt sich jetzt."

    Quelle: FAZ, 21.2., https://bit.ly/2Twgf9W
  • Asmodeus 02.03.2020 14:11
    Highlight Highlight " Mut hat, schnelle Entscheidungen zu fällen und das in einem Land oder einer Region, in der es am meisten Sinn macht."

    Anders gesagt. Ein Partner der auf Sicherheitsvorkehrungen pfeift, problemlos an der eigenen Bevölkerung testet und genug Wirtschaftsmacht hat um das Ergebnis dann trotzdem zu vermarkten.

    Yep. China
    • guby 02.03.2020 17:05
      Highlight Highlight Bester Beitrag!
  • My Senf 02.03.2020 13:52
    Highlight Highlight Staune im übrigen immer wieder wie in der Pharmamulti Schweiz, Leute das Gefühl haben ein Medikament kann so schnell übers Wochenende entwickelt und auf den Markt gebracht werden
    1,5 Jahre sind echt ehrgeizig!

    Es gibt ja (nicht nur) einen Grund warum man Zeit gewinnen will
    • Lord_ICO 02.03.2020 21:58
      Highlight Highlight Habe genau das im Ticker Thread mit einem User ausdiskutiert. Es gibt wirklich Leute die glauben, dass der Impfstoff bereits ende März flächendeckend eingesetzt werden kann. Ich meine mit ein bisschen Google und Nachdenken kann man schon bemerken, dass die 1,5 Jahre bereits sehr ambitioniert sind. Aber es gibt ja auch Leute die denken Strom kommt aus der Steckose und Milch aus der Migros.
  • MartinZH 02.03.2020 13:50
    Highlight Highlight Am 21. Feb. kam die Meldung: "China will Ende April den ersten Impfstoff testen".

    Klar, dies war eher Propaganda, denn was der chin. Vizeminister für Wissenschaft und Technologie verkündete, ist reiner Zweck-Optimismus, weil die "klinische Erprobung" noch längst keine Impfung für alle bringt.

    In der FAZ-Rubrik "Wie erkläre ich’s meinem Kind?" wird die Frage: "Wieso es mit dem Coronavirus-Impfstoff nicht schneller geht", im Detail erörtert:

    https://m.faz.net/aktuell/feuilleton/familie/wie-erklaere-ich-s-meinem-kind/wieso-es-mit-dem-coronavirus-impfstoff-nicht-schneller-geht-16643939.amp.html
  • Eugen1999 02.03.2020 13:15
    Highlight Highlight Genau wie ich schon beschrieben habe. Das Medikament kommt, wenn der Hype schon lange vorbei ist. Die Pharma kuschelt sich in der behördlichen Vorgehensweise bequem ein, um dann abzusahnen. Am Ende müssen dann die nutzlosen Bestände noch vernichtet werden. Hatten wir doch schon alles. Am meisten gegen einen Grippenvirus hilft das eigene Immunsystem. Der Rest ist Beigabe und Abzocke. Geschwächte Personen tragen das Sterberisiko so oder so. Die müssen schauen dass sie nicht angesteckt werden. Es ist nicht schön, aber es trifft die Schwachen. Wenn dann ein Medi da ist, ist es leider zu spät.
    • mitoffenenaugenniessengehtdoch 02.03.2020 15:37
      Highlight Highlight coronaviren sind trotzdem noch lange keine grippeviren. du kannst ja gerne in deiner küche einen impstoff entwickeln und an dir selber testen. eventuell sind die forscher und die pharmaindustrie ja nur zu dumm dafür
    • #StopptDenKurvenFetischismus 02.03.2020 16:53
      Highlight Highlight @Eugen: da wäte noch die Solidarität im Sinne "Wenn es mich nicht umbringt muss ich noch lange nicht unbedingt jemanden anstecken, den es umbringt." KENNSTE?
    • guby 02.03.2020 17:06
      Highlight Highlight Impfstoffe wirken durch dein Immunsystem ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • MartinZH 02.03.2020 12:56
    Highlight Highlight Es sind ja zum Glück nicht die einzigen Forscher, die nach einer Impfung forschen. Interessant finde ich, dass sie einen oralen Impfstoff entwickeln möchten, weil das viel zugänglicher ist als Impfungen, die man spritzen muss. Ich denke, in so einer Situation sind solche Vorlieben wohl eher sekundärer Natur...

    Schlussendlich geht es um Zeit und nicht um Bequemlichkeit!

    Für mich war es bis anhin jedenfalls auch keinen Grund, auf die Grippe-Impfung zu verzichten, nur weil ich deshalb eine Spritze bekomme. Der Nutzen steht klar im Zentrum und nicht meine persönlichen Präferenzen und Wünsche. 😉
    • Irgendjemand 02.03.2020 13:31
      Highlight Highlight Ich denke mit der Zugänglichkeit ist hier mehr die einfachere Verabreichungsart gemeint, da für die Verabreichung eines oralen Impfstoff wohl kein speziell geschultes Personal benötigt wird, wie es für eine Injektion nötig ist.
    • Locutus70 02.03.2020 14:06
      Highlight Highlight Die Schluckimpfung ist billiger und wird daher bei Massenimpfungen bevorzugt. Und ja - es gibt eben Menschen die ein Problem mit Spritzen haben.
    • Kimmatou 02.03.2020 14:49
      Highlight Highlight Erst als die Schluckimpfung für Polio bzw. Kinderlähmung eingeführt war, machten die Menschen endlich alle. ( nur beinahe , leider!) mit.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Erich Furrer 02.03.2020 12:56
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte bleibe beim Thema und beachte die Kommentarregeln.
  • Locutus70 02.03.2020 12:48
    Highlight Highlight Immer wieder erstaunlich, das starke Impulse in der Medizin oder beim Umweltschutz aus dem kleinen Israel kommen. Die scheinen da was richtiger zu machen als in den USA oder Europa.
    • PeteZahad 02.03.2020 13:51
      Highlight Highlight Es scheint ja gemäss Artikel Zufall zu sein, dass sie an einem Corona Virus bei Hühnern geforscht haben, welches dem jetztigen sehr ähnelt. Würde sagen war wohl mehr Glück als Entscheidung.
    • Ueli der Knecht 02.03.2020 14:28
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • Spin Doctor of Medicine 02.03.2020 17:17
      Highlight Highlight Das Militär ist dort eine Kaderschmiede für Startups, grad im Medizinbereich.
  • skater83 02.03.2020 12:31
    Highlight Highlight man bedenke aber, dass Impfungen Autismus hervorrufen!!!
    nicht dass jetzt am ende noch jeder denkt "halleluja, jetzt haben wir die Lösung!!!"
    //sarkasmus off//
    • skater83 02.03.2020 12:46
      Highlight Highlight ...auf die performance dieses Kommentars bin ich jetzt tatsächlich so neugierig wie selten zuvor... ;-)
      werden ob einer pandemie die Impfgegener weich, wird sarkasmus verstanden, was wird passieren - lasset es blitze und herzen regnen...
    • actualscientist 02.03.2020 13:00
      Highlight Highlight Ich denke die Blitze kommen mehr weill er einfach nicht besonders lustig oder originell ist. Sorry.
    • Schlange12 02.03.2020 13:27
      Highlight Highlight Mit Sarkasmus, Zynismus ist es so eine Sache. Viele Leute verstehen diese nicht. Dieser trifft eine speziälen Humor und hat auch was mit intellekt zu tun. Ich fand den Beitrag von Skater 83 sehr gut. Zeigtauf welche Probleme unserer modernen Welt plötzlich nichtig werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kari Baldi #WirAlleSindCorona 02.03.2020 12:30
    Highlight Highlight Wenn eine Art Corona-Virus in Hühnern vokommt, dann sind wir ja bereits geimpft.
    • Fiesekatzekratzetatze 02.03.2020 13:05
      Highlight Highlight Gilt das auch für „planted chicken“-Konsumenten? 🌱
    • bokl 02.03.2020 13:35
      Highlight Highlight Jetzt ist auch klar warum bei Männer die Mortalität höher ist, wenn Hühner schon teilweise immunisiert sind.

      *duck und weg*
  • niklausb 02.03.2020 12:28
    Highlight Highlight "Wir haben noch bei keinem unterschrieben, denn wir wollen in diesem Zusammenhang die richtige Entscheidung treffen."
    D.h. Die Angebote die bisher eingegangen sind, sind weit unter unseren Vorstellungen.
    Geldmacherei auf Kosten der Massen wie immer in der Pharma.
    • Ueli der Knecht 02.03.2020 14:30
      Highlight Highlight Es kann auch heissen, dass noch kein Pharma-Riese den grossmundigen Versprechen dieser Firma glauben will/kann.
    • STERNiiX 02.03.2020 20:57
      Highlight Highlight Ersetze Pharma durch Kapitalismus, dann bin ich bei dir.
  • de meuron 02.03.2020 12:20
    Highlight Highlight Ach da muss ich lachen! in 1,5 Jahren ist der Spuck längstens vorbei. Der Impfstoff wird zu einem horrenden Preis verkauft, wird gehortet wie blöd und dann in drei Jahren weggeworfen.
    • Schnog 02.03.2020 13:20
      Highlight Highlight Eeehm nein. Da hast du glaubs was falsch verstanden. Das Virus wird uns noch lange begleiten. So wie die Grippe jedes Jahr wieder kommt.
    • Dubio 02.03.2020 13:39
      Highlight Highlight Bei SARS, der Vogel- und Schweinegrippe wars aber so. Was ist diesmal anders?
    • de meuron 02.03.2020 14:08
      Highlight Highlight Ich dachte weil es das "neuartige" Coronavirus ist kann man nicht sagen wie es sich verhalten tut. Wieso bist du dir da so sicher?
  • Hummingbird 02.03.2020 12:18
    Highlight Highlight In 1.5 Jahren erhältlich, wenn eh schon alle immun sind - und Kinder, die das dann noch nicht hatten, bekommen eh nicht mehr ausser eine Erkältung...
    • ScottSterling 02.03.2020 12:38
      Highlight Highlight Wieso sollten bis dahin alle immun sein?
    • thatvphissue 02.03.2020 13:07
      Highlight Highlight Eh klar. War ja bei HIV, Herpesviren usw auch so, gäll ;)
  • I_am_Bruno 02.03.2020 11:37
    Highlight Highlight In 1.5 Jahren wird mein Notvorrat zu Ende gehen. Bis dann kann ich mich nicht mehr bewegen, da das Haus bis zur Decke voll ist mit Gesichtsmasken und Weissen Bohnen in der Dose.
    • Prodecumapresinex 02.03.2020 13:11
      Highlight Highlight Endlich zahlt sich das stundenlange Tertris-Suchten aus. 🙌🏻 Wusste ich‘s doch, dass die antrainierten Stapelkünste mal gefragt sein werden! 😅 *na nanana na, nanana na na naa*
    • Tinca 02.03.2020 22:41
      Highlight Highlight Die Gesichtsmasken werden sich spätestens dann als nützlich erweisen, wenn du dich daran machst, den Bohnenvorrat abzubauen 🤓
    • I_am_Bruno 03.03.2020 06:41
      Highlight Highlight 😷
    Weitere Antworten anzeigen
  • giandalf the grey 02.03.2020 11:30
    Highlight Highlight "Wir möchten jemanden finden, der den Mut hat, schnelle Entscheidungen zu fällen (...)."

    Grande, kürzer ausgedrückt: Wir suchen jemanden, dem Sicherheit egal ist und der uns das Patent abkauft und den Wirkstoff verteilt, ob es zum Besseren der Menschen ist oder nicht. Es hat wohl schon seine Gründe weshalb es bestimmte Sicherheits-Protokolle gibt, die man einhalten sollte...
    • Ueli der Knecht 02.03.2020 14:32
      Highlight Highlight Oder:
      Wir suchen jemand, der uns jetzt einfach glaubt, ohne die Katze im Sack erst prüfen zu wollen.
    • lansky 02.03.2020 21:39
      Highlight Highlight @Ueli: Oder deine Iraner bringen die Lösung. Mal ausnahmsweise einen positiven Beitrag für die Allgemeinheit. Wir freuen uns.
    • Ueli der Knecht 02.03.2020 23:41
      Highlight Highlight lansky:
      Iranische Pharmaforscher sind wohl alle im Ausland.

      Der Iran hat schon eine eigene Pharma-Industrie. Die betreiben aber weniger Forschung als vielmehr Herstellung von Generika.

      So oder so werde ich jeweils skeptisch, wenn sich Forscher voreilig über Populärmedien selber lautstark auf die Schulter klopfen, aber sonst keine nennenswerte Publikationen in der Fachliteratur vorweisen können, aber grossmundig ankündigen:

      "Our goal is to produce the vaccine during the next 8-10 weeks, and to achieve safety approval in 90 days",

      dann meine ich nur noch: Momoll, das ist unglaublich!
  • Töfflifahrer 02.03.2020 11:28
    Highlight Highlight Erhältlich innert 1 1/2 Jahren? Dann wird das wohl eh durch sein.
    Bin mal auf den Preis gespannt.
    • Loe 02.03.2020 11:52
      Highlight Highlight Naja, analog zur Influenza wären jährliche Wellen leicht mutierter Formen es selben Virus durchaus denkbar und ein realistisches Szenario. Nicht zuletzt deswegen ist die langfristige Entwicklung eines Impfstoffes sinnvoll.
      Impfungen im allgemeinen dienen eher selten der akuten Behandlung einer Erkrankung - zum Vergleich: für Coronaviren typisch ist beispielsweise eine rein sympathische Behandlung, das wird sich auch in Zukunft nicht ändern.
    • Züzi31 02.03.2020 12:01
      Highlight Highlight Steh ich gerade komplett neben mir, oder ist dir gerade der sympathischste Verschreiber aller Verschreiber passiert? :-)

    • The Snitcher 02.03.2020 12:02
      Highlight Highlight Was jeder irgendwie vergisst ist, dass anderst als bei einer Saisonalen-Influenza bei Covid-19 keine Immunisierung entsteht... sprich, wann kann sich immer wieder neu infizieren und erkranken.
    Weitere Antworten anzeigen
  • SeboZh 02.03.2020 11:27
    Highlight Highlight Wie ist das eigentlich? In italien soll sich das virus ja weiterentwickelt (mutiert) haben. Greift ein impfstoff dann immer noch bei der neuen form?
    • Til 02.03.2020 13:20
      Highlight Highlight Die Frage kann man nicht beantworten. Wenn die "Kennung" des Virus, mit der geimpft wird, nicht oder nur geringfügig mutiert, kann die Impfung weiterhin wirksam sein.

Interview

Warum der Applaus nicht reicht: «Die Bedingungen in der Pflege müssen sich verbessern»

Am Freitagmittag applaudierte die ganze Schweiz für das Gesundheitspersonal, das in der Corona-Krise wichtiger ist denn je. Die Geschäftsführerin des Schweizer Verbands der Pflegefachpersonen erhofft sich, dass nun ihre jahrelangen Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen endlich erhört werden.

Frau Ribi, heute Mittag hat die Schweiz für das Gesundheitspersonal applaudiert. Rührt Sie das?Yvonne Ribi: Ja, das rührt mich und im Namen des Pflegepersonals danken wir ganz herzlich dafür. Ganz wichtig ist aber, dass die Bevölkerung uns jetzt unterstützt, in dem sie zuhause bleibt, soziale Kontakte meidet und die Anweisungen des Bundesamtes für Gesundheit befolgt.

Was haben die Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner in den letzten Wochen geleistet?Viele erleben, dass ihr Berufsalltag …

Artikel lesen
Link zum Artikel