Wälder speichern im Winter bis 30 Prozent der Schneemenge
Der Wald speichert im Winter 20 bis 30 Prozent der Schneemenge und beeinflusst dadurch die Verfügbarkeit von Wasser. Das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung ist diesen Zusammenhängen auf den Grund gegangen.
Der Wald speichert gemäss des am Mittwoch veröffentlichen Untersuchungsberichts nicht nur den Schnee, er beeinflusst auch die Schneeschmelze. Dabei spielten die Waldstruktur und die Topografie eine massgebliche Rolle.
So kommt die Untersuchung zum Schluss, dass der Schnee nicht etwa an bewaldeten Südhängen, sondern an Nordhängen schneller schmilzt. Das sei besonders in schneearmen Wintern der Fall. Auf offenem Gelände ist dies umgekehrt.
Ein Grund für die raschere Schneeschmelze an Nordhängen liege in der Tatsache, dass es dort weniger Schnee zu schmelzen gebe, heisst es im Bericht. An Südhängen sorge die Beschattung der Bäume wiederum zu einer langsameren Schmelze, sodass der Schnee in den dortigen Wäldern meist später wegschmelze. (sda)
