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Erneute Erkenntnis: Diese Nuss macht satt und schlau

Baumnuss, Walnuss (Symbolbild)
Bild: Shutterstock

Der Gehirn-Bodyguard: Warum du mehr Walnüsse essen solltest

Neue Studien zeigen: Die Polyphenole in Walnüssen schärfen den Verstand und könnten Demenz entgegenwirken.
23.10.2019, 16:53
Jörg Zittlau / ch media

Jeden Tag Bananenbrot, wie langweilig! Doch die 64 Studenten an der Andrews University in Berrien Springs wurden ja dafür bezahlt. Die eine Hälfte von ihnen ass täglich drei Scheiben Bananenbrot, und die andere tat genau das Gleiche, doch in ihrem Brot hatte man eine halbe Tasse zerkleinerter Walnüsse verarbeitet. Nach acht Wochen und einer sechswöchigen Pause tauschten sie die Rollen, und die ursprünglichen Bananenbrotesser verzehrten jetzt das Nussprodukt, und umgekehrt.

Vor und nach den jeweiligen Diätphasen absolvierten die Probanden einen Test, der ihre kognitiven und emotionalen Fähigkeiten erfasste. Dabei zeigte sich: Wer gerade die Nussphase hinter sich hatte, war besser im kritischen und schlussfolgernden Denken. Die ohnehin wie ein Mini-Modell des Gehirns aussehende Walnuss schärft also den Verstand. Bleibt die Frage nach den chemischen Grundlagen für diesen Effekt. Die Antwort: Die Walnuss enthält ein Konzentrat an bioaktiven Stoffen, die es bis ins Gehirn schaffen: die Polyphenole.

Walnüsse enthalten mehr Gerbsäure als Rotwein

Diese früher als Gerbsäuren bezeichneten Stoffe gelten als wirkungsvolle Radikalfänger. Sie schützen also den Körper vor dem oxidativen Stress, der durch chemisch aggressive Substanzen entsteht. Die Walnuss enthält 15 bis 25 Milligramm Polyphenole auf einem Gramm. Damit landet sie auf Rang 7 der Liste der polyphenolreichen Lebensmittel. Deutlich vor Rotwein und Apfelsaft, und nur knapp hinter dem grünem Tee.

Nicht zuletzt aufgrund ihrer antioxidativen Eigenschaften trauen Wissenschafter der Walnuss auch zu, den Verlauf von degenerativen Hirnerkrankungen wie Demenz und Parkinson abbremsen zu können. Untermauert wird das bislang zwar nur durch Experimente an Mäusen. Doch vor zwei Jahren endete eine zweijährige Studie, in der man 708 Menschen entweder mit rund 50 Gramm Walnüssen pro Tag oder aber nussfrei ernährte.

Walnüsse fördern kein Übergewicht

Noch sind nicht alle Daten ausgewertet, aber Studienleiter Joan Sabate von der Loma Linda University in Los Angeles rechnet mit einer Bestätigung dafür, «dass ein regelmässiger Walnussverzehr den Ausbruch von altersbedingten Hirnleistungsstörungen nach hinten verschieben kann».

Was man sicher weiss: Die Walnuss fördert, trotz ihres hohen Fett- und Kaloriengehalts, kein Übergewicht. Der Grund: Sie macht nachhaltig satt. Selbst Speisen mit hohem Fett- und Zuckergehalt, wie etwa Milchschokolade, verlieren nach einigen Gramm Walnüssen ihren Lockreiz. Was sogar bedeuten könnte, dass man per Walnuss-Diät letztendlich eher ab- als zunimmt. (aargauerzeitung.ch)

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