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An illustration released by the European Space Agency (ESA) shows the Schiaparelli EDM lander. The Schiaparelli lander is due to touch down on the red planet October 19, 2016, in Europe's first attempt to land a craft there since the Beagle 2's

Die Mars-Sonde der ESA ist auf dem roten Planeten gelandet. Sie sendet aber keine Signale aus. Bild: STRINGER/REUTERS

Mars-Sonde «Schiaparelli» ist gelandet – aber es kommt kein Signal



Die Testsonde «Schiaparelli» ist auf dem Mars gelandet, sendet aber kein Signal. Die Sonde habe den Boden des Roten Planeten berührt, sagte Thierry Blancquaert von der europäischen Weltraumagentur ESA. Es sei unklar, ob die Sonde intakt sei oder nicht.

Möglicherweise habe «Schiaparelli» einen Felsen oder einen Krater gerammt oder könne «einfach nicht kommunizieren», sagte Blancquaert weiter.

Im Zuge der europäisch-russischen Mission ExoMars hatte sich «Schiaparelli» am Sonntag nach siebenmonatiger Reise von der Atmosphärensonde TGO gelöst, mit der sie Huckepack zum Mars gereist war.

Am Mittwochabend konnte die ESA zunächst einmal feiern, dass die TGO planmässig in den Orbit des Roten Planeten eingetreten ist. Doch von «Schiaparelli» gibt es nach wie vor kein Zeichen.

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«Schiaparelli» ist gelandet: Die Suche nach Leben auf dem Mars. Video: watson.ch

Laut Zeitplan sollte die knapp 600 Kilogramm schwere Sonde nach einem ruppigen Abstieg durch die Marsatmosphäre kurz vor 16.50 Uhr (MESZ) auf dem Roten Planeten landen.

Das Aufsetzen der Testsonde auf der Mars-Oberfläche ist eines der schwierigsten Raumfahrtmanöver überhaupt. Es war erwartet worden, dass es bis zur Bestätigung einer Landung mehrere Stunden dauern könnte.

Die Landung der Testsonde «Schiaparreli» ist die Generalprobe für den ersten europäischen Rover, den die ESA in vier Jahren auf dem Mars absetzen will.

Der erste europäische Versuch einer Mars-Landung war vor 13 Jahren missglückt: Im Dezember 2003 verschwand das in Grossbritannien gebaute Mini-Landegerät «Beagle 2» spurlos, nachdem es sich planmässig von der ESA-Sonde Mars Express gelöst und zur Landung angesetzt hatte. (sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Rigel 21.10.2016 14:53
    Highlight Highlight Nach neusten Erkenntnissen ist die Sonde wahrscheinlich zerschellt. Aber für die ESA ist die Mission trotzdem ein Erfolg, denn die Sonde hätte bis ganz zum Schluss unentwegt Daten gesendet. Da lacht man sich effektiv krank, denn man muss wissen, dass die jetzige Sonde ein fundamentaler Test für den nächsten Lander der ESA sein sollte, und der soll ja bekanntlich landen und nicht zerschellen.

    Tolle Raumfahrtspezialisten sind das, und deshalb könnte auch der BLOBB bei der ESA arbeiten. Er kann lesen und schreiben, das langt. Auf einen Stümper mehr oder weniger kommts bei der ESA nicht drauf an.
    • blobb 21.10.2016 19:02
      Highlight Highlight Ich kann mich nur wiederholen:
      "Wenn man absolut keine Ahnug hat, sollte man sie auch nicht kundtun."

      Ich hab deine Aussagen vorhin ganz klar wiederlegt. Warum hast du darauf nicht reagiert?

      Es war das ERSTE MAL, dass ein solches Langesystem GETESTET wurde. Die ESA hat genau die Daten erhalten, die man wollte. Nun kann man den Ablauf bis ins letzte Detail analysieren. Man jetzt hat sogar Daten von einem "Bad Case" Szenario.

      Was willst du bezwecken, mit diesem ESA bashing? Wahrscheindlich würde es die Schweiz alleine besser machen, gell? ;)
      Das All den Amis und den Chinesen überlassen?
  • Rigel 20.10.2016 10:54
    Highlight Highlight Als die NASA am Mars-Nordpol eine Sonde landen liess, das war höchster Schwierigkeitsgrad. Sonst ist eine Landung auf dem Mars ein Kinderspiel. Die Amis haben das zig-mal vorgemacht. Nur bei der ESA geht immer was schief, und es ist immer was Wichtiges und Elementares. Die ESA ist für mich wie die EU: Eine gigantische Geldvernichtungsmaschine, wo nur Stümper ihr Unwesen treiben.
    • blobb 20.10.2016 15:49
      Highlight Highlight Wenn man absolut keine Ahnug hat, sollte man sie auch nicht kundtun.
      80% der Missionen gingen schief, darunter auch zwei Landungen der USA. Die Russen habens einmal für ein paar Sekunden geschafft. Nur schon die Marsumlaufbahn zu erreichen, ist der höchste Schwierikeitsgrad.
      Kinderspiel :D
      Einfach zu viel Filme geschaut...
    • glüngi 20.10.2016 18:13
      Highlight Highlight Super Informiert biste....
      Vorallem Rosetta zeigt ja was für stümper das sind...

      *sarkasmus aus*
    • Alnothur 20.10.2016 21:38
      Highlight Highlight Also, die Rosetta-Landung wurde auch gründlich versaut. Und zwar sogar mehr oder weniger aus dem gleichen Grund, wie damals bei "Beagle 2".
    Weitere Antworten anzeigen

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