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Forscher vermuten Mikroorganismen auf Komet Tschuri 



Die bizarren Landschaften auf dem Kometen Tschuri könnten einer Theorie von Astronomen zufolge auf die Existenz von Mikroorganismen hinweisen. Der Komet biete diesen womöglich bessere Bedingungen «als die Arktis und die Antarkis auf der Erde».

The Comet 67P/Churyumov-Gerasimenko is seen in an image taken by the Rosetta space probe on June 7, 2015 and distributed by the European Space Agency (ESA) on June 17, 2015. The image was taken at a distance of 203 km (126 miles) from the comet, which measures 17.8 km (11 miles) across in the view shown. A robotic space lander has surprised scientists by waking up and sending a signal to Earth, seven months after straying into the shadows of a comet where they feared it might be marooned for ever. The European Space Agency said on Sunday that it had received signals from the lander, named Philae, late on June 13, when it began

Der Komet Tschuri. Bild: X80001

Nach Beobachtungen der «Rosetta»-Raumsonde sei der Komet 67P/Tschurjumov-Gerasimenko kein «tiefgefrorener, inaktiver Körper», sondern geologisch aktiv, erklärte der Wissenschaftler Max Willis von der Universität Cardiff am Montag in einer Erklärung der Royal Astronomical Society (RAS).

Wallis und sein Kollege Chandra Wickramasinghe stellten ihre Theorie am Montag bei einem Treffen der RAS in Llandudno in Wales vor. Sie verwiesen auf die bereits vor Monaten erfolgte Entdeckung organischen Materials durch «Rosetta», das dem Kometen seine überraschend dunkle und nicht reflektierende Oberfläche verleihe und als «Hinweis auf Leben» gedeutet werden könne.

Gas unter Hochdruck

Wickramasinghe vertrat in einer E-Mail an die Nachrichtenagentur AFP die Auffassung, dass möglicherweise Mikroorganismen für die Entstehung von «Taschen mit Hochdruckgasen» unter der Kometenoberfläche gesorgt hätten, durch die das darüber liegende Eis gesprengt und organische Teilchen herausgeschleudert worden seien.

Die Auswertung von «Rosetta»-Bildern des Kometen hatten zuletzt ergeben, dass sich unter dessen Oberfläche offenbar grosse Hohlräume erstrecken, die nach und nach einstürzen. Die dabei entstehenden Schächte seien offenbar «ein typisches Merkmal von Kometen», hatte einer der Missions-Wissenschaftler damals erklärt.

This artist impression  from  Dec. 2013  by ESA /ATG medialab ,  publicly provided by the European Space Agency,  ESA, shows Rosetta’s lander Philae (front view) on the surface of comet 67P/Churyumov-Gerasimenko. The comet lander Philae has awakened from a seven-month hibernation and managed to communicate with Earth for more than a minute, the European Space Agency said Sunday June 14, 2015. The probe became the first spacecraft to land on a comet when it touched down on the icy surface of 67P/Churyumov-Gerasimenko in November. Shortly after its historic landing, Philae managed to conduct experiments and send data to Earth for about 60 hours before its batteries were depleted and it was forced into hibernation. (ESA/ATG medialab/ESA  via AP)

Landeroboter Philae auf dem Kometen Tschuri (Künstlerbild). Bild: AP/European Space Agency

Die «Rosetta»-Sonde hatte mit ihrem Landeroboter «Philae» im vergangenen Sommer nach zehnjähriger Reise ihren Zielkometen Tschuri erreicht und umkreist seither den kleinen Himmelskörper. Im vergangenen November landete das Minilabor «Philae» auf dem Kometen. 

epa04342519 An undated handout made available by the European Space Agency (ESA) on 06 August 2014 showing an artist impression of ESA's Rosetta approaching comet 67P/Churyumov-Gerasimenko. ESA state that Rosetta launched in 2004 will arrive at comet 67P/Churyumov-Gerasimenko on 06 August 2014. It will be the first mission in history to rendezvous with a comet, escort it as it orbits the Sun, and deploy a lander to its surface. Rosetta is an ESA mission with contributions from its member states and NASA. Rosetta's Philae lander is provided by a consortium led by DLR, MPS, CNES and ASI.  EPA/ESA / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Die Raumsonde Rosetta (Künstlerbild). Bild: EPA/ESA

(sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Olmabrotwurst vs. Schüblig 08.07.2015 10:07
    Highlight Highlight es besteht ja alles im allgemeinen aus Atome.... und sogar das Sonnensystem sieht aus wie ein Atom Strang schlussendlich sind wier nur ein Atom in riesen grosser alienscheisse xD
  • Ikarus 07.07.2015 15:00
    Highlight Highlight Finde seine theorien grundsätzlich sehr interessant. Werden in einigen jahren sowieso hören das mikroorganismen überall vorkommen auch wenns momentan als hirngespinnst abgetan wird.
    Dürfte wohl trotzdem erwähnt werden dass seine theorien in der wissenschaftszene nicht besonders beliebt sind, da seine studien mehr oder weniger im eigenverlag rauskommen.

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