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Nach der Mörgeli-Affäre organisiert sich die Uni Zürich neu

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Nach der Mörgeli-Affäre organisiert sich die Uni Zürich neu

06.05.2014, 11:0906.05.2014, 17:52

Im Zuge der Affäre Mörgeli ordnet die Universität Zürich zwei Bereiche der medizinischen Fakultät neu: Sie verbindet das Institut für Biomedizinische Ethik und den Lehrstuhl für Medizingeschichte zu einem Zentrum für Medical Humanities. Ausserdem wird die Evolutionäre Medizin aufgewertet. Die vorgesehenen Neuerungen werden voraussichtlich auf das Herbstsemester 2014 umgesetzt, wie es weiter heisst.

Durch all diese Neuerungen werden auch das Medizinhistorische Museum und Institut neu positioniert. Dort war Nationalrat Christoph Mörgeli bis zu seiner Entlassung als Kurator und Konservator angestellt. Mörgelis damaliger Vorgesetzter, Flurin Condrau, hatte dessen Arbeit als Konservator des Museums und Verantwortlicher für die Objektsammlung als ungenügend beurteilt. Die UZH verfügte die Amtseinstellung des Kurators. Ende März 2013 folgte Mörgelis Kündigung. Dieser reichte im Dezember gegen Condrau eine Anzeige wegen mehrfacher Verletzung des Amtsgeheimnisses ein.

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Die Affäre Nina: Spionage im Genf der 1930er-Jahre
Eine Tänzerin, ein Genfer Kabarett und geheime Pläne für eine Waffe: Unter dem Namen «Nina» bewegte sich die Italienerin Virginie Rota zwischen Bühne, Diplomatie und Nachrichtendienst. Ihre Geschichte spielte im Genf des Völkerbunds, einer Stadt, in der internationale Politik und Spionage eng beieinanderlagen.
Virginie Rota wurde am 28. April 1907 in Lugano oder möglicherweise in Bergamo als Tochter von Albert Rota und Marie Arrigoni geboren. Schön, intelligent und abenteuerlustig trat Virginie in den 1930er-Jahren in den Dienst des faschistischen Italiens. Sie soll für die erste Abteilung des militärischen Nachrichtendienstes Servizio informazioni militari (SIM) tätig gewesen sein. Zwischen 1934 und 1935 wurde sie von ihren Vorgesetzten auf eine Mission nach Genf entsandt, wo sie in der Pension Clermont in Champel eine Unterkunft fand. Da sie von Beruf Tänzerin war, fiel es der jungen Frau nicht schwer, in einem Kabarett vor Ort engagiert zu werden, wo sie sich «Nina» nannte.
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