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FILE - In this Jan. 4, 1997, file photo, skaters pass a windmill as some 16,000 people participate in the historic 200km skating spectacle the 'Elfstedentocht' (eleven-cities-course) in Birdaard, province of Friesland, northern Netherlands. There is nothing more mythical in Dutch sports than an age-old 11-city race skating across lakes and canals in bone-numbing cold from dawn to dusk. No wonder the Netherlands is the greatest speedskating nation in the world. And with Sven Kramer and Ireen Wust leading the way on big oval in Sochi they are bent on proving it again.  (AP Photo/Dimitri Georganas, File)

Eisschnellläufer vor einer Windmühle: Das Rennen 1997. Bild: AP

Unvergessen

Wird es jemals wieder kalt genug für das Volksfest Elfstedentocht?

4. Januar 1997: Was dem Schweizer Ausdauersportler der Engadin Skimarathon, ist dem Holländer die Elfstedentocht. Das fast 200 km lange Eisschnelllauf-Rennen steht jedoch wegen der Klimaerwärmung vor einer ungewissen Zukunft. Es konnte schon seit über zwei Jahrzehnten nicht mehr stattfinden.



Holland, der flache Staat ohne Berge, gilt nicht als Hochburg des Wintersports. Doch es gibt eine Ausnahme: Eisschnelllauf. Dank ihm belegt die Niederlande den bemerkenswerten 9. Rang des ewigen Medaillenspiegels der Olympischen Winterspiele. Von den 130 errungenen Medaillen gingen lediglich neun nicht an Eisschnellläufer: Fünf gab's im Shorttrack, drei im Eiskunstlauf und eine im Snowboard.

«Schaatsen» nennen die Holländer den Eisschnelllauf und dass dieser nicht nur Spitzen- sondern Volkssport ist, belegt am eindrücklichsten die Elfstedentocht. Bis zu 17'000 Sportler nahmen schon am Langstrecken-Rennen teil, das knapp 200 Kilometer durch die Provinz Friesland im Norden des Landes führt. Auf Kanälen, Flüssen und Seen. Womit auf der Hand liegt, weshalb die Elf-Städte-Tour letztmals am 4. Januar 1997 durchgeführt werden konnte: Es ist seither nie mehr kalt genug gewesen.

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Gewaltige Stimmung beim Zieleinlauf des Rennens 1997, welches von Henk Angenent gewonnen wurde. Video: streamable

Die Hoffnung stirbt zuletzt

1909 war so ein Winter, der bitterkalt war und es erstmals überhaupt zuliess, dieses Rennen durchzuführen. 23 Wagemutige nahmen die Strecke unter die Schlittschuhe, bloss sieben sahen das Ziel. In über hundert Jahren gab es insgesamt nur fünfzehn Austragungen.

Bild

Hendrick Avercamp hielt Hollands Winterlandschaften im 16. Jahrhundert fest. bild: wikipedia

Ob überhaupt jemals wieder gelaufen werden kann? Das Thema ist natürlich eines für holländische Forscher, denen zufolge die Hoffnung nicht aufgegeben werden darf. Immerhin mit 5,5 Prozent wird die Chance beziffert, dass es in der heutigen Zeit genügend Eis für die Durchführung einer Elfstedentocht hat.

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Eindrückliche Bilder von 1963 … Video: YouTube/Nederlands Instituut voor Beeld en Geluid

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… und aus dem Jahr 1985. Video: YouTube/Robert van Alphen

Wer die Hoffnung sicher nicht aufgibt, ist der Macher des eigens eingerichteten Twitter-Accounts @gietitaloan («Geht es los?»): Er fragt seit Anfang 2013 täglich, ob es genug kalt ist für eine Austragung.

Tägliche Antwort: Nee.

Wenn Kärnten zu Friesland wird

Um der Klimaveränderung Rechnung zu tragen, findet bereits seit 1989 eine alternative Elfstedentocht statt – fern der Heimat. Auf dem Weissensee im österreichischen Bundesland Kärnten findet jährlich ein Rennen statt. Der Anlass zieht jeweils mehrere tausend Schlittschuhläufer aus Holland an, die ihre Kreise auf dem gefrorenen See drehen.

Der Weissensee liegt auf einer Höhe von 930 Metern über Meer. Für zwei Wochen im Jahr ist das Gewässer in Kärnten damit der höchste Punkt der Niederlande.

Die «Alternatieve Elfstedentocht» auf dem Weissensee in Kärnten

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Die «Alternatieve Elfstedentocht» auf dem Weissensee in Kärnten
quelle: x00360 / leonhard foeger
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Unvergessen

In der Serie «Unvergessen» blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob hervorragende Leistung, bewegendes Drama oder witzige Anekdote – alles ist dabei. 
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06.03.1994: Heidi Zeller-Bähler stürzt sich aus dem Starthaus, wie vor und nach ihr nie mehr eine Skifahrerin

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20.02.2014: Ein Sturz produziert das beste Fotofinish aller Zeiten – zumindest für Profiteur Armin Niederer

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29.01.2011: Im allerletzten Wettkampf setzt Sarah Meier ihrer Karriere die Krone auf

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18.12.2004: Abfahrer Kristian Ghedina kollidiert auf den letzten Metern beinahe mit einem Reh

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07.01.2007: Marc Berthod beendet beim Slalom von Adelboden mit Startnummer 60 und mit dem Lauf seines Lebens die grosse Schweizer Ski-Misere

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Trotz seines Jahrhundert-Sturzes wird Hermann Maier noch Doppel-Olympiasieger

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27.02.2010: Alles scheint nach dem Sturz verloren – da schwimmt sie einfach übers Eis und rettet Deutschland in den Final

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